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d-frag.de :: DefCon

DefCon

von chris · 30. September 06 ·

DefCon»Ein seltsames Spiel. Der einzig gewinnbringende Zug ist, nicht zu spielen«, formulierte Joshua in WarGames 1983 eine der wichtigsten Aussagen des Films: Nuklearkriege kann man nicht gewinnen. Dennoch gingen nach dem bildgewaltigen Finale wohl viele Zuschauer mit dem Gefühl nach Hause, dass, bei aller Furcht vor Nuklearkriegen in der Realität, die Simulation, die Joshua durchspielte, verdammt gut aussah. Ich werde nicht der Einzige sein, der das gerne am heimischen PC ausprobiert hätte.

Dank Introversion Software ist das seit gestern möglich. DefCon, ihr neues Spiel, ist auf den ersten Blick vor allem eine Umsetzung von Joshuas Simulation des globalen thermonuklearen Krieges. Und wirft damit automatisch die Frage auf: Kann so etwas Spaß machen? Kann ein Spiel Spaß machen, das globale Massenvernichtung simuliert, ein Spiel, das man nicht gewinnen kann?

Das ganze Spiel ist sinnlos.

Angriff auf EuropaDüster verlaufen die ersten Spielrunden gegen den Computer. Man platziert zu Beginn seine Radaranlagen, seine Raketensilos und Flugplätze auf der Karte. Man überwacht die Grenzen, man schwärmt mit seinen U-Booten aus. Kleinere Gefechte auf See werden ausgetragen. Ab dem ersten Start einer Nuklearrakete geht dann alles ganz schnell, in Windeseile werden die Silos leergepumpt, die Bomber fliegen, U-Boote tauchen vor der gegnerischen Küste auf und feuern ihre Kurzstreckenraketen ab. Und so schnell, wie alles angefangen hat, ist es auch wieder vorbei. Grüner Dunst wabert über die Landkarte, radioaktiver Fallout. London, Paris, Berlin meines Europas, ebenso vernichtet wie Moskau, Leningrad und noch eine Reihe kleinerer Städte auf Seiten des Gegners. Niemand hat gewonnen. Ich führe nur die Highscore-Liste an, weil ich 10 Millionen Zivilisten mehr getötet habe als die Gegenseite. Uff!

Der unwirkliche Look des Spiels, die dezent eingesetzten Synthesizerklänge ebenso wie das dumpfe Dröhnen aus den Lautsprechern, wenn eine weitere Atomrakete ihr Ziel gefunden hat, tragen viel zu meiner Beklemmung bei, aber nicht so viel wie der erschreckende, reale Hintergrund des Spieles. So hätte es also ablaufen können, und wie oft ist die Welt knapp daran vorbeigeschrammt. Schon 1983, im Erscheinungsjahr von WarGames, führte ein technisches Problem zum Stanislav-Petrow-Zwischenfall und damit beinahe zu einem unbeabsichtigt ausgelösten nuklearen Krieg.

Guten Tag, Professor Falken.

Europa in der NachtMan spielt weiter, diesmal vielleicht im Survivor-Modus. Hier gibt es Punkte dafür, dass möglichst große Teile der eigenen Zivilbevölkerung überleben. Im Big-World-Modus, mit größerer Weltkarte, mehr Waffen, mehr Städten und noch mehr Toten. Man lernt, mit seinen Flotten zu Wasser und in der Luft umzugehen, den günstigsten Zeitpunkt für den Raketen-Launch abzupassen, man probiert verschiedene Taktiken, um den Gegner beispielsweise frühzeitig zu entwaffnen, indem man seine Silos zerstört. Langsam, ganz langsam, wenn die Wucht des Szenarios nicht mehr alles erdrückt, entdeckt man das tatsächliche Spiel in DefCon. Und das ist brilliant.

