Video Games Live

von chris · 21. August 08 ·

Video Games LiveAls wir bei lauwarmem Bier aus Plastikbechern in der Konzertpause der gestrigen Aufführung von Video Games Live das bisher Gehörte Revue passieren ließen, gingen die Meinungen weit auseinander. Andreas, dem die bisherigen Eröffnungskonzerte im Gewandhaus immer etwas zu dröge waren, hatte an dem seiner Meinung nach zielgruppengerechteren VGL weit mehr Spaß. Robert wunderte sich über den blechernen Sound, Mo nahm verblüfft zur Kenntnis, dass das Publikum die gar nicht persönlich anwesenden, sondern nur per Video eingeblendeten Komponisten beklatschte und selbst den Werbebotschaften eines bekannten Mäusezüchters enthusiastischen Beifall spendete und ich, tja, ich wußte eigentlich überhaupt nicht, was ich von der Veranstaltung halten sollte. Wußte ich auch anderthalb Stunden später noch nicht, als wir uns nach einem langen Konzertabend ins Leipziger Nachtleben stürzten. Video Games Live war anders, als ich erwartet hatte. Nicht unbedingt besser, aber anders.

Die spaßigsten Momente des Abends waren nämlich ausgerechnet jene, von denen ich mir im Vorfeld am wenigsten versprochen hatte: die Augenblicke mit Zuschauerinteraktion. Jemand spielt, vom Orchester begleitet, Space Invaders, indem er selbst als das Raumschiff über die Bühne hetzt. Die Schöne und das Biest spielen Frogger gegeneinander. Ein Guitar Hero-Wettbewerbsgewinner versucht, einen mittelmäßigen Aerosmith-Song auf der Plastikgitarre nachzuspielen, während Orchester und Tommy Tallarico an der echten E-Gitarre sich alle Mühe geben, ihn aus dem Konzept zu bringen. Überhaupt muss man Tallaricos Fähigkeiten als Entertainer Respekt zollen. Er führte auf eine lockere und spritzige Art durch das Konzert, die man sich von den diversen Moderatoren der Eröffnungskonzerte der letzten Jahre im Gewandhaus sehnlichst gewünscht hätte.

Die Zeit in der Arena vor Konzertbeginn und nach dem Ende der Veranstaltung nutzte ich übrigens für mein eigenes »Spiel mit Zuschauerinteraktion«: Ich versuchte, jemanden zu finden, der tatsächlich die fälligen fünfzig Euro für eine Karte der höchsten Preiskategorie ausgegeben hat. Solche Leute muss es zweifellos gegeben haben, aber ich scheiterte dennoch. Die Typen neben mir waren Pressevertreter, die netten Mädels eine Reihe hinter uns hatten ihre Karten aus einem Preisausschreiben und Mo und ich erstanden unsere A-Kategorie-Tickets eine halbe Stunde vor Konzertbeginn für fünfzehn Euro von einem weiteren Gewinnspielopfer, das es irgendwie geschafft hatte, sechs Karten für lau zu ergattern, obwohl es nur zwei davon brauchte. Trotz der zahlreichen verlosten Tickets und der großen Werbekampagne blieb die Arena insgesamt erschreckend leer. Über dem noch gut gefüllten Parkett lagen weitgehend verwaiste Ränge, und das obwohl man zur Verkleinerung des zu beschallenden Raumes die Bühne schon weit in den Saal hinein verlegt hatte.

