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d-frag.de :: Don't be evil

Don't be evil

von chris · 15. Mai 07 ·

GoogleVieles bietet Google dem Internetnutzer, von Diensten wie Google Mail und Google Calendar, über Google Earth und Google Video bis hin zur althergebrachten Suchmaschine. Und vergleichsweise wenig verlangt der Konzern dafür, stehen die meisten Anwendungen doch kostenlos zu Verfügung. Man bezahlt nicht in Euro und Cent, man überlässt seine Daten. Von denen sammelt der Gigant, der nicht böse sein will, so viel er in die Finger bekommen kann. An welchem Punkt wird dabei aus »viel« »zu viel«?

Google selbst sah offenbar nicht einmal ein Problem bei der angestrebten Übernahme von DoubleClick im April diesen Jahres. Die Nummer Eins im Markt der Online-Werbung schluckt die Nummer Zwei, die noch dazu seit längerem bei Datenschützern einen miserablen Ruf genießt. Über Cookies verfolgt DoubleClick Bewegungen von Nutzern auch über mehrere Webseiten hinweg und legt anhand dieser Daten Benutzerprofile an. Da beide Unternehmen gemeinsam rund achzig Prozent des Werbemarktes im Internet beherrschen würden, kann sich jeder selbst ausrechnen, welches Monster bei der Zusammenführung beider Datenbanken herauskäme und wie akkurat sich unser aller Bewegungen durchs Netz zukünftig überwachen ließen.

Die Bedenken der Datenschützer hofft Google schlicht mit dem Hinweis auf eine hauseigene Datenschutz-Richtlinie zu zerstreuen, nach der zur Identifizierung geeignete Details nach 18 Monaten aus den Datensätzen gelöscht werden sollen. Dagegen wirkt selbst die in der EU geplante Vorratsdatenspeicherung noch harmlos.

Online spielen

Ein in den USA und Europa eingereichtes Patent ist für uns Spieler sogar noch interessanter. Google beschreibt hier eine Technik, um das Online-Verhalten von Spielern ohne deren Wissen zu erfassen. Spiele wie Second Life oder World of Warcraft würden sich besonders eignen, aus dem Spielverhalten auf Persönlichkeitseigenschaften zu schließen, aber generell könnten bei jeder Konsole mit Internetzugang die angelegten Speicherstände zur Analyse herangezogen werden: »Such saved information may be thought of state information, and offers a valuable source of information to the advertisers.«

Dialoge zwischen Spielern, aber auch generell das Spielerverhalten sollen analysiert werden, um Spieler zu charakterisieren und gezielt mit Werbung zu beliefern. Das Patent spricht davon, beispielsweise bei Spielern, die vor allem die Welt erkunden, Urlaubswerbung einzublenden, bei Spielern, die häufig mit anderen Spielern chatten, dagegen Handy-Werbung anzuzeigen. Wenn du zwei Stunden am Stück spielst, bekommst du die Werbung eines Pizzabringdienstes angezeigt, wenn du in einem Rennspiel einen Honda Civic zu Schrott fährst, teilt dir eine Stimme aus dem Off mit, dass dir das mit einem Hummer nicht passiert wäre.

Wie Blizzard, derzeit auf einem Kreuzzug gegen Gold-Werbung im Spiel, die Erwähnung von World of Warcraft in diesem Zusammenhang aufnimmt, würde mich sehr interessieren.

So viel Heimlichkeit

Vor allem soll das alles passieren, ohne dass wir Benutzer allzu viel davon erfahren. Google möchte Daten über uns sammeln, um diese Daten mittels Online-Werbeschaltungen zu Geld zu machen. Möglichkeiten für uns, selbst einzusehen, was Google über uns weiß, sind offenbar weder für den DoubleClick-Deal noch für die ingame-Werbung geplant. Informationelle Selbstbestimmung sieht anders aus. Da hilft es wenig, dass Google beteuert, dies sei nur eins von vielen eingereichten Patenten und die baldige Anwendung der Technik nicht geplant.

»Don't be evil«? Die Zeiten sind vorbei.