Nicht Tic-Tac-Toe, sondern das bewährte Schere-Stein-Papier-Prinzip stand Pate für die Spielmechaniken unter der Oberfläche. Die verschiedenen Waffen, Bauten, Einheiten bilden ein fein aufeinander abgestimmtes Geflecht. Für jede Einheit gibt es einen passenden Gegenpart, für jede Taktik eine passende Erwiderung. Man kann vielleicht nicht das gesamte Spiel gewinnen, nicht die gesamte Bevölkerung retten, dazu ist die Bewaffnung des Gegners ebenso wie die eigene zu schwer, aber wenn eine oder auch zwei Städte vom Inferno verschont bleiben, ist das nicht auch schon was? Der Moment kommt, wo man anfängt, erbittert um jede Stadt zu kämpfen und seine Gebiete bis zum Letzten zu verteidigen.

Glücklicherweise war man bei Introversion in der Lage, die Realität dem Spiel unterzuordnen, wo es nötig war. So gibt es in DefCon sechs atomare Weltmächte, zum Teil Staatenbündnisse, die in der Praxis so undenkbar wären. Die Fähigkeiten diverser Einheiten wurden glaubhaft und ins Spiel passend umgesetzt, aber nicht immer der Realität entsprechend. Auch ein Atom-U-Boot durchquert nicht in zwei Stunden den Atlantik. In der Summe sorgen diese Dinge erst dafür, dass DefCon als Spiel überhaupt funktioniert und nicht ein bloßes Gimmick für WarGames-Fans geworden ist.

WeltkriegEin besonders gutes Beispiel dafür sind die Raketen-Silos, denn diese erfüllen eine Doppelfunktion. Sie sind sowohl Verteidigungsanlagen, die gegnerische Atomraketen vom Himmel holen, als auch Abschussrampen, die die eigenen Nuklearwaffen dem Feind entgegenschleudern. Sie können aber nicht beides gleichzeitig, sondern brauchen ihre Zeit, um zwischen beiden Modi zu wechseln. Das kostet Nerven. Wenn man also sieht, dass ein Gegner sein gesamtes Arsenal abfeuert, hat man nur Sekundenbruchteile, um zu entscheiden, ob man zurückschlägt. Natürlich haben alle seine Silos durch die Abschüsse ihre Position preisgegeben und sind für eine gewisse Zeit wehrlos. Wenn man nun die eigenen Raketen abfeuert, lässt man aber seinerseits die Hosen herunter. Eine Gewissensentscheidung. Der Moment kommt, wo man eigene Städte opfert, um den Gegner zur Hölle schicken zu können. Man hasst sich dafür, aber man tut es trotzdem.

General, Sie hören auf eine Maschine!

Richtig paranoid wird das Spiel mit bis zu sechs menschlichen Mitspielern im Diplomatie-Modus. Denn zu Beginn sind alle Spieler Mitglieder derselben Allianz und können sich gegenseitig nicht angreifen. Dafür kann Spieler X den Antrag stellen, Spieler Y aus der Allianz zu entfernen. Die Übrigen bekommen dann eine Umfrage angezeigt, in der sie für oder gegen den Kick stimmen dürfen. Schafft man es so, unliebsame Mitspieler loszuwerden oder führt eine solche Umfrage nur dazu, dass man am Ende selbst gekickt wird? Niemand will allein gegen den Rest der Welt stehen. Bleiben alle Mitglieder bis zum Schluss der Allianz treu? Gesagt ist das nicht, denn Punkte für den Highscore sammelt weiter jeder Spieler für sich allein. Gut möglich, dass einem der treue Verbündete kurz vor dem Sieg noch in den Rücken fällt.

Spiele im Diplomatie-Modus sind Nervensache. Lange passiert nichts, die Parteien beobachten sich gegenseitig. Wer zuerst zuckt, verliert. Geht die Allianz in die Brüche, herrscht plötzlich hektische Betriebsamkeit an allen Fronten. Wer's generell gern eilig hat, spielt Speed Defcon. Dort reichen schon fünfzehn Minuten, um die Welt in Schutt und Asche zu legen.

How about a nice game of chess?

