Zum ersten Mal in seiner Geschichte wurde der MTV Video Music Award gestern nacht in der Kategorie »Best Video Game Score« vergeben. Gewonnen hat ihn Jeremy Soule, für seinen Soundtrack zu Oblivion. Dazu kann man ihm nur gratulieren.
Nach der ausführlichen Beglückwünschung sollte man sich dann fragen, warum unter allen Nominierten offenbar das am häufigsten verkaufte Spiel und der Komponist mit der größten Fanbasis gewonnen haben, aber nicht unbedingt der beste Soundtrack. In unserem Review zu Oblivion habe ich damals schon geschrieben, dass ich die Musik uninspiriert und insgesamt bestenfalls mittelmäßig finde, der Meinung bin ich immer noch. Soule selbst hat zu anderen Spielen schon um Welten besseres geschrieben. Um Welten besseres geschrieben hat auch der ebenfalls nominierte Leon Willett, Komponist des Dreamfall-Soundtracks. Nur kennt ihn halt (noch) keiner.
Vielleicht sollte man sich, anstatt sich über die unglückliche Wahl zu ärgern, lieber darüber freuen, dass es endlich einen Award für Videospielmusik gibt. Fällt mir aber schwer, wenn ich sehe, wie weit unten selbst MTV auf ihrer VMA-Seite die Kategorie »Best Video Game Score« einordnet. Ganz weit unten. Noch unter dem »Klingelton des Jahres«.
Kommentare sind für diesen Beitrag geschlossen.