Kreon meint:
Ja, das was Google da anfängt zu machen hat nen wirklich extremes Ausmaß, wobei es bei einem Konzern erstmal "besser" aufgehoben ist weil man erstmal nur Werbung zu befürchten hab, anders als bei einer Regierung die vielleicht noch andere Ziele hat, aber wenn die Firmen die Daten dann Regierungen freigeben ist natürlich die Gefahr extrem. Mit ein Grund warum ich den Internet Cashe und Tempfiles leere wenn ich aus dem Netz gehe und Firefox gesagt habe er soll Cookies nach beenden von Firefox löschen, damit die IP Adresse mit den gesammelten Daten möglichst isoliert dastehen und niemand meine Passwörter snifft.
Aber um nochmal auf die Spiele einzugehen, hätte man gedacht das Arsenal Gear aus Metal Gear Solid 2 so nahe geworden ist?
· 16. Mai 07 · 00:26
imYemeth meint:
Nunja, das ist dann ja der zweite Punkt. Wenn ein Unternehmen wie Google die Daten hat, wer hat sie dann noch? Wie leicht ist es für Geheimdienste, Polizei und andere staatliche Organisationen an diese Daten zu gelangen? Wie man am Beispiel China sieht ist Google niemand der heroisch irgendwelche Freiheiten verteidigen würde...

Das blöde an Google ist leider: Ihre Software ist gut. Google, gmail, google earth, google maps, texte & tabellen, froogle etc. benutze ich gerne, auch wenn ich vermute dass Google mehr über mich weiss als ich selbst. Letzten Endes muss man wohl einfach selbst entscheiden ob es einem das Wert ist.
Wer WoW startet muss den AGBs zustimmen, und eines traurigen Tages vielleicht auch einer Google-Adsense-Analyse-Klausel, aber solange jeder entscheiden kann ob er das möchte, oder nicht, kann ich damit leben.

Ob Ingamewerbung überhaupt ein wirklicher Markt ist, der jenseits vom Hollywood-Productplacement reizvoll ist, wird sich zeigen, ich bin da skeptisch. Davon abgesehen überschätzt sich dieser ganze Werbemarkt doch maßlos:
- In all den Jahren Internet habe ich vielleicht absichtlich auf 2 Dutzend Werbeanzeigen geklickt, und nie Geld, persönliche Daten oder Adressen dort gelassen. Und seit es AdBlocker gibt... dürfte das auf Null gesunken sein.
- Werbung kann vielleicht mein Interesse auf etwas lenken, aber mir nicht die Kaufentscheidung abnehmen.
- Der Konsument ist nicht unmündig und wird sich abwenden wenn es ihm zu bunt wird, bestes Beispiel ist wie sich die Musiksender mit Sweetie und Co ihre Quoten ruiniert haben.
· 16. Mai 07 · 01:47
budcha meint:
"Wer WoW startet muss den AGBs zustimmen, und eines traurigen Tages vielleicht auch einer Google-Adsense-Analyse-Klausel, aber solange jeder entscheiden kann ob er das möchte, oder nicht, kann ich damit leben."

Soweit ich weis stehen diese AGB's nur nach der Installation zur Verfügung. Wennn ich mir jetzt WoW kaufe, die Schachtel öffne, in der Anleitung rumblättere bis es Installiert ist nur um dann bei den AGBs festzustellen das mir diese nicht passen, bekomm ich dann mein Geld noch wieder (von z.b. MediaMarkt)?

Und inwiefern bekomm ich die Zeit die ich zum Lesen solcher AGBs brauche (ich schätze an reinem Text sitz ich schon 3 Std. + "was meinen die damit?" zusätzliche 4 Monate) irgentwie ersetzt?

Ich selbst bin zwar "aufgeklärt" aber auch faul. Wer sich die Microsoft AGBs durchliest hat entweder dafür Geld verdient/oder es vor oder naja, ist ziemlich penibel (Desweiteren sind die wohl eh irgentwie übel diese Microsoft AGBs).

