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d-frag.de :: Elektroplankton

Elektroplankton

von chris · 28. September 06 ·

ElektroplanktonIn der Reihe Touch! Generations fasst Nintendo für den DS »eine Vielzahl einzigartiger Spielerlebnisse« zusammen. Man möchte unterstreichen, »dass unsere Videospiele mehr zu bieten haben als Autorennen und Schießereien«. Das ist ihnen gelungen. Damit man sich als rennspielverwöhnter Von-der-PSP-Rüberwechsler in der schönen, neuen Welt zurechtfindet, gibt es auf der Webseite einen Persönlichkeitstest, der Spiele vorschlägt. Er erklärt mich umgehend zum kreativen Genie, ich sei in einem früheren Leben vermutlich berühmter Musiker gewesen. Immerhin ein deutlicher Hinweis, dass ich meinen Beruf nicht völlig verfehlt habe. Als »Spiel« empfiehlt mir die Seite Elektroplankton.

Während ich noch überlege, mit welchen Antworten ich wohl hätte um die Ecke kommen müssen, um Trauma Center ans Herz gelegt zu bekommen, bestelle ich das Plankton also vor. Dank einer Verschwörung deutscher Einzelhändler dauert es allerdings fast drei Wochen, bis ich endlich eines bekomme.

Die Wartezeit hat sich gelohnt. Schon das Handbuch ist sehr schön aufgemacht, mit großteils von Hand gezeichneten Erläuterungen der einzelnen Planktons. Zehn verschiedene Arten gibt es, einige davon leider völliger Quatsch, während man bei vielen durchaus länger hängenbleiben kann. Und ein paar wenige finde ich sogar richtig klasse.

Brehms Tierleben

Das Tracy (von engl. »to trace«, verfolgen) ist ein sehr lebhaftes Tier. Sechs kleine Planktons schwimmen Linien nach, die wir mittels Touchpen ins Wasser zeichnen. Leider ist schwer nachzuvollziehen, welchen musikalischen Effekt die Linien jeweils haben. Ein gelungenes Bild aus sechs Linien später noch einmal nachzuzeichnen, ist praktisch aussichtslos, und eine Speicherfunktion bringt Elektroplankton nicht mit. Unterm Strich ist es aber sowieso sehr schwer, mit Tracy Ergebnisse zu erzielen, die nicht so klingen, als würde mein zweijähriger Bruder auf Opas Klavier herumklimpern.

Bei Luminaria sieht die Sache schon anders aus: Der Bildschirm ist mit Pfeilen gefüllt, deren Richtung wir mit dem Touchpen ändern können. Den Pfeilen schwimmen vier Planktons nach, jedes mit seinem eigenen Klang und Tempo. Schöne Melodien kann man leicht auch später wieder rekonstruieren und mit der Zeit bekommt man ein Gespür dafür, welche Pfade über den Bildschirm gut klingen und welche eher nicht. Ja, Luminaria habe ich geliebt, auf Dauer wird es allerdings recht repetitiv, weil man die Geschwindigkeit der Planktons nicht beeinflussen kann.

Rec-Rec und Volvoice nutzen das Mikrofon des DS zu unterschiedlichen Zwecken. Mit Rec-Rec kann man bis zu vier verschiedene Tracks aufnehmen, die dann vom DS gleichzeitig abgespielt und mit einem Hintergrundrhythmus unterlegt werden. Die Abspielgeschwindigkeit kann man nur für alle vier Planktons gleichzeitig einstellen, die Möglichkeiten zur Klangmanipulation sind also recht begrenzt. Volvoice dagegen nimmt lediglich kurze Klangschnipsel auf, die man dann auf unterschiedliche Arten verfremden kann. Beide leiden erheblich unter dem miserablen Mikrofon des DS.

Bei Sun-Animacule platziert man kleine Sonnentierchen im Wasser, die dann in festgelegten Abständen »pingen« und dabei immer weiter wachsen, bis sie sich schließlich auflösen. Dieses Plankton habe ich anfangs vollkommen unterschätzt, halte es inzwischen aber für eines der spaßigsten. Mit etwas Gespür trifft man beim Ablegen des Planktons durchaus annähernd die gewünschten Tonhöhen, und da jedes Plankton ab dem Moment des Ablegens im immer gleichen Zeitabstand pingt, bilden sich klangliche Muster. In jedem Durchlauf platziere ich neues Plankton, während älteres abstirbt und verschwindet, so dass sich die Musik in vielen Iterationen langsam wandelt und weiterentwickelt.


