Die Nische Rollenspiel

von chris · 19. November 07 ·

MotB»In den Kernfeldern Charakterzeichnung und Weltatmosphäre werden Rollenspiele durch die Bank von Shootern deklassiert. Das tut weh. So weh wie die Einsicht: Das traditionelle Solo-Rollenspiel ist zur Nische geworden. Die tonangebenden Publisher EA und Ubisoft interessieren sich nicht die Bohne für das entwicklungsaufwändige Genre.«

Oha. Es ist ein Wahnsinn, wie schnell Printmedien altern.

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Kein Apfelbaum im endlosen Wald

von ben · 16. November 07 ·

The Endless ForestManchmal ärgere ich mich doch arg, einen Mac zu haben – und sei es auch ein Macbook Pro. Denn machen wir uns nichts vor: Für Windows gemachte Spiele auf dem Mac zu spielen ist eher weniger ein Spaß als mehr. Und ich fürchte, hier macht Apple einen großen Fehler.

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Mask of the Betrayer

von chris · 12. November 07 ·

MotB»Wenn du mit den Ratten im Keller fertig bist, könntest du dann bitte noch schnell die Welt retten?« Seit Urzeiten werden in Rollenspielen immer wieder dieselben Plotvehikel bemüht. Sehe ich noch einmal Dämonen aus Höllentoren über friedliche Welten herfallen, dann falle ich auch. Ins Koma vermutlich. Neverwinter Nights 2 dagegen hatte seine Stärken im Konflikt zwischen Niewinter und Luskan und wartete darüber hinaus noch mit einem tragischen Antagonisten auf. Dennoch musste die Gefahr im Finale unverständlicherweise auf globale Ausmaße aufgeplustert werden, bis zu dem Punkt, an dem sie zusehens nicht mehr greifbar, abstrakt und damit nichtssagend wurde. Mit Mask of the Betrayer geht man bei Obsidian dagegen andere Wege. Die Geschichte des Verräters ist weit düsterer und persönlicher geraten als das Hauptspiel. Die Welt retten? Vergiss es! Du kannst froh sein, wenn du es schaffst, dich selbst zu retten.

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Mask of the Betrayer - Spirit Eater

von chris · 10. November 07 ·

MotBIn den nächsten Wochen werden wir uns in diesem Blog ausführlich mit verschiedenen Aspekten des Neverwinter Nights 2-AddOns Mask of the Betrayer beschäftigen. Den Anfang macht eine Spielfunktion, über die derzeit vielerorts gejammert wird. Grundsätzlich klingt die Idee auch bescheiden: Ab dem zweiten Akt der Geschichte wird man als Spieler gezwungen, seinen kontinuierlich sinkenden Vorrat an Geistenergie immer wieder aufzufrischen, wenn man nicht eines grausamen Todes sterben will.

Diese »Funktion« ergibt sich aus der Geschichte des Spiels und ist hervorragend umgesetzt. Größere Probleme sollte dem Spieler das Auffrischen der Energie nicht bereiten, so man sich die Beschreibungen der dafür gedachten Fähigkeiten zu Beginn durchgelesen und gründlich darüber nachgedacht hat, wie man sie einsetzen sollte. Dass viele Spieler und selbst professionelle Spieletester dennoch Schwierigkeiten damit haben, lässt sich nur so erklären: Mindestens einen der beiden wichtigen Schritte »Lesen« und »Verstehen« haben sie ausgelassen.