Doch kommen wir zur überwiegend gut ausgewählten Musik. Die Arrangements von Metal Gear Solid, Zelda, Civilization IV, Super Mario, Final Fantasy VII und Castlevania sind vielleicht nicht neu, funktionieren aber immer wieder. Ausgerechnet das angestrebte Highlight, die Weltpremiere eines Crysis-Medleys, konnte aber nicht überzeugen. Auf dem Papier liest sich die Idee, zum Auftakt einer deutschen Spielemesse Musik aus dem »award-winning game« eines deutschen Vorzeigeentwicklers zu spielen, noch ganz gut, vor allem wenn man den Auftritt geschickt mit Werbung für das demnächst erscheinende AddOn verknüpfen kann. Vielleicht entscheidet man sich, wenn es denn schon Aktuelles aus deutschen Landen sein muss, das nächste Mal aber doch lieber für Musik aus der Anno-Reihe, aus Drakensang oder Ähnliches, denn das gespielte Crysis-Medley war leider völlig generischer Mist, der aus jedem x-beliebigen Shooter hätte stammen können und von dem nichts, aber auch gar nichts hängen blieb. Das später gespielte Halo-Medley ist da schon auf einem völlig anderen Level und zeigt, wie Egoshooter-Soundtracks eben auch klingen können. Schade für die mitsamt Transparenten angereiste Fraktion der Crytek-Mitarbeiter, die stellvertretend für den Gesamtbetrieb einen Programmierer, einen Sounddesigner und einen »Event Manager« auf die Bühne schickten. Nur Komponist Inon Zur war nirgendwo zu sehen, nicht einmal per Videobotschaft.

Generell und über alle Arrangements hinweg zu wünschen übrig ließ die Klangqualität, was schade ist, denn das Orchester der Neuen Philharmonie Frankfurt lieferte eine passable Leistung ab und auch der Chor konnte, von einigen Einbrüchen in Warcraft einmal abgesehen, überzeugen. Nur leider waren beide viel zu klein besetzt, Chor und Orchester würde ich zusammen auf höchstens sechzig Personen schätzen. Aus einer solchen geradezu kammermusikalischen Ausgangsposition heraus den Klang eines großen Sinfonieorchesters in einer Halle wie der Arena simulieren zu wollen, ist aussichtslos. Auch die Tonregie kann halt nur verstärken, was schon da ist, und arbeitete den ganzen Abend über hart an der Grenze zu häßlichen Rückkopplungseffekten. Geholfen hätte eventuell noch, wenn in der Tonregie tatsächlich jemand gewußt hätte, wann und wo in welchem Arrangement welche Stimmen und Instrumentengruppen wichtig und welche unwichtig sind. Allzu oft gingen Melodien in einem Meer aus Nebenstimmen und Schlagzeug unter. Statt des satten Klanges eines großen Sinfonieorchesters dominierte blechern-dumpfer Lautsprechersound. Weh tut das gerade bei Soundtracks wie Warcraft oder Castlevania, die einem aus dem Gewandhaus noch gut in Erinnerung sind. Gut in Erinnerung ist mir aus dem letzten Jahr auch Takenobu Mitsuyoshi am Flügel, vom diesjährig auf dem E-Piano klimpernden Martin Leung allzu begeistert zu sein, fiel mir deshalb schwer. Der spielte seine Soli zwar frei von musikalischem Ausdruckswillen, aber ebenso wie seine Tetris-Einspielung auf der VGL Volume One-CD (man achte mal auf die Basslinien) nicht frei von falschen Tönen herunter.

Trotz der musikalischen Defizite ist Video Games Live mit seinen Schauspielern, Scheinwerfern und Nebelmaschinen, seinen interaktiven Elementen und der in vielen Fällen gut genutzten Videoleinwand insgesamt aber durchaus ein kurzweiliges Spektakel, ein Gesamtkunstwerk, an dem man wie am durchschnittlichen Hollywood-Blockbuster seinen Spaß haben kann, solange man die eigenen Ansprüche nicht allzu hoch schraubt und sich damit abfindet, dass die ganze Action schlussendlich ziemlich belanglos ist. Wie zu Beginn des Jahres schon geschrieben, ist es allerdings kein Ersatz für die bisherigen sinfonischen Spielemusikkonzerte, dafür ist die Ausrichtung der beiden Veranstaltungen einfach zu verschieden. Video Games Live geht im nächsten Jahr auf Deutschland-Tour und dürfte damit an genügend Terminen hierzulande zu erleben sein. Für die Eröffnung der nächstjährigen Kölner Videospielmesse hoffe ich allerdings auf ein klassisches Spielemusikkonzert auf hohem musikalischen Niveau im feierlichen Rahmen, wie ihn beispielsweise die Kölner Philharmonie böte.