Das Lumiloop ist ringförmiges Plankton. Wir haben fünf davon und versetzen sie in Schwingungen, indem wir sie drehen. Es entstehen sich überlagernde, sphärische Klänge, eine Art EVE-Online- oder Defcon-Soundtrack zum Selbermachen. Grundregel Nummer Eins für Elektroplankton gilt hier ganz besonders: Ignoriert die Lautsprecher des DS und schließt das Spiel an eure Stereoanlage an. Es ist wirklich kein Vergleich. Das einzige Problem von Lumiloop ist die Beschränkung auf fünf Töne. In Pentatonik kann man halt kein Star Trek-Thema nachspielen, leider.

Nanocarp ist super im Synchronschwimmen. Man klatscht in die Hände und die kleinen Planktons bilden Formationen auf dem Bildschirm. Nun kann man entweder mit den Richtungstasten Wellen durchs Wasser schicken oder selber welche erzeugen, indem man mit dem Touchpen auf den Bildschirm tippt. Jedes Plankton klingt anders, es gibt viele davon und das Ergebnis ist folglich stark zufallsabhängig. Nicht mein Ding.

Marine-Snow dagegen schon eher. Eine ganze Reihe flockenförmiger Planktons bevölkert den Bildschirm, anfangs ganz brav jedes auf seinem Platz. Tippt man sie an, fangen die Schneeflocken jedoch an zu tanzen, bilden Grüppchen, klumpen zusammen und fallen wieder auseinander, werden größer oder kleiner. Selbst wenn man sich die Töne am Anfang noch merken kann, so gerät doch schnell alles durcheinander und das klangliche Erlebnis hängt auch hier stark vom Zufall ab. Komischerweise klingt Marine-Snow in meinen Ohren aber genial. Ich weiß nicht, ob es eine Systematik dahinter gibt, wie die Flocken fliegen und ob der Wohlklang daher rührt. Aber hier könnte ich endlos mit dem Touchpen durchs Wasser fahren und einfach nur zuhören.

Für Nintendo-Fans ist Beatnes natürlich das Plankton der Wahl. Fünf Planktonketten hängen im Wasser, mit denen man Töne und Sounds aus vier NES-Spielen neu zusammensetzen kann. Wie bei Rec-Rec legt Elektroplankton einen Rhythmus unter die Eigenkreationen, wie bei Sun-Animacule werden die gespielten Töne in bestimmten Abständen mehrfach wiederholt, bevor das Plankton sie wieder vergisst. Auch hier bilden sich Muster und Schemata, entwickelt sich die Musik Stück für Stück. Angenehmerweise stehen dabei im Gegensatz zu Lumiloop komplette Dur- bzw. Moll-Tonleitern zur Verfügung.

Die Krönung des Ganzen ist allerdings Hanenbow. Interessanterweise das Plankton, das ich zu Beginn am wenigsten ausstehen konnte. Plankton wird aus dem Wasser heraus gegen eine Pflanze geschossen und prallt dabei an deren Blättern ab. Das erzeugt Töne. Mit dem Touchpen kann man die Winkel der Blätter beeinflussen, und damit die Flugbahn des Planktons, bevor es wieder ins Wasser fällt. Im Gegensatz zu den übrigen Planktons, deren einziger Zweck es ist, gut auszusehen und gut zu klingen, hat Hanenbow tatsächlich ein Spielziel: Getroffene Blätter verfärben sich allmählich vom anfänglichen Grün bis hin zu Rot. Schafft man es, alle Blätter rot zu färben, erblüht die Pflanze. Schick!

