Rubrik: Popmoderne

Kritikerkritik

von chris · 6. November 07 ·

RatatouilleJa, es war ganz nett. Schön anzusehen. Tricktechnisch beeindruckend erzählte Geschichte um Liebe und Freundschaft, wie immer bei Pixar. Mitgerissen wie einige ihrer früheren Meisterwerke hat mich Ratatouille allerdings nicht. Das mag auch an dem etwas penetranten Subtext gelegen haben, der vordergründig zwar auf das Kochen abzielt, den man aber genauso gut auf Kinofilme oder Videospiele beziehen kann. Auf Content generell.

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Fotos von der Front

von mo · 2. Oktober 07 ·

Marco Cadiolis ArenaeMarco Cadioli fotografiert Schlachtfelder und Kriegsschauplätze. Er wird schon viele Kämpfer gesehen haben, es wird ihn schon oft erwischt haben, er wird schon oft gestorben sein zwischen den Fronten. Und das alles nur für ein paar Fotos. Doch seine Schauplätze liegen jenseits der physischen Gefahr, denn sie liegen online im Netz.

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Daaaaytooonaaa!

von mo · 7. September 07 ·

Einen kleinen musikalischen Nachtrag zur Games Convention haben wir noch.


Spontan in Prag während der Proben zum diesjährigen Spielemusikkonzert aufgenommen: Daytona USA von Takenobu Mitsuyoshi. Gespielt und gesungen vom Komponisten, begleitet von Rony Barrak.

Und so hörte sich das damals im Spiel an.

Symphonia Ludi

von mo · 21. Juli 07 ·

Gewandhaus LeipzigEs soll Menschen geben, die sich nicht für das jährliche Spielemusikkonzert in Leipzig interessieren, obwohl sie dem Videospiel durchaus nicht abgeneigt sind. Auf der anderen Seite soll es Menschen geben, die allein bei der Erwähnung von Namen wie Hülsbeck, Uematsu oder McConnell vor Ehrfurcht oder von der Wucht jugendlicher Erinnerungen auf die Kniee gehen. Für beide Gruppen – und für alle anderen, die zwischen beiden Extremen wandeln – hier eine völlig ausufernde Konzertvorschau.

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Wie das Leben so spielt

von kai · 5. Mai 07 ·

Simsbaby Trafen sich ein Mann und eine Frau:

Sie: Wir hatten mal ein Baby.
Er: überrascht Ein Baby?
Sie: Ein Baby. Wir hatten ein Mädchen.
Er: Ach ja, das stimmt, ein Baby.
Sie: Ja, ein Baby!
Er: Wir hatten ein Baby ... -
Sie: Wir waren erst glücklich, wir wiegten es gemeinsam, wir hatten Spaß, aber am nächsten Tag haben wir es vernachlässigt, obwohl es weinte.
Er: lacht Aber ich habe nach ihm geschaut! Ganz schön oft! Aber schließlich habe ich die ganze Geschichte nicht mehr so mitbekommen. Was ist passiert?
Sie: kichert Tut mir leid, als ich auf der Arbeit war, kam ein Sozialarbeiter, und so wurde dann mein Kind entführt. Tatsächlich habe ich gedacht, unsere Liebe würde mit einem Kind wachsen, aber selbst das hat nichts genutzt.
beide lachen

Wenn Leute im ersten Leben aus ihrem zweiten Leben erzählen, klingt das für Außenstehende bizarr.

Wenn in dem Blog Avatars der Zeitung Liberation Menschen von ihrem anderen Leben in Second Life und den Sims online sprechen, dann entsteht die schönste Reportage über Online-Welten, die ich kenne.

demo or die

von chris · 15. April 07 ·

fr-041: debrisWir haben Computer geliebt, leidenschaftlich gerne mit ihnen gespielt und an ihnen herumgeschraubt. Wir hatten die c't abonniert, obwohl wir nicht die Hälfte ihres Inhaltes verstanden haben, haben versucht, mit Turbo Pascal oder Ähnlichem selbst kleine Programme zu schreiben. Begeistert nicht nur von Computerspielen, sondern vor allem auch von der Technik dahinter. Ende 2000 saßen wir deshalb staunend, mit offenen Mündern vor unseren Monitoren.

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300

von ben · 5. April 07 ·

300Heute läuft 300 in den deutschen Kinos an. Eigentlich machen wir das hier ja nicht – Kinofilme besprechen. Aber 300 ist anders. Es gibt viele gute Gründe, 300 nicht zu mögen, die meisten davon haben ix und Medienrauschen schon aufgezählt. Und sie haben eigentlich auch völlig recht.

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Erstleben

von mo · 25. Januar 07 ·
First Life

[via selectparks]

Ein Konzert, sie zu knechten

von chris · 5. Januar 07 ·

Lord of the RingsÜber zwölf Stunden Musik hat Howard Shore insgesamt für Peter Jacksons Verfilmung des Herrn der Ringe geschrieben, das eine oder andere Stück davon hat es auch in die zahlreichen im Tolkien-Universum angesiedelten Computerspiele geschafft, die in den letzten Jahren erschienen sind. Schon während der Komposition des Soundtracks hat Shore daran gearbeitet, seine musikalische Vision von Mittelerde auch in symphonische Formen zu gießen: Heraus kam die etwa zweieinhalbstündige »Lord of the Rings Symphony«, die das Gewandhausorchester zu Leipzig am kommenden Wochenende in der Leipziger Arena aufführen wird, unter der Leitung von John Mauceri.