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Kisten stapeln

von chris · 8. November 07 ·

UmzugDie Entscheidung fiel schon im letzten Frühsommer: Meine kleine Wohnung, stadtnah gelegen und ideal während der Probezeit bei meinem Arbeitgeber, hat ausgedient. Im nächsten Frühjahr möchte ich mein Frühstück bitteschön bei Sonnenschein auf dem Balkon einnehmen, mit Blick auf den Stadtpark, wenn möglich. Und ein bisschen mehr Platz wäre auch nicht schlecht. Unglaublich, wie sich Inneneinrichtung vervielfacht, wenn man mal einen Moment nicht hinsieht. Inzwischen sieht es so aus, als hätte ich die nächsten Monate genügend Zeit, um einen Umzug durchzuziehen. Während ich mir also Exposees und die dazugehörigen Wohnungen ansehe, will die eigene Habe schon einmal auf Überflüssiges durchsucht werden. Es wird ausgemistet. Empfiehlt sich übrigens auch dann von Zeit zu Zeit, wenn man keinen Umzug plant.

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Kritikerkritik

von chris · 6. November 07 ·

RatatouilleJa, es war ganz nett. Schön anzusehen. Tricktechnisch beeindruckend erzählte Geschichte um Liebe und Freundschaft, wie immer bei Pixar. Mitgerissen wie einige ihrer früheren Meisterwerke hat mich Ratatouille allerdings nicht. Das mag auch an dem etwas penetranten Subtext gelegen haben, der vordergründig zwar auf das Kochen abzielt, den man aber genauso gut auf Kinofilme oder Videospiele beziehen kann. Auf Content generell.

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GameJew takes over Vienna

von mo · 2. November 07 ·

GameJewWien im Oktober ist schön. Neben all den Dingen, die sowieso schon in Wien herumstehen, durch Wien fließen oder sich dort um die eigene Achse drehen, bietet die Stadt derzeit noch eine Attraktion, nämlich den GameJew. Der heißt eigentlich Jonathan Mann, singt über Konsolen und Videospiele, hat bereits eine Super-Mario-Oper komponiert, läuft in roten Latzhosen herum und wohnt als »Artist in Residence« gerade im Wiener MuseumsQuartier. Dort habe ich nicht nur komplett beim Wii-Spielen versagt, sondern zusammen mit Jonathan und Robert Glashüttner von FM4 auch podcast-geplaudert.

MP3 · 14:19 min · 9,8 MB.

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Hellgate: London

von chris · 29. Oktober 07 ·

Hellgate: LondonDie Demo war grausam. Nur zwei Charakterklassen waren spielbar, die Questgeber waren genauso langweilig wie die Aufträge, die sie vergaben, und die hässlichen Standardmonster, die ich töten sollte, waren spärlich über die Level verteilt und starben beim ersten Schwertstreich. Lustlos und unterfordert klickte ich mich durch öde, grau-schwarz gehaltene Landschaften, die exakt so aussahen, wie man es von zufällig zusammengewürfelten Levels erwarten würde: beliebig, witzlos und der Rede nicht wert. Alles in allem ein hervorragendes Mittel gegen Schlaflosigkeit, aber dafür hatte ich keinen Bedarf.

Tja, so war das damals bei Diablo II. Die Demo verschreckte mich derart, dass ich den heiligen Gral der Actionrollenspiele niemals angerührt habe. Allen Beteuerungen meiner Freunde über die angebliche Qualität des Spieles zum Trotz. Mal sehen, ob es mit Hellgate: London ähnlich laufen wird. Die Demo erfüllt jedenfalls die Vorbedingungen. Alle.

Rail Simulator

von chris · 23. Oktober 07 ·

Rail SimulatorNach dem wir uns letzte Woche über Sonys ewig gleich bleibende Geschäftspraktiken amüsiert haben, widmen wir uns heute mal EA und Microsoft. Trotz des über Jahre anhaltenden Erfolges des Train Simulators ist es bis heute nicht zu einem Nachfolgeprodukt aus dem Hause Microsoft gekommen, obwohl der TS2 bereits auf der E3 2003 spielbar war und Ende 2003 hätte in den Läden stehen sollen. Dann jedoch trennte man sich von Kuju Entertainment, die den ersten Teil entwickelt hatten. Kuju begann für EA die Arbeit am Rail Simulator – kein Wunder, kann man dem Eisenbahnfreund doch selbst im Vergleich zum Sims-Suchti ein Vielfaches an AddOns andrehen.