Topic:
Google ist groß geworden. Kenne keine große Firma die nicht "evil" ist. Gewinn im großem zu machen führt dazu das Ereignisse entstehen die für einzelne "nicht gut" sind. (Ist jetzt keine Attac-Anti-Global Meinung, mehr so ein "über den kam scheren"). Ich selbst nutze seit 6 jahren eigentlich nur google zum suchen. aber gmail, calendar, calc etc hab ich mir nur angeschaut. ich glaub der desktop ist im mom hier noch installiert, aber inaktiv *hoff ich*. wobei, picasa nutze ich noch. is schön fix. (vergessen: in den letzten 1,5 jahren hat sich wikipedia für sachbezogenes suchen gegenüber google durchgesetzt, 2/3 der artikel die ich suche sind eher bei wikipedia als bei google)
· 16. Mai 07 · 02:41
saxx meint:
Angenommen, Google verwendet die gesammelten Nutzerdaten tatsächlich für (noch besser) personalisierte Werbeeinblendungen. Ich seh da für mich eigentlich nur Vorteile:

- Ich krieg auf vielen Seiten nicht irgendwelche (aufdringliche DoubleClick) Werbung, sondern solche, die mich vielleicht sogar interessiert.
- Google kann seine (tollen) Dienste finanzieren und in Zukunft ausbauen und verbessern.

Blöd wirds natürlich, wenn mehr als Werbung aus den gesammelten Daten erwächst ... aber was will Google mit dem Wissen machen, dass ich nach einem Besuch auf Heise zum ORF und danach auf die Wikipedia gegangen bin? Es ist zwar nicht gerade angenehm zu wissen, dass Google soviel weiß, aber wirklich *schlimm* ist es auch nicht (wenn man nicht grad ein Konsument von Kinderpornos udg. ist)?
· 16. Mai 07 · 08:29
8jean meint:
· 16. Mai 07 · 08:57
chris [d-frag.de] meint:
Letzten Endes muss man wohl einfach selbst entscheiden ob es einem das Wert ist.

So lange man das selbst entscheiden kann, hab ich damit weniger ein Problem. Sowohl bei dem DoubleClick- als auch bei dem ingame-Werbungs-Beispiel ist das in meinen Augen aber nur sehr eingeschränkt der Fall.

Bei der Werbung im Web musst du schlicht erst einmal mitbekommen, was vor sich geht. Die meisten Leute werden schon an diesem Punkt scheitern, obwohl es, wenn man einmal darum weiß, durchaus möglich ist, im Firefox z.B. gezielt Cookies einer bestimmten Webseite zu blocken. Cookies generell auszuschalten, dürfte aber kaum eine brauchbare Alternative sein, dafür werden sie von zu vielen Webseiten inzwischen zu sinnvoll eingesetzt.

Bei EULAs ist das Problem, wie schon erwähnt, dass man sie erst nach dem Kauf zu Gesicht bekommt. Deswegen sind hier in Deutschland ja regelmäßig ganze Passagen solcher Nutzungsbestimmungen ungültig. Da man es trotzdem oft schwer hat, einmal gekaufte Software einfach wieder zurückzugeben, reicht für mich ein Hinweis in den EULAs dennoch nicht, um zu sagen: Ich habe die Wahl. Die Wahl habe ich beispielsweise bei Trackmania United. Da kann ich die ingame-Werbung mit einem Klick im Optionsmenü abschalten.

Bei der Gelegenheit noch ein Zitat aus einem weiteren heise-Artikel: »Eine Sprecherin erklärte gegenüber Wired, Google erwäge derzeit ein paar Ideen, um den Datenschutz für Nutzer zu verbessern, ohne dabei die den Anzeigenkunden zur Verfügung stehenden Informationen und Dienste zu beeinträchtigen.« Daran sieht man m.E. recht deutlich, wie Google inzwischen die Schwerpunkte setzt. Der Anzeigenkunde hat Vorrang. Strange, denn der überwältigende Erfolg von Google beruht ja darauf, dass das mal anders herum war.
· 16. Mai 07 · 08:59
imYemeth meint:
Bei der Werbung im Web musst du schlicht erst einmal mitbekommen, was vor sich geht. Die meisten Leute werden schon an diesem Punkt scheitern, obwohl es, wenn man einmal darum weiß, durchaus möglich ist, im Firefox z.B. gezielt Cookies einer bestimmten Webseite zu blocken.