Merian meint:
Danke für den Bericht.
Klingt so als sei es eher nichts für mich. Freu ich mich also auf das Konzert morgen in Köln, ich vermute das trifft eher meinen Geschmack.
· 22. August 08 · 12:04
Stefan meint:
Eine Arena, deren Leere angesichts des vorangegangenen Hypes verblüfft. Besucher, die zu sehr damit beschäftigt sind, das Leinwandgeschehen zu kommentieren und sich die Seele aus dem Leib zu schreien, anstatt die orchestralen Klänge wahrzunehmen.

Bekannte Arrangements, die auf vergangenen Veranstaltungen schon fast totgespielt worden sind und einem beinahe zum Hals heraushängen. Tönend aus Lautsprechern.

Ein Pianist, der sich die Augen verbindet und sich in seiner Geschwindigkeit überschlägt, anstatt sein Stück von vorne bis hinten fehlerfrei und gewissenhaft durchzuspielen.

Video Games Live - "It can't get much better than this!"
· 24. August 08 · 00:30
chris [d-frag.de] meint:
Ich bin sooo neidisch auf die Leute, die sich stattdessen gestern das Hülsbeck-Konzert anhören konnten. Schon die Radioübertragung war klasse.
· 24. August 08 · 09:34
Stefan meint:
Die schlimme Nachricht:

Tallarico will mit Video Games Live auch zur GAMESCom nach Köln, um dort Geld zu verdienen.
Wenn man dann liest, dass sich beide Parteien - ungeachtet des kommerziellen und organisatorischen Versagens des Mittwoch-Konzertes - schon geeinigt hätten, so kommt das schon dem legendären Auftritt Schröders bei der Elefantenrunde gleich.

Die Kooperation zwischen Winfried Fechner und Thomas Böcker könnte die Grundlage für ein neues GAMESCom-Eröffnungskonzert im traditionellen Stil sein. Und das will ich mir von Tallarico nicht kaputt machen lassen.
· 24. August 08 · 12:54
chris [d-frag.de] meint:
Laut Untertitel fand das Gespräch aber VOR dem Konzert in Leipzig statt. Mal sehen, was dann im vollständigen Interview steht, von dem ist da ja noch nichts zu sehen.

Durchwachsene Kritik zum VGL-Konzert bei welt.de
· 24. August 08 · 14:52
Stefan meint:
Ja, das mit dem Zeitpunkt des Interviews ist mir aufgefallen. Dennoch wusste Tallarico ja bereits schon vorher, wie viele Tickets verkauft wurden. Umso mehr verwundert die Deutschland-Tour 2009. Evtl. ist Köln ja auch nur eine Station davon, die eben auf den Zeitraum der GAMESCom gelegt wurde.

Bisher sind die Kritiken tatsächlich eher mittelmäßig: Auch DemoNews konnte Video Games Live nicht vom Hocker reißen. Gute Rezensionen gab es meines Wissens nach bisher nur von offizieller Seite und von der Presse, die eben darüber berichten musste, weil sie Content braucht.

Und bei Gamingforce hatte Mr. Tallarico auch ein paar Zeilen zu verlieren, nachdem seine Konzertserie (zurecht, obwohl zugegebenermaßen wirklich heftig) angegriffen wurde...
· 24. August 08 · 18:49
Robert meint:
"Für die Eröffnung der nächstjährigen Kölner Videospielmesse hoffe ich allerdings auf ein klassisches Spielemusikkonzert auf hohem musikalischen Niveau im feierlichen Rahmen, wie ihn beispielsweise die Kölner Philharmonie böte. "

Nach gestern Abend - Symphonic Shades - gehe ich eher von dem WDR Rundfunkorchester aus. Diese sind sehr qualifiziert, haben in der Hinsicht schon einiges an Erfahrung (CD Aufnahmen für VGM, etc.) und der Saal ist zwar "klein" aber schön.
Das Konzert war grandios gestern Abend.

Hier noch etwas für die VGL CD.
· 24. August 08 · 21:05
Jens meint:
Das wird lustig:

wdr.de.