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Und am Ende gibt es Kuchen

von chris · 20. Oktober 07 ·

Portal»Das Adventure ist tot.« Obwohl nicht ganz zutreffend, kann man diese Behauptung regelmäßig irgendwo an den Toilettenwänden des Internets lesen. Nähme man mal an, es wäre so, so müsste man dem Adventure zumindest zugestehen, seinen Organspendeausweis vor dem Ableben sorgfältig ausgefüllt zu haben, denn auf der Jagd nach spannenden und vielschichtigen Dialogen, Charakteren und Geschichten werden wir heute auch in anderen Genres fündig. Nur die Rätsel, die schien bis vor kurzem keiner mehr lieb zu haben. Nun kommt Portal, besteht zu neunzig Prozent aus Rätseln und macht trotzdem mehr Spaß als jedes andere Adventure der letzten Zeit. Merkwürdig.

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Stimulantien

von chris · 19. Oktober 07 ·

PS3In Europa wird es demnächst nur noch ein einziges Modell der PS3 geben: die 40-GByte-Variante ohne Abwärtskompatibilität zur PS2. Grund dafür seien, wie SCEA-Präsident Jack Tretton dem Wall Street Journal erklärte, nicht die dadurch sinkenden Herstellungskosten. Vielmehr wolle man dem Kunden »Anreize geben, mehr Spiele für die PlayStation 3 zu kaufen.« (heise.de) Respekt! Es gehört schon Mumm dazu, seinen potenziellen Kunden nicht nur in den Hintern zu treten, sondern das auch noch offen zuzugeben. Mir gibt das vor allem Anreize, die PS3 auch zukünftig zu meiden.

EA Edmonton

von chris · 13. Oktober 07 ·

BiowareSchön waren die Jahre von 1998 bis 2003. Die kalte Jahreszeit verging nie ohne neues Rollenspiel aus Kanada, ob ausgewachsenes Mammutwerk wie Baldur's Gate oder hervorragendes AddOn wie Throne of Bhaal. 2003 riss die Reihe ab, glanzvoll zwar, mit Shadows of Undrentide, Hordes of the Underdark und KotOR, doch danach war für PC-Spieler, Biowares einstiges Kernpublikum, der Ofen aus.

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Portal

von chris · 12. Oktober 07 ·

PortalPortal ist momentan das Spiel der Wahl für mich. Nicht nur wegen seiner cleveren Grundidee, sondern vor allem wegen seiner Kürze. Man braucht keine halbe Stunde, um »reinzukommen«, um überhaupt »etwas zu erreichen«. Wenn man, so wie ich im Moment, im Grunde von zehn bis zweiundzwanzig Uhr am Kontrabass steht – sprich: arbeitet – ist es von unschätzbarem Wert, ein Spiel einfach kurz starten, zehn Minuten herumknobeln, einen oder zwei Räume weiterkommen, abspeichern und den Computer wieder herunterfahren zu können. Fünf bis sechs Stunden Spaß für zwanzig Dollar – solche Spiele sollte es häufiger geben.

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Sega Rally

von chris · 3. Oktober 07 ·

Sega RallyUm vier Uhr morgens fährt Taxifahrer Roberto Benigni durch Jim Jarmuschs Rom, als sein Fahrgast – ein Bischof, der keiner ist – ihn bittet, die Sonnenbrille abzunehmen. Den Rat befolgend antwortet Roberto: »Padre, ich fühle mich wie ein Blinder, dem das Augenlicht wiedergeschenkt wurde!« Ähnliches möchte ich nun sagen, der ich nach einem knappen dutzend Spielstunden Colin McRae DiRT inzwischen über die Pisten von Sega Rally bügle. Danke, Sega, ich kann wieder sehen!

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