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Computer Gaming World

von mo · 3. November 06 ·

Computer Gaming World1981 hat Russell Sipe eine verrückte Idee: einfach mal ein Magazin gründen, dass sich ausschließlich mit Computerspielen befasst, es »Computer Gaming World« nennen und Entwickler wie Chris Crawford oder Dani Bunten zu Wort kommen lassen, um sich später als Erfinder des ersten Magazins über Computerspiele überhaupt feiern zu lassen.

2006 hat irgend jemand noch eine verrückte Idee: einfach mal die ersten 100 Ausgaben (1981-1992) dieses Magazins als hochwertige PDFs kostenfrei zur Verfügung stellen. Zeitgeistbezüge, Anzeigenseiten, zu Klassikern gewordene Spiele inklusive. (Ob derjenige sich später als Held der historischen Spiele- und Presseforschung feiern lässt, wissen wir noch nicht, vermuten aber: ja.)

[via und via]

Jeremy Soule gewinnt MTV Video Music Award

von chris · 1. September 06 ·

MTV Video Music AwardZum ersten Mal in seiner Geschichte wurde der MTV Video Music Award gestern nacht in der Kategorie »Best Video Game Score« vergeben. Gewonnen hat ihn Jeremy Soule, für seinen Soundtrack zu Oblivion. Dazu kann man ihm nur gratulieren.

Nach der ausführlichen Beglückwünschung sollte man sich dann fragen, warum unter allen Nominierten offenbar das am häufigsten verkaufte Spiel und der Komponist mit der größten Fanbasis gewonnen haben, aber nicht unbedingt der beste Soundtrack. In unserem Review zu Oblivion habe ich damals schon geschrieben, dass ich die Musik uninspiriert und insgesamt bestenfalls mittelmäßig finde, der Meinung bin ich immer noch. Soule selbst hat zu anderen Spielen schon um Welten besseres geschrieben. Um Welten besseres geschrieben hat auch der ebenfalls nominierte Leon Willett, Komponist des Dreamfall-Soundtracks. Nur kennt ihn halt (noch) keiner.

Vielleicht sollte man sich, anstatt sich über die unglückliche Wahl zu ärgern, lieber darüber freuen, dass es endlich einen Award für Videospielmusik gibt. Fällt mir aber schwer, wenn ich sehe, wie weit unten selbst MTV auf ihrer VMA-Seite die Kategorie »Best Video Game Score« einordnet. Ganz weit unten. Noch unter dem »Klingelton des Jahres«.

Dreamfall, die GC und MTV

von chris · 9. August 06 ·

DreamfallDie schlechte Nachricht zuerst: Der Soundtrack von Dreamfall stammt nicht wie der des Vorgängers von Bjørn Arve Lagim. Die gute Nachricht ist, dass Leon Willett und Morten Sørlie mit der Musik im The Longest Journey-Nachfolger trotzdem Erstaunliches geleistet haben, einen Soundtrack der durchweg, besonders aber im letzten Drittel des Spiels signifikant zum Spielerlebnis beiträgt. Trotzdem bin ich ein wenig sauer, weil die Beiden mich hereingelegt haben.

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6 Milliarden Gegner

von ben · 31. März 06 ·

PSP-WerbungSony bewirbt seine Produkte meistens mit sehr ansprechender und stilsicherer Werbung. Meistens. Eine mehrseitige PSP-Printwerbung in Spielemagazinen wirbt derzeit mit dem Spruch »6 Milliarden Gegner sind nur einen Knopfdruck weit entfernt«. 6 Milliarden, also die gesamte Menschheit. Außer »eurer PSP« benötige jedes Mitglied dieser Menschheit nur noch einen »Access Point ins Internet«. Na, wenn’s weiter nichts ist…

PSP-WerbungEntschuldigung bitte, aber das finde ich ausgesprochen verächtlich. Im Jahr 2001 hatten 2,7 Milliarden meiner potentiellen Mitspieler (Verzeihung: »Gegner«) weniger als 2 Euro pro Tag zur Verfügung und mit Sicherheit ganz andere Sorgen als Handheld-Duelle. Mit 11 Millionen meiner potentiellen Gegner werde ich erst gar nicht spielen können, weil sie vor der Vollendung ihres fünften Lebensjahres sterben werden. Nur einen Knopfdruck entfernt.

Wollte ich nur mal gesagt haben.

Helden der Phantasie

von mo · 16. Januar 06 ·

Wir sind ja hier des öfteren lehrerlastig. Weil es sonst kaum jemand macht, müssen wir uns eben der Randgruppen unserer Zivilisation (Lehrer, Schüler, Studenten, das ganze Pack eben) annehmen. Wir sind hier auch des öfteren musiklastig. Das ergibt sich so mit drei mehr oder weniger ernsthaften Musikern im Team. Und wenn wir jetzt beides miteinander kreuzen wie Gregor Mendel einst Erbsenarten, was kommt dabei heraus? Musikunterricht! Die Neue Elbland Philharmonie bietet Ende Januar orchestralen Unterricht unter anderem mit Musik aus Videospielen an. Und das finde ich ziemlich schlau.

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Computerspiele. Videospiele. Spielkultur. Oberfläche.

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