"Fechner: Der Trend ist da. Wir werden im kommenden Jahr während der Games.com in Köln ein großes Konzert in der Philharmonie geben. Die Leute gehen lieber zu einem Computerspielmusik-Konzert, denn zu Stockhausen. Ich kann nicht prognostizieren, was in 20 Jahren sein wird, vermute aber, dass man Computerspielmusik viel reichhaltiger, interessanter und experimentierfreudiger ausnutzt. Es kann zunehmend zu einer ganz eigenen Gattung werden."
· 24. August 08 · 23:15
Stefan meint:
Dann wollen wir mal zusammenfassen: Ein wohl traditionelles Böcker-Konzert in der Kölner Philharmonie (la petit mort, sollte sich das bewahrheiten). Parallel dazu ein Video Games Live-Konzert. Und noch dazu konkurriert die GAMESCom mit der GC - Games Convention.

Und ob das lustig wird.
· 25. August 08 · 00:21
chris [d-frag.de] meint:
Ja, in jeder Hinsicht. Das Gerangel um die Messen fast noch mehr als das um die Konzerte, denn im Gegensatz zu den Konzertreihen können die Messen wohl kaum koexistieren.

Danke für die Links. Gerade der Schlagabtausch bei GamingForce ist sehr lesenswert. Was mich hinsichtlich VGL wirklich mal interessieren würde, wären offizielle, glaubwürdige Verkaufszahlen. Tallarico redet andauernd von 4.000 Leuten, aber hey, ich war da, ich saß in der zweiten Hälfte der Veranstaltung oben im Rang, konnte von dort aus die Halle und die Sitzplätze gut überblicken und nie im Leben saßen da 4.000 Leute im Publikum.

@Robert: Für eine Veranstaltung während der Messe wäre der Bismarck-Saal zu klein, denke ich. War er ja diesmal eigentlich schon. Aber das Rundfunkorchester des MDR ist, soweit ich weiß, nicht fest im Sendesaal verschraubt, die könnten auch in der Philharmonie spielen. :)
· 25. August 08 · 00:48
mo [d-frag.de] meint:
Auf der Bühne wirkte Tommy Tallarico noch wie ein halbwüchsiger 16jähriger, aber auf Gamingforce wirkt er wie ein beleidigter 7jähriger.

Bei mir ist er unten durch.
· 25. August 08 · 13:18
Robert meint:
@ chris:

Ja das wäre doch eine prima Idee, die Philharmonie mit dem Rundfunkorchester. So passen mehr Leute rein, die Atmosphäre stimmt weiterhin, es spielt ein Orchester was schon VGM-Luft geschnuppert hat und das Ambiente bleibt weiterhin erhalten.

Was mich mal interessieren würde:
Hat Tommy Tallarico eigentlich schonmal bezug auf die Sachen mit den Rechtsstreit genommen (außer das Mr. X etwas dazu erwähnt mit der Wahrheit)? Ich habe jetzt auf die Schnelle nichts gefunden, außer das im Thread (und der PM Auszug ist schonmal sehr direkt und trifft sein Niveau genau). Wenn man sich seine Sponsoren ansieht, ist es schon offensichtlich, dass diese nicht 100%ig mit ihm zusammenarbeiten, sonst hätte er keine drittklassigen und gecapturten Logos der Firmen.
Der Streit dafür scheint ja schon ein bisschen vorbei zu sein, die CD ist ja mittlerweile draußen.

Mr. X trifft es da sehr genau.
· 25. August 08 · 13:57
Stefan meint:
Schön, dass Mr. X eine ehrliche Reaktion fernab von PR-Gebrabbel provozieren konnte. Besonders die PM, die von ihm öffentlich gepostet wurde, spricht Bände über Tallaricos Persönlichkeit:

Wie ein weiser Mann einst sagte: "Wenn du nichts Nettes über jemanden zu sagen hast, dann HALT VERDAMMT NOCHMAL DIE KLAPPE!"

Was übersetzt soviel heißt wie "jede Form von Kritik ist absolut unangebracht."

Allerdings hat es Mr. X in seiner Argumentation an harten Fakten gefehlt. Zwar schenke ich ihm mehr Glauben als dem Konzertorganisator, dennoch wären Bilder nötig, um seine geschätzten Besucherzahlen zu belegen. Und zwar inoffizielle Bilder, die nicht versuchen, z.B. einen Papst-Besuch als Jahrhundertevent mit hunderttausenden von Leuten zu kaschieren, indem man nur Ausschnitte des Platzes zeigt.
· 25. August 08 · 14:47
m.a. meint:
"Zwar schenke ich ihm mehr Glauben als dem Konzertorganisator" ... faszinierend. Nur im Internet ist es möglich, dass jemand einem anonymen Meckerer mehr Glauben schenkt als einer Person, die direkt mit der Sache über die geredet wird, zu tun hat.

