Willkommen im 21. Jahrhundert

von mo · 16. Januar 08 ·

IVW-Auflagen
© DWDL. [Quelle]

Tom Schaffer meint:
bei dem trend wird es spanend zu sehen sein, ob die gamestar kurz vor dem keuchenden ende nochmal vor der CBS liegen wird ;)

(btw. nein, ich glaub gar nicht, dass printmagazine aussterben, es werden nur weniger)
· 16. Januar 08 · 17:00
Tom meint:
Hui, das sieht aber heftig aus - aber für unsereins natürlich zu erwarten.

Ansonsten kann ich meinem Namensvetter nur zustimmen, Print wird nicht aussterben, zumindest Print mit Tiefgang, Schwerpunkten und Kompetenz nicht - alles andere wird durch das Internet substituiert werden in den sog. "Zielgruppe".
· 16. Januar 08 · 17:45
mo [d-frag.de] meint:
Was ich nie verstehen werde: warum Verlage auch nur einen Euro für völlig schwachsinnige Projekte wie etwa Play Vanilla ausgeben. Und warum sie Schreiber einstellen, die an Langweiligkeit nicht mehr zu überbieten sind.
· 16. Januar 08 · 18:27
Chris meint:
GamePro hatte im vergangenen Jahr noch ein Minus von 30, GameStar von 20, Bravo Screenfun gar von 50 Prozent. Man rauscht nun nicht mehr komplett ungebremst in den Abgrund, das ist doch schon was.
· 16. Januar 08 · 18:39
eksirf meint:
Aus irgendwelchen Gründen muss ich grade an die PC Player denken...*seufz*
· 16. Januar 08 · 21:04
Ben meint:
Ich glaube einer der "Bremsklötze" sind die Vollversionen auf den Coverdiscs, denn so bequem für unter 5€ kommt man selten an ehemalige A bis AAA-Titel.

Andererseits glaube ich inzwischen kaum noch daran, dass Print wirklich überleben wird: Flächendeckender, drahtloser Breitband-Internetzugang ist nur noch eine Frage von Jahren und in Kombination mit Geräten in der Tradition des iPhones oder iPod Touch fällt mir nichts ein was ein gedrucktes Magazin, von den nostalgischen Werten mal abgesehen, dem entgegensetzen kann.
· 16. Januar 08 · 22:34
2shy meint:
Och, ich denke schon, dass das eine oder andere Mag überleben wird. Nichts geht über den Reiz eines gedruckten Blattes, welches du auf dem Weg zur Arbeit oder sonstwo lesen kannst. Und manchmal sind Printmagazine zwar nicht aktueller, aber dafür etwas bequemer. Trotzdem kein Ersatz für Blogs und richtig gute Online-Mags. Von den Vollversionen mal abgesehen.
· 16. Januar 08 · 22:48
Steffen meint:
Wo gibt es denn noch richtig gute Blogs und Online Mags? Die sterben doch auch gerade alle aus...
· 17. Januar 08 · 08:25
Marcel meint:
ich frage mich immer, was dieser reiz des gedruckten blattes überhaupt sein soll? dass ich die zeitschrift mit auf klo nehmen kann? was ein reiz.

zumal, 4-5 der obigen magazine kann man getrost als müll bezeichnen, den zumindest ich nicht vermissen würde.
· 17. Januar 08 · 08:39
Dirk meint:
Hm. Wenn ich an mein Abo denke... Ich werde es auch abbestellen. Ich lese es eigentlich gar nicht. Ich sehe mir die CD an um einen Eindruck von kommenden Spielen zu gewinnen. Und das war es. Aber das kann ich, vielleicht nicht so bequem und komprimiert, auch via Internet machen.

Ich werde den Abstieg der Mag´s beschleunigen!
· 17. Januar 08 · 09:31
Christian meint:
Irgendwie scheint zusätzlich die Qualität der Mainstream-Mags auch noch immer schlechter zu werden. Das erinnert irgendwie an das panische Verhalten der Musikindustrie, welche zuerst die Gourmetkost über Bord warfen, und dachten mit Fast Food überleben zu können.
Ich lasse immer noch jeden Monat mein Geld für die Maniac, GamePro und GEE am Kiosk. Das Geld für die GP könnte ich mir mittlerweile sparen, die Maniac lässt auch immer mehr nach. Einzig die GEE versteht es den Bereich aufzufangen, den mir das Internet nicht bieten kann. Anspruchsvolles Layout, interessante Themen und nette ‚Schreibe‘. Allerdings bekomme ich langsam das Gefühl, dass der Vorrat an guten Themen auch nicht unbegrenzt ist.
· 17. Januar 08 · 09:41
Merian meint:
Es geht doch nichts über GEE und EDGE. Allerdings bedienen die nur eine Nische und das wird sich wohl leider auch nicht ändern.
· 17. Januar 08 · 09:46
Commander Z meint:
Ach das Internet macht alles "kaputt". Besser gesagt: Sie bietet "mehr" als Printmagazine bieten können. Wobei ich überzeugt bin das anständige Texte nur ghedruckt gelesen werden können. Solange man nich taugliche E-Book-Reader hat, auf die man sich den Online-Inhalt ziehen und unterwegs oder sonst wo lesen kann.