Australier müsste man seinDefCon ist gleichermaßen grandios wie erschreckend. Ein Spiel, das ohne große Umstände direkt zum Punkt kommt. Eine Hommage an WarGames und trotzdem in sich stimmig und ein gut ausbalanciertes Strategiespiel. Wenn man davon absieht, dass jede Partei über deutlich mehr Waffen verfügt, als gut für sie wäre. Ein Spiel, dass zum taktischen Experimentieren einlädt. Mit welchen Strategien DefCon-Spieler wohl in den nächsten Wochen um die Ecke kommen werden, um vielleicht doch irgendwie den perfekten Sieg herausholen zu können? Ich bin gespannt.

»It's Global Thermonuclear War, and nobody wins. But maybe – just maybe – you can lose the least.«

Guido meint:
Ein weiteres Speil, das ich niemals spielen werde. Genau wie historische WW2-Simulationen, oder die gesamte Serie Rainbow Six und Ähnliche.

Es ist mir einfach zu nahe an der Realität. Es gibt meiner Ansicht nach Dinge, die zu ernst sind, um damit zu spielen.
· 30. September 06 · 10:36
imYemeth meint:
Eine Partie mit der Demoversion ist durchaus eindrucksvoll, eben weil sich die Mach der der Problematik durchaus bewusst sind.

Das ganze aber "sprotlich" zu spielen... Gott bewahre.
· 30. September 06 · 11:02
Oliver meint:
Wer das Spiel gleich via GoogleAd bestellen möchte, bekommt leider nur so olle "2. Weltkrieg Scharfschützen" ab 8,79 und Blondi-Anhänger angeboten. Mindestens ein Pershing Raketenmodell erwartet man da doch.

krank...
· 1. Oktober 06 · 00:06
Phil meint:
Mein Spielername ist Jaeger. Vielleicht läuft man sich per Zufall mal über den Weg und tauscht einige Gedanken oder ein paar Atomsprengköpfe aus.
· 1. Oktober 06 · 01:27
alcyon [d-frag.de] meint:
Hallo Jaeger,

ja, wir hatten schon einmal das Vergnügen, wenn auch nur bei einem Spiel, in dem ich Spectator war..
· 1. Oktober 06 · 05:17
Björn meint:
Ich bin mal so dreist einen manuellen Trackback zu setzen.
· 1. Oktober 06 · 16:27
Karsten meint:
Also. 3 Mal gespielt, dann war es totlangweilig.

Da macht ja selbst C&C 1 noch mehr Spass...
· 2. Oktober 06 · 07:55
dA_dk4ever meint:
Das spiel ist richtig geil...der autor des logs trifft es direkt.

Next Stop: Armageddon

wir sehen uns bei DEFCON 1 ^^
· 2. Oktober 06 · 15:06
Mike meint:
Fuer diejenigen, die regelmaessige Gegner oder Allianzpartner suchen, meldet Euch doch mal unter ICQ 107270347 oder via Mail an mike@fs48.de . Ich bin immer fuer ein Armageddon zu haben.
· 2. Oktober 06 · 22:23
teppi meint:
Ich wollte das Spiel mit einem Freund spielen und da läuft es leider etwas ruckelig, obwohl er eine besser Grafikkarte hat, als ich.

Hat zufällig jemand etwas aufgeschnappt bezgl. Geforce-Karten und Performanceproblemen ?
· 3. Oktober 06 · 09:43
chris [d-frag.de] meint:
Wenn überhaupt, hängt es bei Defcon eher an der CPU als an der Grafik. Den Big-World-Modus mit insgesamt 6 Spielern kann ich bei mir vergessen, da sind derart viele Geschosse unterwegs, dass ich unter 5 Frames pro Sekunde rutsche. Unter Tools > Profiler kannst du dir anzeigen lassen, wo Defcon am meisten Rechenzeit verbrät.

Mit meiner 6600 GT läufts wie gesagt eigentlich sahnemäßig, das Stocken bei großen Spielen liegt bei mir am lahmen Prozessor.