"It was not called the net of a thousand lies without reason" [Vernor Vinge - A fire upon the deep]
· 25. August 08 · 15:29
chris [d-frag.de] meint:
Richtig. Gerade mit diesen "public sources"-Aussagen über mögliche Konzerte im nächsten Jahr wäre ich sehr vorsichtig. Über die Hälfte der Anschuldigungen regt sich Tallarico aber eigentlich nur auf, ohne zu widersprechen. Teilweise bestätigt er sie sogar. Ja, der Werbeaufwand war enorm. Ja, es gab einen riesigen Haufen an Freikarten.

Ein Foto, das die gesamte Halle während des Konzertes zeigt und auf dem sich klar erkennen ließe, dass da weit weniger als 4.000 Personen sitzen, kann ich dir auch nicht präsentieren. Ebensowenig ein Foto von den allerhöchstens 60 Mann, die auf der Bühne standen.

@Stefan: Herr X hat die PMs inzwischen komplett in den Thread reingestellt, versteckt hinter einem Spoiler-Tag. Sehr heftig, und zwar von beiden Seiten.
· 25. August 08 · 17:03
Stefan meint:
Nun ja, wir haben einen anonymen Meckerer, der von einer anderen Person, die direkt an der Quelle saß (oder besser stand), in seiner Annäherung der Besucherzahlen bekräftigt wird. Und Letzterer ist chris, dessen Schätzvermögen ich nicht anzweifeln möchte.

Obwohl das keinesfalls eine Bestätigung ist, so ist es dennoch Anlass dazu, den beiden Leuten - zumindest, was dieses Thema betrifft - mehr zu glauben als dem Organisator des Konzertes selbst, der quasi zu positiver Publicity (und sei es die der selbstgemachten Art) gezwungen ist.

Der PM-Verlauf auf Gamingforce liest sich wie die weinerlichen Streitigkeiten, die ich immer mit meiner Schwester hatte, als ich noch in die Grundschule ging. Lässt einen den Intellekt beider Personen in Frage stellen - nur, dass es sich eben eine davon leisten kann und die andere solchen Mist tunlichst vermeiden sollte, um auch weiterhin seinen guten Ruf in der Industrie zu behalten. Würde die Aktion auf NeoGAF gepostet werden (man erinnere an das Fiasko mit Dyack)...
· 25. August 08 · 19:15
Sebastian meint:
Also was Winfried Fechner auf wdr.de sagt, lässt hoffen. Hoffentlich gibts da bald was offizielles, dann könnte ich schon mal den Flug nach Köln buchen ;).
Nach dem Hülsbeck Konzert letzte Woche, welches übrigens extrem gut war :D, wär ein neues Konzert ja nur der nächste logische Schritt! Also lasst uns die Daumen drücken!!
Zu VGL kann ich nichts sagen, weil ich es nicht selbst gesehen hab, aber wenn ich mir die Reaktionen der Leute ansehen, dann bestätigt mich das in meiner Annahme, dass das nichts für mich ist...
· 26. August 08 · 12:06
Stefan meint:
Round 2... FIGHT!
· 26. August 08 · 21:07
chris [d-frag.de] meint:
"the second I entered these forums and continues to this day" ... Klingt ja mehr, als wäre das Runde 200 und nicht Runde 2.