Da hast Du natürlich völlig recht. Nur dagegen machen kann man wenig, zum einen weil die rechtliche Situation der Technik eh hinterherhinkt, zum anderen weil man sich international nie einigen könnte all diese mafiösen Werbegangster zu ächten.
Ich würde da anders rangehen. Das Internet ist ein Medium wie jedes andere, und man benötigt einfach ein gewisses Grundwissen, eine Grundkompetenz um damit umgehen zu können. Klar kann ich über die Werber jammern, aber ich kann es auch zum Thema im Unterricht machen wie Onlinewerbung funktioniert und wie man sich gegen sie wehrt. Schutz vor Viren, vor Phishing, System- und Datensicherheit muss zu einem gewissen Grade sicher auch rechtlich (siehe Dialer) und vor allem von der Software (huhu Internet Explorer und ActiveEvil) gewährleistet werden, aber als Nutzer ist man auch ein wenig selbst verantwortlich, und das wird so bleiben. Niemand zwingt mich Google zu verwenden oder WoW zu spielen, sich über beide im Vorfeld zu informieren ist nun auch nicht so schwer.

Auf die Barrikaden zu gehen kommt für mich erst dann in Frage, wenn solche Datensammelei wirklich "heimlich", sprich ohne dass ich die Chance habe mich dagegen zu wehren passiert, und das sehe ich derzeit, noch, nicht so.
· 16. Mai 07 · 11:18
mkraxx meint:
Na hallo, wieder einmal ein Augenöffner....bleibt die Frage nach den Alternativen, hab' mal die Demoversion von Yacy ausprobiert, findet aber gar nix, gibt's noch vergleichbare Suchmaschinen?

LG Markus
· 16. Mai 07 · 11:24
chris [d-frag.de] meint:
@mkraxx: Google verpasst dir, wenn du die Suchmaschine benutzt, per Cookie eine ID. Mit einer Gültigkeitsdauer von 30 (in Worten: dreißig!) Jahren. Wozu das geschieht, weiß keiner so genau, aber es wäre jedenfalls unnötig, um einfach nur deine Sucheinstellungen zu speichern. Man könnte diese ID aber super verwenden, um alle deine Suchanfragen einer Person zuzuordnen. (Womit ich nicht sagen will, dass Google das täte, aber möglich wäre es.)

Je nach Browser kannst du aber eingehende Cookies von bestimmten Webseiten blocken. Beispielsweise von google.de und google.com. Wenn du Werbe-Cookies generell aussperren willst, dann beispielsweise auch doubleclick.net, fastclick.net und fast alles, was mit ad... anfängt. :)

Das ist jedenfalls der Stand bei mir. Ich benutz von Google kaum mehr als die Suchmaschine. Und die darf keine Cookies anlegen.
· 16. Mai 07 · 13:03
Micha meint:
Und die britischen Tötungsroboter wurden die Tage einem IT-Großrechnerprojekt namens Skynet unterstellt.

Brave New World :)

@ImYemeth: Illusorisch. Die meisten Menschen besitzen nicht genug Grundkompetenz um den Fernseher einzuschalten, geschweige denn für das Internet. Auch "von sich" ausgehend ist ein Fehlurteil. Es macht einen Unterschied von Tag und Nacht ob ich jetzt mit dem Internet anfange oder ob ich damals zu BTX-Zeiten eingestiegen bin.

Jeder von uns der _mit_ dem Internet großgeworden ist, besitzt eine gewisse Kompetenz weil wir wissen wie es "früher" war und jede Änderung auch als das wahrgenommen haben - eine Änderung.

Wer jetzt das erste Mal ins Internet kommt, kriegt soviel vom PC erledigt, das er nie auf die Idee kommt, dass das vielleicht auch negative Folgen haben kann. Und wo soll er denn anfangen sich die Grundkompetenz zu holen? Das Thema ist monströs groß - man wird schlicht erschlagen.