Ich hätte nichts dagegen wenn nur noch einige wenige, aber qualitative Magazine übrigbleiben würden. Aber ob Qualität ein Kriterium für diesen (Massen-)Markt ist, bezweifle ich einfach mal so.
· 17. Januar 08 · 10:06
Ivor Bigbotty meint:
Printmagazine waren für mich eigentlich primär eine Hilfe beim Kaufentscheid und da hab ich eben mit der Zeit festgestellt, dass es mir mehr hilft wenn ich 20 Reviews von einfachen Gamern im Netz lese, als die Meinung von einem oder zwei Redakteuren, die komischer Weise immer weniger meinen Geschmack teilen je weiter unser Universum expandiert.
Sehr hilfreich z.B. bei gamefaqs je ein bis zwei Reviews aus dem Bewertungsraum Gut, Mittel und Schlecht lesen. Auf dem Weg weiß man, was den Nörglern nicht gefällt, was die "Fanbois" begeistert und natürlich die Ansicht der Goldenen Mitte. Daraus setzt sich für mich meist ein ziemlich treffendes Bild zusammen.

Printmagazine kaufe ich heute nur noch, wenn eine Vollversion dabei ist, die mich interessiert, außer die CBS, da ich negative Sympathie für Springer hege (ich meine nicht den Fachbuch Verlag).
· 17. Januar 08 · 10:58
Holzauge meint:
Mich würde IV.Quartal 2007 und IV. Quartal 1997 mehr interessieren. Oder wäre das zu heftig.
· 17. Januar 08 · 11:09
laZee meint:

ich frage mich immer, was dieser reiz des gedruckten blattes überhaupt sein soll? dass ich die zeitschrift mit auf klo nehmen kann? was ein reiz.


Genau dafür. Ich les für mein Leben gern Spieletests aufm Klo. Aber allgemein einfach zum Mitnehmen. In der Bahn beispielsweise.
· 17. Januar 08 · 11:24
Chris meint:
@Holzauge: Heftig nicht, nein. Die GameStar zum Beispiel hatte damals ne ganz ähnliche Auflage wie heute, ist aber 1997 auch gerade frisch aus dem Ei geschlüpft.

Auflagenstatistik GameStar
Auflagenstatistik PC-Games
· 17. Januar 08 · 12:44
JBird meint:
hm... ich oute mich hier mal als gamestarleser(seit 2000). Ich lese zwar auch sehr viele onlinetests und meine kaufentscheidung ist nicht nur von gamestar abhängig(obwohl ich teilweise sehr zufrieden bin mit der bewertung). Aber der wichtigste grund für mich, dass ich noch ein abo habe, ist noch immer die unterhaltung während des besuches auf dem stillen örtchen(ein notebook käme da für mich nicht in frage). :D
· 17. Januar 08 · 13:01
Pascal meint:
Kennt denn einer die Verkaufszahlen der GEE? Das ist ja eh schon mehr so ein Spartenmagazin, aber eines der wenigen (finde ich), die keine direkte Konkurrenz im Netz hat, bzw. die Netz und Print besser miteinander verknüpft als GameStar und co., die im Netz eigentlich nur Newsticker, Forum und "Premium Content" verkaufen.
· 17. Januar 08 · 13:05
Pascal meint:
Ha, bin gerade darauf gekommen, dass man dass doch gleich bei http://daten.ivw.eu nachschauen kann ...

Verkaufszahlen:
3/2007 24.943
2/2007 21.809
1/2007 20.088
4/2006 16.108
3/2006 24.510

Q4 ist wohl noch nicht errechnet.
· 17. Januar 08 · 13:11
2shy meint:
Der Reiz einer Zeitschrift zum Blätter? Wie gesagt: Hauptsächlich für unterwegs. Aufgrund meiner momentanen beruflichen Situation pendel ich wie bekloppt und bin daher auf Unterhaltung angewiesen. Klar, ich lese nicht jeden Tag irgendwelche Zeitschriften im Zug, aber an dem einen oder anderen tut das einfach gut.

