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d-frag.de :: Kritikerkritik

Kritikerkritik

von chris · 6. November 07 ·

RatatouilleJa, es war ganz nett. Schön anzusehen. Tricktechnisch beeindruckend erzählte Geschichte um Liebe und Freundschaft, wie immer bei Pixar. Mitgerissen wie einige ihrer früheren Meisterwerke hat mich Ratatouille allerdings nicht. Das mag auch an dem etwas penetranten Subtext gelegen haben, der vordergründig zwar auf das Kochen abzielt, den man aber genauso gut auf Kinofilme oder Videospiele beziehen kann. Auf Content generell.

Rémy ist die Hauptfigur des Films. Eine Ratte, aber auch ein Künstler. Jemand, der gerne Neues erschafft, Einzigartiges, Wertvolles. Seine Gegenspieler sind Skinner, der zwar auch kreiert, aber lediglich mit Blick auf den Massenmarkt, um sich eine goldene Nase zu verdienen, und Anton Ego, ein berühmter Kritiker. Kalt und fies. Diese Besetzung allein spricht schon Bände.

In den Nebenrollen findet sich unter anderem Rémys komplette Familie, die ganz rattentypisch keine Probleme damit hat, ihr Essen zusammenzustehlen, sei es auch minderwertiger Qualität.

Django: It's not stealing if no one wants it.
Remy: If no one want's it, then why are we stealing it?

Django, in Anlehnung an D. Reinhardt benannter Vater Rémys, steht auf dem Standpunkt, dass Stehlen schon in Ordnung geht, wenn niemand das gestohlene Zeug vermisst, wenn niemandem ein Schaden entsteht. Rémy ist da anderer Ansicht und – von vorneherein absehbar – bringt die Klauerei die Rattengang dann auch in Teufels Küche. Wortwörtlich. Voilà, wenn man eins und eins zusammenzählt, ist Ratatouille der erste Animationsfilm, der den Anti-Piraterie-Werbespot quasi in die Haupthandlung integriert.

Würde Ratatouille statt in der Welt des Kochens in der Welt der Videospiele spielen, wäre Skinner wahrscheinlich EA. Deren Sportspiele verhalten sich zu richtigen Meisterwerken in etwa so wie Skinners Tiefkühlkost zu dem Fünf-Sterne-Restaurant, in dem er arbeitet. Famos. Auch, dass besagtes Restaurant unter Skinners Leitung vor allem davon lebt, bewährte Rezepte seines Vorgängers immer wieder nachzukochen.

Bemerkenswerter ist da schon Anton Ego.

Ambrister Minion: Gusteau's, sir. It's come back. It's popular.
Anton Ego: I haven't reviewed Gusteau's in years!
Ambrister Minion: I know, sir.
Anton Ego: If I remember, I left it condemned to the tourist trade.
Ambrister Minion: Yes sir, I...
Anton Ego: That was my last word... THE last word.
Ambrister Minion: I know, sir.
Anton Ego: Then tell me, Ambrister... how can it be POPULAR?

Der Mann – im Englischen gesprochen von Peter O'Toole – ist eiskalt und genießt seine Machtposition über die ihm ausgelieferten Köche geradezu. Von Beginn an ein herrlicher Antagonist, der wegen seiner Entwicklung, seiner fast vollständigen Wandlung im Laufe des Films, seiner Bekehrung durch ein einfaches Gericht aus Rémys Pfoten absolut einer der spannenderen Charaktere des Filmes ist. Seine abschließende Kritik gehört denn auch zu den schönsten Texten in Ratatouille:

In many ways, the work of a critic is easy. We risk very little yet enjoy a position over those who offer up their work and their selves to our judgment. We thrive on negative criticism, which is fun to write and to read. But the bitter truth we critics must face is that, in the grand scheme of things, the average piece of junk is more meaningful than our criticism designating it so.

Schon diese Worte würde ich gerne einrahmen und so manchem Redakteur und Feuilletonschreiberling dieser Republik über seinen Schreibtisch hängen. Das Folgende dann auch gerne dick unterstrichen:

But there are times when a critic truly risks something, and that is in the discovery and defense of the new. The world is often unkind to new talents — new creations. The new needs friends.