Okay, VGL war nichts für mich und Tallaricos Hang zur Übertreibung finde ich ziemlich unsymphatisch. Die Pressemitteilung zum Erscheinen der VGL-CD wird mit "Recorded and Mixed at the World Famous Abbey Road Studios in London" untertitelt, dabei kann jeder im Booklet nachlesen, dass das Album zwar komplett in London gemixt sein mag, aber nur Teile der Choraufnahmen und nichts von den Orchesteraufnahmen in der Abbey Road entstand. Das Orchester wurde in Bratislava aufgenommen. Darum mogelt er sich auch in diesem Thread wieder geschickt herum. Mehrere Mitteilungen gab es, in denen von VGL-Seite erklärt wurde, die VGL-CD sei auf Platz 10 oder sogar 8 der Billboard-Charts. Ein Erfolg ist sie ganz sicher. Aber man darf ja wohl noch anmerken, dass hier keinesfalls von DEN Billboard-Charts die Rede ist, sondern lediglich von der vergleichsweise kleinen Unterkategorie "Classical Crossover". Ähnlich verhält es sich mit seiner Erklärung, er sei mit einem zweiseitigen Interview im aktuellen Guinness Buch der Rekorde. Ist er auch, aber nur in der "Gamers Edition" des Buches.

Ich mag das überhaupt nicht, diese Versuche, durch das Weglassen von Details Dinge größer erscheinen zu lassen, als sie sind. Dabei hat er das überhaupt nicht nötig, VGL ist ja nun durchaus keine kleine Randerscheinung.

Trotzdem kann ich verstehen, dass er sich über diesen Mr. X aufregt. Nichts ist nerviger, als seinen eigenen kleinen Forentroll zu haben.
· 27. August 08 · 10:31
Jens meint:
> Trotzdem kann ich verstehen, dass er sich über diesen Mr. X aufregt.
> Nichts ist nerviger, als seinen eigenen kleinen Forentroll zu haben.

Lustig ist, dass dieses Forum dafür bekannt ist, ein Raubkopierer-Tummelplatz zu sein (für Spielemusik). Bezeichnend, dass Tommy Tallarico gerade dort postet.
· 27. August 08 · 12:16
Stefan meint:
"Menschliche Bots", die Werbung für Video Games Live machen, indem sie sich als Fans ausgeben?

Aber nicht doch, Herr Tallarico!
· 27. August 08 · 22:07
jonas meint:
Ich hatte eine Karte der teuersten Kategorie gekauft und es hat sich für mich gelohnt. Mir hat das Konzert sehr gut gefallen und ich fand die "Show" wesentlich passender für ein Videospielekonzert als ein "feierlicher" Rahmen. Weshalb sich die teuerste Karte gelohnt hat? Weil wir den Sound des Orchesters direkt abbekommen haben und er dort vorne richtig gut war, während des Konzerts ist mir jedenfalls nichts störend aufgefallen.

Die Auswahl der Songs ist nunmal Geschmackssache, da kann man tagelang drüber streiten. Manche Spiele hat man halt nicht gespielt, aber da schau ich auch gerne über den Tellerrand hinaus. Klar hätte ich einen Arm dafür gegeben Shadow of the Colossus hören zu dürfen, aber auch so war bei der Mischung für jeden was dabei.

Ich würds mir wieder anhören.
· 6. September 08 · 14:59
Stefan meint:
Sicher gibt es auch Leute, denen das Show-Feuerwerk mit Bierausschank mehr zusagt.

Würde Tallarico nur nicht so viele Halb- und Unwahrheiten verbreiten, dann würde ich diesen Verkaufswahn vielleicht sogar tolerieren. Man kann einfach nicht behaupten, Videospiele als Kulturgut etablieren zu wollen, wenn man Events mit Gewinnspielen, Bierverkauf und immergleichen Arrangements vermarktet.

Alleine wie er seine Beziehung zu Böcker schildert: ein rücksichtsvolles Abdanken der Symphonischen Spielemusikkonzerte „zum Wohle aller, in beiderseitigem Einverständnis, es sei Thomas doch von Vornherein klar gewesen“. Wer ein paar Kommentare von Thomas Böcker über die Situation gelesen hat, wird bemerken, dass einer von beiden das Blaue vom Himmel lügt. Und wenn man Böckers Meinung zu Video Games Live liest, kommt es einem fast so vor, als würde Tallarico hier in die Rolle des Pinoccio schlüpfen.
· 6. September 08 · 19:00

Kommentare sind für diesen Beitrag geschlossen.

Computerspiele. Videospiele. Spielkultur. Oberfläche.

Inhalt

Design auswählen

Suchen

Blog abonnieren