Allerdings tendiere ich allgemein auch deutlich zu den Spartenmagazinen wie GEE oder EDGE. Bei den eher klassischen Exemplaren mit Punktkommastrich-Bewertungen gibt es genug Online-Mags, die das gleiche in Grün tun. GEE ist thematisch ziemlich unangetastet, wobei es vor der Blogsterbe-Welle tatsächlich zwar keinen Ersatz, aber gute Ergänzungen im deutschsprachigen Web gegeben hat. Und es ist vor allem eines der allerwenigsten Magazine, die nicht so tun, als sei das Videospiel irgendein abstraktes, rein technisches Konstrukt, dass man durch Wertungmechanismen jagen und beurteilen kann. Ich habe da viel eher das Gefühl, dass sie wie Kulturgut behandelt werden. Ich will den Teufel nicht an die Wand malen, aber: Bevor dem großen Publikum das klar, vielleicht überhaupt wichtiger wird als Punktkommastrich, sind Jahre vergangen und GEE vermutlich längst passè.

Gehen die Zahlen anderer Zeitschriften jenseits von Videospielen eigentlich auch zurück?
· 17. Januar 08 · 14:03
jooonas meint:
Ui, ich dachte immer die Gamestar wäre Martkführer.
Ich denke der Trend ist aber auch nicht aufzuhalten. Gerade durch die rasant wachsende Internetgeschwindigkeit, kann sich jeder in Minuten ein Video-Review anschauen oder ein paar Reviews (in Blogs) lesen und mittlerweile muss ich sagen, stehen die Gamestar Artikeln auch in nichts mehr nach.
Bis heute ist in der Gamestar übrigens keine Crysis- oder CoD4 Demo (Abo Ü18) erschienen. Und ich mag auch einfach nicht mehr Sachen lesen, die ich schon einen Monat vorher im Internet in Erfahrung gebracht habe.
· 17. Januar 08 · 14:18
mo [d-frag.de] meint:
Weitere IVW-Auflagen kann man hier nachschauen. Im letzten Quartal lag die verkaufte Auflage der GEE bei ca. 24000, Tendenz (leicht) steigend.

Was die Printbranche insgesamt so macht, steht dort. (Sehr erfreulich, dass die Auflage des Drecksblatts mit den 4 Buchstaben, dessen Name ich nicht erwähne, schon länger sinkt.)

Auch mal lesen: Roland Austinat zur Branche.
· 17. Januar 08 · 14:39
laZee meint:
Ich hab bisher hier noch gar keinen Kommentar zu gametrailers.com von irgendjemandem gehört. Oder ich lese die Comments nicht gut genug ;). Ich sehe gametrailers.com als ein ziemlich gutes Webangebot an, das zumindest bei mir schon den ein oder anderen Magazinkauf vereitelt hat. Die Videoreviews von denen sind meines Erachtens sehr ehrlich und eben durch die Videos gut nachvollziehbar. Plus: Die Bedienung der Seite ist vorbildlich, HD-Content etc..

Schwierig für ein Printmagazin da mitzuhalten fürchte ich. Zumal sie auch sowas wie Kolumnen bieten - natürlich in Videoform.

Was haltet ihr von deren Bewertungen?
· 17. Januar 08 · 15:07
Merian meint:
@2shy

Soweit ich weiß geht es anderen Blättern ähnlich. Habe erst neulich einen Artikel über das sterben von Frauenzeitschriften in der Süddeutschen gelesen.
· 17. Januar 08 · 16:28
2shy meint:
@laZee

Ich finde gametrailers ganz okay. Die Videoreviews sind relativ anschaulich und oftmals sogar sehr unterhaltsam. Fast schon interessanter finde ich Features wie die Bonus Round, wo Interviews geführt werden, und die Retroperspektiven.

Weniger schön finde ich, dass in den Videos oft nur die hektischsten Szenen hintereinandergeschnitten werden, so dass man sogar bei einem eher gemächlichen Rollenspiel wie Oblivion den Eindruck bekommt, man wäre Rambo im Mittelalter mit Schwert. Und durch das Kommentarkonzept fehlt die gewisse Geekness, die man bei den 1up-Shows bei den Gesprächen zwischen den Redakteuren beobachten kann.
· 17. Januar 08 · 17:26
Lance meint:
Also ich würde mir ja gerne noch Printmagazine kaufen, da ich täglich rund eine Stunde im Zug sitze. Aber wie schon etwas weiter oben geschrieben: die Qualität der Magazine lässt immer mehr nach. Selbst die GEE ist in letzter Zeit sehr unkritisch geworden - ich vermisse die deutsche Ausgabe der EDGE, die brutalst wertende Zeitschrift ever!
· 17. Januar 08 · 18:12
cosmo meint:
Ich hab auch einige Jahre lang Printmagazine gelesen (regelmäßig PC Games, ab und zu auch PC Action und Gamestar), aber zur Jahrtausendwende damit aufgehört.