So viel Wahrheit in so wenigen Sätzen. In einer Szene, die den Rest des Films überstrahlt. Beeindruckend.

Khesrau meint:
Das Ende fand ich dann auch wieder beeindruckend, auch wenn es ein wenig bitter klingt. Und ich muss absolut zustimmen: Ein so genialer Koch ist die Ratte eigentlich gar nicht - sie kann sich nur wunderbar verkaufen, indem sie etwas Altes neu auflegt. Und dass ausgerechnet die Erfüllung eines Kritikerherzen das Finale dieses Filmes darstellt, spricht doch eigentlich schon Bände. Da verkommt der "Jeder kann kochen"-Plot daneben leider nur zu unschönem Ballast. (Vielleicht auch deshalb, weil die Pixar-Leute an einigen Stellen ein wenig zu sehr versucht haben, moralisch zu sein und/oder auf die Tränendrüse zu drücken.)

Wie ist denn eigentlich das Spiel zum Film?
· 6. November 07 · 06:40
chris [d-frag.de] meint:
Und dass ausgerechnet die Erfüllung eines Kritikerherzen das Finale dieses Filmes darstellt, spricht doch eigentlich schon Bände.

Find ich gerade deshalb witzig, weils von Pixar kommt. Das sind doch eigentlich die Kritikerlieblinge schlechthin.

Ein so genialer Koch ist die Ratte eigentlich gar nicht - sie kann sich nur wunderbar verkaufen, indem sie etwas Altes neu auflegt.

Stimmt, sie variiert und kombiniert vor allem. Dennoch ist sie fraglos der beste Koch im Film. Mit sehr sicherem Gespür dafür, was funktioniert und was nicht. Ohne selbst so richtig zu wissen, wo dieses Gespür herkommt, tut es ihr doch direkt körperlich weh, wenn jemand beim Kochen Mist baut. (»Aber er ruiniert die Suppe!«) Ob ihre Kochkunst nun fünfsternemäßig ist, sei mal dahingestellt, aber die Art, wie ihr die Dinge im Grunde einfach zufliegen, ist schon »genial«.

Da verkommt der "Jeder kann kochen"-Plot daneben leider nur zu unschönem Ballast.

Der ist ja auch ziemlich belanglos und sagt einem nichts Wesentliches. Noch schlimmer ist der inszenierte Bruch zwischen Linguini und Rémy, der halt in alter Pixar-Tradition irgendwie in den Film rein musste, aber überflüssig und unglaubwürdig ist. Denn die beiden sind viel zu sehr aufeinander angewiesen, und das wissen sie auch beide.

Das Spiel kenn ich nicht.
· 6. November 07 · 09:02
jello meint:
Dieser Bruch ist imho weniger Pixar- als viel mehr Disney-Tradition. Aber nerven tut’s manchmal sehr, jo. :D
· 6. November 07 · 10:58
m.a. meint:
Das Spiel ist eher meh (zumindest nach der Demo auf XBox live). Ein mittelmäßiges Jump'n Run mit ein paar putzigen Ideen, aber prinzipiell nichts neues.


"Rémy ist da anderer Ansicht und – von vorneherein absehbar – bringt die Klauerei die Rattengang dann auch in Teufels Küche. Wortwörtlich. Voilà, wenn man eins und eins zusammenzählt, ist Ratatouille der erste Animationsfilm, der den Anti-Piraterie-Werbespot quasi in die Haupthandlung integriert."

Äh? Was? Haben wir den selben Film gesehen? Die Klauerei bringt niemanden in Teufels Küche, die Ratten leben am Anfang sogar ganz friedlich und ohne Konflikte in ihrem Versteck. Erst Rémys zwanghafter Wunsch neues zu kreieren erzeugt Probleme für den ganzen Klan. Wenn man es denn tatsächlich unbedingt auf die Videospielindustrie umlegen möchte, dann wäre das als würde sich von EA ein unabhängiges Entwicklerteam abspalten und irgendwas wahnsinnig tolles produzieren, was die Leute dazu bringt nichts mehr von EA zu kaufen...
· 6. November 07 · 11:01
Ben meint:
Der ganze Trubel um Pixar entzieht sich mir ein wenig. Die Filme sind handwerklich hervorragend, aber das sind die jährlichen Sommerblockbuster anderer Studios häufig auch. Und was die Begeisterungsschreie erwachsener Menschen angesichts dieses Fischfilmes auslöst...