Auch die Aussagen zur Online-Werbung - der Online-Werbemarkt expandiert seit Jahren in einem unglaublichen Tempo - nur weil du (und ich ^^) in ihrem Leben vielleicht erst auf 5 Anzeigen geklickt haben, hat das ja keine Aussagekraft über den Markt. Der expandiert, die Umsätze steigen in großen Sprüngen - offensichtlich sind wir die Ausnahme und nicht die Regel ;)

@Chris: Schöner Artikel :)
· 16. Mai 07 · 13:37
imYemeth meint:
*seufz* manchmal habe ich halt einen schwachen Tag und glaube an die Vernunft ;)

Wer jetzt das erste Mal ins Internet kommt, kriegt soviel vom PC erledigt, das er nie auf die Idee kommt, dass das vielleicht auch negative Folgen haben kann. Und wo soll er denn anfangen sich die Grundkompetenz zu holen? Das Thema ist monströs groß - man wird schlicht erschlagen.
Das ist aber genau das, was ich meine. Das Thema ist monströs groß, aber eben deshalb kommt man nicht umhin sich damit, zumindest teilweise, auseinanderzusetzen. Und genau so wie man lernt wie Zeitung oder Strassenverkher funktioniert muss man auch lernen wie das Netz funktioniert, wenn man nicht auf die Nase fallen will. Das geht autodidaktisch, wie das bei unser Generation größtenteils passiert ist, aber schon bei der nächsten gehört das in die Schule und Familien.
Genau wie man Kindern beibringt dass sie nicht zu Fremden ins Auto steigen sollen müssen sie lernen, ihre Adressen nicht vor wildfremden Leuten in Chats breitzutreten oder dass es Spam-Konsequenzen hat wenn man seine Emailadresse offen ins Netz stellt, dass Mails mit Anhängen skeptisch zu betrachten sind und und und.

kriegt soviel vom PC erledigt
Und da werfe ich z.B. Firmen wie MS vor dass sie dahingehend zu wenig tun, denn Sicherheit kann man auch automatisieren, sei es durch gescheite Voreinstellungen oder Filtersysteme. Wieso fragt mich der Browser beim ersten Start nicht danach, ob ich einen sicheren Modus mit mehr Fragedialogen (z.B. nach Keksen), oder einen unsicheren der automatisch alles akzeptiert benutzen möchte?

Erstrebenswert fände ich natürlich, wenn man die Firmen und jeden anderen dazu zwingen könnte ihre Karten auf den Tisch zu legen, dass Google und Adsonstewas mich warnen muss bevor sie meine Daten speichern. Mit der Impressumspflicht hat das ja, zumindest bei in Deutschland beheimateten Webseiten auch geklapt. Aber selbst hier bekomme ich einen Keks für delicidingens ohne dass ich das eigentlich möchte.

Auch die Aussagen zur Online-Werbung - der Online-Werbemarkt expandiert seit Jahren in einem unglaublichen Tempo - nur weil du (und ich ^^) in ihrem Leben vielleicht erst auf 5 Anzeigen geklickt haben, hat das ja keine Aussagekraft über den Markt. Der expandiert, die Umsätze steigen in großen Sprüngen - offensichtlich sind wir die Ausnahme und nicht die Regel ;)
Andererseits auch wieder interessant dass nicht einmal die größten deutschen Webseiten mit ihrer Werbefinanzierung schwarze Zahlen schreiben (es seid denn Spon hätte es letztes Jahr endlich mal geschafft)
· 16. Mai 07 · 15:09
PropheT meint:
Ich finds auch erstaunlich wie weit google doch in diverse Dienste reinreicht. Allein schon die Leute bei Blogger, die besonders persönliche Sachen schreiben, könnten das ganze auch in Mails direkt an google schicken.
Und 18 Monate sind verdammt lange.
· 16. Mai 07 · 15:39
imYemeth meint:
Naja, du kannst davon ausgehen dass alles was du unverschlüsselt durch das Netz schickst irgendwo von irgendeiner Software durchleuchtet wird.
· 16. Mai 07 · 16:25
chris [d-frag.de] meint:
Die Wahrheit liegt sicher irgendwo in der Mitte. Sicher sollte eine gewisse Kernkompetenz im Umgang mit dem Medium vorhanden sein. Ein Bewußtsein dafür, dass persönliche Daten einen gewissen Wert haben und man sie nicht jedem auf die Nase binden sollte. Nicht zuletzt ein Bewußtsein dafür, dass Daten im digitalen Universum, obwohl sie nicht direkt greifbar sind, trotzdem eine unerhört lange Lebensdauer haben können.