Stichproben in den letzten Jahren haben mir gezeigt, dass ich verdammt häufig groben Bullshit in heutigen Artikeln erkennen kann und mir der ganze Stil missfällt.
Der Gedanke, wie schlecht ich dann erst informiert werden würde bei Themen, mit denen ich mich nicht vorher schon auskenne, schreckt mich da schwer ab.

Nun ist es nicht so, dass das im Internet irgendwie besser aussähe.
Aber da kann ich mir die Inhalte, die ich konsumieren will, selbst aussuchen und sammel dabei auch nicht ganz nebenher kiloweise Altpapier an...
· 21. Januar 08 · 23:11
Jonas meint:
Naja, das liegt auch mit dran, dass Spiele so furchtbar repetitiv und wenig innovativ geworden sind. Ich spiel gerade ein paar Sachen aus den Amiga Classix 2... da macht einiges noch nach 18 Jahren mehr Spass als manches neue Spiel heute. Das hatte einfach Flair und Atmosphäre :)
· 24. Januar 08 · 22:34
Aulbath meint:
Ich lese eigentlich nur noch die Retrogamer (UK) - nettes Layout, tolle Beiträge und hin und wieder nette Dreingaben. Den ganzen deutschen Kram kann man doch in die Tonne kloppen, biedere Layouts, öder Schreibstil und auch nichts zu sagen... von Kompetenz wollen wir ja gar nicht reden (hasst die Gamestar eigentlich immernoch Konsolenspieleports, und gibt Abzug wenn es keine Quicksave-Möglichkeit gibt?).
· 26. Januar 08 · 23:12
Lasse meint:
Die Gamestar finde ich immer noch am besten. Sie ist auch immer schön dick und 4-eckig. Die Berichte über die Spiele sind von höchster Qualität.
· 15. März 08 · 20:14
Alex meint:
Ich habe mir Printmags (meistens die GS) ohnehin nur sporadisch gekauft - immer dann, wenn im Job Leerlauf angesagt war und kein Netz zur Verfügung stand. Seit dem Bioshock-"Test" in der Gamestar 10/2007 habe ich damit jedoch aufgehört.

Gerade in diesem Artikel (und der albernen Wertungskonferenz auf der DVD) wird deutlich, wie mächtig die wirtschaftlichen Interessen der Magazine sind; und wie sehr in den letzten Jahren die objektive Berichterstattung in den Hintergrund getreten ist. Man lese nur mal das GS-Review zu "Gears Of War" im Vergleich...

Selbst ohne eines der beiden Spiele gezockt zu haben, sollte nach ein wenig Recherche im Netz jedem kritischen Leser klar werden, wo die GS die Prioritäten setzt... kann ich (ein Stück weit) sogar verstehen, denn schließlich geht es um jede Menge Geld, Werbung & Arbeitsplätze.

Solange ich als zahlender Konsument aber die Auswahl zwischen gedrucktem Spiele-Lobbyismus und freiwilligen Meinungen im Internet habe, fällt mir die Wahl der Informationsquelle in Zukunft sehr leicht. Ein fairer Durchschnitt aus acht bis zehn subjektiven User-Reviews ist aus meiner Sicht ehrlicher (und um einiges hilfreicher!) als manipulierte Printmag-Reports.

Das gesparte Geld für die Zeitschriften wiegt mind. einen zusätzlichen Vollpreistitel pro Jahr auf, und wenns im Job mal wieder ruhiger zugeht, lese ich in Zukunft ein gutes Buch.
· 18. März 08 · 22:44
meint:
Ich habe mein PC Games-Abo jetzt auslaufen lassen, da ich die Zeitschrift kaum noch gelesen habe - auch Vollversionen auf dem Cover waren da kein Anreiz mehr.

Ich werde wohl nie mehr einen Blick in Spiele-Printmedien werfen. Ganz einfach deshalb, weil es zu jedem Spiel oder Genre auf X Portalen oder Fanseiten gut recherchierte Informationen gibt, und die Publisher diesen Informationsweg mittlerweile mindestens genauso intensiv und professionell mit Exklusivmaterial versorgen.

Außerdem werden Informationen schneller verbreitet, Screenshots, Videos, Produktionspodcasts und wasweißich sind sofort beim eventuellen künftigen Kunden. Dazu sind Fanseiten generell eher unabhängig von äußeren Einflüssen und Portale kritikfreudiger als ein Magazin, das Ärger bekommt, wenn es nicht jedes Spiel als nächsten Superhit bewirbt.

Viele Spielezeitschriften scheinen sowieso nur noch Marketinginstrumente der Publisher zu sein - ich warte gespannt darauf, daß die Computer BILD Spiele den ersten "Volks-Shooter" anpreist.
· 25. März 08 · 05:46

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