Am Rande: Gerade in der Serverliste "NCSoft Office Domination" entdeckt. Die sollen Guild Wars: Nightfall fertigstellen und hier nicht in Defcon rumdallern! :)
· 3. Oktober 06 · 13:52
laZee meint:
Ich habs mal angetestet, bin aber überhaupt nicht klargekommen. War ich zu müde oder brauch man eine gewisse Einarbeitungstoleranz?
· 4. Oktober 06 · 18:28
mo [d-frag.de] meint:
laZee, schon das Tutorium angeschaut? Das hilft bestimmt.
· 4. Oktober 06 · 18:42
m.a. meint:
Das Tutorial leitet den Spieler aber leider auch in eine falsche Richtung. Die dort gezeigten Mischflottenverbände finde ich z.B. völlig sinnfrei. Ich mache lieber reine Trägerflotten und reine Zerstörer, die ich dann vorschicke.

Hat gegen den Computer bis jetzt gut gewirkt.

Wie sähe es dann mal mit ner gepflegten Runde Freitag oder Sonntag Abend aus? Man könnte ja mal in Ruhe mit Leuten spielen bei denen man sicher ist, daß sie nicht Dinge schreiben wie "LOL! M4 L33T PEN1S PWNED YOU, N00B!"
· 4. Oktober 06 · 22:09
DEFCON 1 meint:
Das Spiel macht Spass weil es einem das Gefühl von Macht vermittelt. Mein Tipp , konzentriert euch nur auf die Großstädte ab 7 Millionen Einwohner. (Kairo , Moskau , Kinshasa usw)
· 4. Oktober 06 · 22:34
Jan(TM) meint:
Massenmord zu simulieren ist schon eine geile Sache.
· 6. Oktober 06 · 23:02
Ultra_Gamer meint:
Das einige Leute DefCon zu ernst finden zeigt, dass sie nicht in der Lage sind eine klare Grenze zwischen Realität und Spiel zu ziehen.
Dasselbe gilt für Leute die simmulierten Massenmord cool finden.

Niemand würde auf die Idee kommen, sich keine Filme mehr über den 2. Weltkrieg anzusehen nur weil sie über solch eine ernste Thematik handeln. Natürlich gibt es Sachen mit denen man nicht spielt, wie ein User hier sagte. Aber wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, dann hat DefCon auch einen erzieherischen Wert: Schaut Euch an, so hätte es laufen können. So soll es niemals kommen!

Der Autor selbst schreibt im Beitrag dazu: Und so schnell, wie alles angefangen hat, ist es auch wieder vorbei. Grüner Dunst wabert über die Landkarte, radioaktiver Fallout. London, Paris, Berlin meines Europas, ebenso vernichtet wie Moskau, Leningrad und noch eine Reihe kleinerer Städte auf Seiten des Gegners. Niemand hat gewonnen.

Wer DefCon trotzdem nicht mag, kann ja die anderen innovativen Introversion Titel probieren: Uplink (Hacker-Simmulation), Darwinia (VR-Simmulation). --> www.introversion.co.uk

Introversion ist IMHO der einzige Hersteller, bei dem das _Spielprinzip_ noch was zählt und nicht die Anzahl der Polygonen.

· 7. Oktober 06 · 17:31
scholt meint:
@#7 Ultra_Gamer
Ich finde auch das Introversion noch viel wert aufs Spielprinzip legt, die meisten Spiele sind mittlerweile bessere Grafikdemos. Und man sollte schon eine klare Grenze zwischen Realität und Spiel ziehen können. Ansonsten ab wann wird ein Spiel denn zur Massenmordsimulation? Was ist wenn ich bei Counterstrike mehr als 5 Spieler "erschieße" ist das dann auch schon Massenmord? Wo liegt die Grenze 5? 10? 100? 1000? Wäre dann Schach nicht irgendwo auch moralisch fragwürdig (Bauern opfern) ...
· 13. Oktober 06 · 17:13

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