Andersherum finde ich es aber nicht ausreichend zu sagen, wenns einem nicht gefällt, könne man die Angebote ja meiden. Weil dieses Phänomen des schlampigen Umgangs mit persönlichen Daten im Netz an allen Ecken und Enden zu finden ist. Jeder drittklassige Webdienst will heute eine Anmeldung sehen. Zumindest mit E-Mail-Adresse, oft aber mit viel mehr persönlichen Daten, als für den Dienst an sich erforderlich wären. Bei wievielen dieser Dienste hat man eigentlich die Möglichkeit, seinen Account bei Nichtgefallen wieder zu löschen? Warum ist das dermaßen unüblich? Selbst als erfahrener Internetnutzer, der ab und zu mal neue Sachen ausprobiert, stehst du heute schnell mit einem unüberblickbaren Wust an Accounts und Passwörtern da.

Die Bürgerrechtsgruppen, die bei der FTC in den USA Beschwerde gegen Googles Übernahme von DoubleClick eingereicht haben, haben laut heise.de beispielsweise folgende Forderung gestellt: »Daher fordern die drei Gruppen unter anderem, dass DoubleClick Cookies und andere Daten, mit denen sich einzelne Nutzer identifizieren lassen, vor der Übergabe an Google löscht, sofern es von den Verbrauchern kein Einverständnis über die Übertragung der über sie hinterlegten Daten erhalten hat. Dazu müssen die Verbraucher eine Möglichkeit erhalten, die von ihnen hinterlegten Daten einzusehen, zu verändern und zu löschen. Google soll nach Vorstellung der drei Gruppen Benutzern ebenfalls eine Möglichkeit bieten, die über sie hinterlegten Daten einzusehen.«

Sicher wahnsinnig viel Aufwand, aber für mich klingt das sehr vernünftig. Wenn ein Unternehmen im größeren Umfang Daten über mich speichert, dann möchte ich die zumindest einsehen können. (Deshalb habe ich mit Amazon beispielsweise kein großes Problem. Die sammeln zwar ebenfalls viele Informationen, aber sie verheimlichen das nicht. Meine Rechnungen seit 2000 und die jeweilige Grundlage für Empfehlungen kann ich mir im Konto-Bereich anschauen.)

Wenn ein Unternehmen Daten über mich sammelt, mir im Zweifelsfall aber nicht verraten will, welche Daten das sind, dann ist das meiner Meinung nach extrem schlechter Stil. Sorgt bei mir für latentes Unwohlsein, und ich kann nicht so richtig nachvollziehen, dass das vielen Menschen offenbar vollkommen egal ist.

Vielleicht wär ein eigenes Grundrecht »Informationelle Selbstbestimmung« anstatt der Selbstbestimmung als Anhängsel im allgemeinen Persönlichkeitsrecht, ein Schritt in die richtige Richtung. Denn bezogen auf das obige Zitat des Volkszählungsurteils des BVGs kann man eigentlich nur sagen: Sicher kann sich im Internet heute niemand mehr sein, welches Unternehmen oder welche staatlichen Stellen was wann bei welcher Gelegenheit über einen wissen.
· 16. Mai 07 · 16:47
chris [d-frag.de] meint:
Andererseits auch wieder interessant dass nicht einmal die größten deutschen Webseiten mit ihrer Werbefinanzierung schwarze Zahlen schreiben (es seid denn Spon hätte es letztes Jahr endlich mal geschafft)

Lässt sich fortführen: In den Spielen, in denen wie im aktuellen Battlefield oder Trackmania United, ingame-Werbung geschaltet werden kann, wird ziemlich selten ingame-Werbung geschaltet. Die Werbeplakate in Trackmania werben jedenfalls den größten Teil der Zeit für Trackmania.