Nunja, mehr habe ich auch nicht beizutragen, da ich den Rattenfilm noch nicht gesehen habe.
· 6. November 07 · 11:17
chris [d-frag.de] meint:
Äh? Was? Haben wir den selben Film gesehen?

Ich hab den Film zumindest bis zum Ende gesehen. Und in der Fassung in meinem Kino wird Rémy von Emiles Freunden erpresst, Futter aus der Speisekammer vom Gusteaus zu stehlen. Später führt Rémy dann, um sich an Linguini zu rächen, den ganzen Klan ins Gusteaus.

Was letztendlich dazu führt, dass das traditionsreiche Lokal geschlossen wird, wenn ich daran erinnern darf.

Nunja, mehr habe ich auch nicht beizutragen, da ich den Rattenfilm noch nicht gesehen habe.

Die Worte über Kritik und Kritiker sind universell und auch losgelöst vom Film gültig, finde ich. Was mich erst dazu gebracht hat, hier überhaupt was über den Film zu posten.
· 6. November 07 · 17:35
Christian meint:
Ich fand den Film, ganz unabhängig davon, wie man seinen Subtext nun auch auslegen mag, ganz wundervoll. Einfach, weil Pixar es immer wieder schafft, auch die ganz kleinen Geschichten, die auf den ersten Blick nicht viel hergeben, trotzdem oder gerade umso beeindruckender - und tatsächlich unterhaltsamer - zu inszenieren.
Allein der Vorfilm unterstreicht das auf eindrucksvole Weise: Eine Szene, in der ein Mensch an Bord eines Raumschiffes 'gebeamt' wird. Uaaaah, gähn, laaaangweilig. Sollte man meinen. Und trotzdem so brüllend komisch, dass es geradezu erstaunlich ist.
· 6. November 07 · 17:49
chris [d-frag.de] meint:
Der Vorfilm ist doch sowieso immer das Beste! :)
· 6. November 07 · 18:26
Kreon meint:
Dann freu dich schonmal, der Regisseur von dem Kurzfilm wird Pixars nächsten Film machen ;)
· 7. November 07 · 03:32
chris [d-frag.de] meint:
Wall-E? Erinnerte der kleine Roboter noch irgendjemanden verblüffend an Nummer Fünf lebt?
· 7. November 07 · 08:41
Phil meint:
>>...Subtext gelegen haben, der vordergründig zwar auf das Kochen abzielt, den man aber genauso gut auf Kinofilme oder Videospiele beziehen kann.

Jeder kann zocken? Das bezweifle ich doch sehr. ;)
· 7. November 07 · 15:39
Jonas meint:
Noch schlimmer ist der inszenierte Bruch zwischen Linguini und Rémy, der halt in alter Pixar-Tradition irgendwie in den Film rein musste

Der ist schon viel älter... Die Krise vor dem Höhepunkt wurde schon im Aristotelischen Theater im alten Griechenland eingeführt. Wird das Muster dadurch schlechter? Nein, es gibt nur gute und weniger gute Variationen davon. ;)
· 22. November 07 · 02:44
chris [d-frag.de] meint:
Ich hab nichts Gegenteiliges behauptet.

Das Mittel an sich ist gut, aber man muss es ja nicht auf Biegen und Brechen in jeden Film quetschen. Für Pixar-Filme scheint es aber ein Must-Have zu sein. Das und nichts anderes habe ich kritisiert. Ist ja nicht so, als ob der Film mit zwei Antagonisten und jeder Menge interessanter Nebenfiguren nicht bereits genug Erzählstoff hätte. Da muss man dann noch Linguini und Rémy auseinandertreiben, obwohl jeder der beiden genau weiß, wie sehr er den anderen braucht. Das ist... ziemlich unglaubwürdig.
· 22. November 07 · 12:34

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