Vielleicht ist die Zeit noch nicht reif. Vielleicht sind Spiele als Werbeplattform aber auch nur weit überschätzt.

Das Thema hatten wir ja schon mal.
· 16. Mai 07 · 16:53
imYemeth meint:
Chris, dein Kommentar (2 drüber) trifft es es fast noch besser als der ganze Artikel. Grade den letzten Absatz würde ich sofort unterschreiben.

Ich bleib natürlich aus Prinzip ein wenig dabei dass man sich selbst schützen sollte, aber hey, Du hast gewonnen. ;)
· 16. Mai 07 · 17:13
chris [d-frag.de] meint:
Danke. :)

Aber selbst hier bekomme ich einen Keks für delicidingens ohne dass ich das eigentlich möchte.

Mhja. Und ich hab keine Ahnung, wozu das gut sein soll. Mal Mo fragen.
· 16. Mai 07 · 19:20
Micha meint:
@ImYemeth: SpOn schreibt seit Jahren schwarze Zahlen und trägt sich selbst. *g
· 16. Mai 07 · 19:20
StevenJaer meint:
Leute, nicht so viel Paranoia.

Es wäre doch wundervoll, endlich individuelle Werbung zu bekommen!
· 17. Mai 07 · 08:09
Mashk meint:
Hm das sagen meine Freunde auch immer, wenn ich sowas wie Flashblock oder Noscript im meinem Firefox installiere.
Dabei ist einem jetzt noch nicht klar was seine Daten in 10 Jahren bewirken werden.
Und das ist das schlimme. Das ist wie Drogen Konsumieren. Es fühlt sich im Moment gut an, aber was wird in 10 Jahren sein?

Auch wenn man sich mal die AGB's von Icq, Msn usw. durchgelesen hat,
fährts einem kalt den Rücken runter. Ich hab auch schon versucht meinem Freundeskreis Jabber etwas näher zu bringen, aber Icq und co. sind einfach zu kommerziell.

Es gilt dann wahrscheinlich einfach das Sprichwort:
"Es zählt nicht mehr was du weißt, sondern was andere nicht über dich wissen". Man kann es drehen und wenden.

Wenn ich mich irgendwo anmelde benutzte ich meistens zwei Dinge:
http://www.faker.dl.am und den Plugin Temporary Inbox.

Das schützt mich vor den meisten Fehltritten. Ich bin noch am überlegen wie ich es am besten mit einem Proxy regele, aber ich hatte meistens
das Problem das sie zu langsam sind oder viele http Protokolle nicht unterstützen. Aber man wächst ja mit der Zeit.

Ich glaube auch das viele zu schlampig mit dem Internet umgehen.
Es sollte auch viel mehr in der Schule gefördert werden. Denn Internet ist die Zukunft und so sollten sich Lehrer/Eltern damit beschäftigen.
· 18. Mai 07 · 13:32
nic meint:
waren es nicht die begeisterten Technikfreaks und Redakteure von sehr beliebten Computer Magazinen die irgendwann im Jahre 2000 uns haben wissen lassen das google mehr findet als der Rest, viel mehr. Man frägt sich dann ob es nicht damals schon schlauer gewesen wäre die Bremse zu ziehen. Heute bleibt da nur noch die Notbremse, aber oh, ..... wohl zu spät. Um den Überwachungsstaat brauchen wir uns nicht zu sorgen, denn das haben die Unternehmen übernommen. Fragt sich nur wie lange es offizielle Gruppen gegen google gibt.
· 19. Mai 07 · 23:34
Micha meint:
Also den Überwachungsstaat reißt unsere Bundesrepublik da schon sehr effizient wieder an sich ... dagegen is Google der pure Glaskasten mit Open-Source-Lizenz ;)
· 20. Mai 07 · 02:11

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