Fazit

Jake Yapp hat damals im Eurogamer.net-Review geschrieben, Elektroplankton sei weder ein Kompositionsprogramm noch wirklich ein Spiel, sondern vielmehr ein musikalischer Zen-Garten. Das stimmt. Ich hätte es nicht schöner sagen können. Und deshalb leihe ich mir sein Fazit einfach aus:

Elektroplankton. Ein musikalischer Zen-Garten.

m.a. meint:
Die Methodik von Marine-Snow ist, daß das gerade berührte Plankton mit dem zuletzt davor berührten den Platz tauscht... allerdings müsste man dafür zwischen jedem Ton warten bis beide ihre Bewegung abgeschlossen haben, und da man das selten tut bremsen die Planktons oft vor ihrem Ziel ab oder schwenken von ihrer Bahn um, so daß sich der Klumpeneffekt ergibt.
· 28. September 06 · 10:25
Micha meint:
Das Video is funny ^^. Das Review gewohnt gut *g. Zumal ich mit der Art von "Musikkritik" auch noch ein wenig mehr anfangen kann als mit der - mir persönlich - etwas zu "fachlichen" der Vergangenheit ;)
· 28. September 06 · 12:27
chris [d-frag.de] meint:
@m.a.: Ah, deshalb! Das sorgt also zusammen mit den sinnvollen Ausgangspositionen dafür, dass Marine-Snow gut klingt. Erstaunlich jedenfalls, dass man heraushören kann, dass hinter den Plankton-Bewegungen Sinn stecken muss, auch wenn man so wie ich die dahinter stehende Methodik nicht durchschaut.
· 28. September 06 · 12:51
m.a. meint:
BTW: Bei Lumiloop sind es übrigends 10 Töne (glaub ich), da die Lumiloops je nach drehrichtung sich unterschiedlich anhören.
· 28. September 06 · 13:19
chris [d-frag.de] meint:
Sie klingen zwar unterschiedlich, aber die Tonhöhe ist identisch. Darum gings mir (hätte ich oben vielleicht konkretisieren sollen). Deshalb habe ich auch nicht gezählt, dass die Töne, wenn man das Plankton schneller dreht, noch nach oben oktaviert werden.

Dazu kommt, dass Lumiloop zwar drei verschiedene Modi hat, jedes Plankton also, wenn man die Drehrichtung noch mitrechnet, sechs verschiedene Klangfarben hervorbringen kann, aber die Tonhöhe eines Planktons auch über die Modi hinweg gleich bleibt.

Das ist im Grunde ja nicht schlimm, nur kann man halt komplexere Sachen nicht nachspielen.
· 28. September 06 · 13:53
stefanx meint:
hanenbow ist noch immer mein favorit. super. :)
· 28. September 06 · 14:38
m.a. meint:
Ach komm, Chris, das hast du doch jetzt nur geschrieben um geschickt das Wort "oktaviert" einzubringen. Wahrscheinlich liegst du, seit du das erste mal von Elektroplankton gehört hast, nachts wach und grübelst "Herrjeh, wie kann ich geschickt das Wort 'oktaviert' unterbringen, wenn ich über Elektroplankton rede?". Gibs doch zu, du alter Schwerenöter...
· 28. September 06 · 18:05
chris [d-frag.de] meint:
Klar, genau so sah meine Liste nach dem fertigen Artikel aus:

Pentatonik - check!
Dur- und Moll-Tonleitern - check!
Oktaven - och mist...

Aber jetzt hab ichs ja doch noch geschafft, das reinzubringen. :)

Nee, im Ernst, als Berufsmusiker wirft man gerne mal unbedacht mit solchen Wörtern um sich. Zumal sich gerade dieses gar nicht so einfach umschreiben lässt – erkläre mal, was »oktavieren« ist, ohne das Wort Oktave zu verwenden. Tabu at it's best.
· 28. September 06 · 18:48
Bastian meint:
Na, immerhin schlägt mir der Test auch Elektroplankton vor.
· 28. September 06 · 21:58
m.a. meint:
Naja, du solltest darüber aber nicht vergessen, daß ihr auch Leser habt (z.B. mich) deren höchste musikalische Kentnisse aus einer ausufernden Runde Donkey Konga besteht...
· 29. September 06 · 10:09
chris [d-frag.de] meint:
Ich kann es doch selber auch nicht ausstehen, wenn jemand rein zum Selbstzweck mit Fachbegriffen um sich wirft. Aber was eine Oktave ist und dass man Töne oktavieren kann, gehört zum Grundschulrepertoire des Musikunterrichts. Ebenso wie Dur und Moll.

Falls man damit nichts mehr anfangen kann, schließlich ist die Grundschulzeit auch schon ne ganze Weile her, hilft ein Blick in die Wikipedia. Der zeigt unter anderem auch, dass das Phänomen relativ schwer zu umschreiben ist. Oder hättest du dir unter »Verdoppelung der Frequenz« sofort etwas vorstellen können? Obwohl mit Worten schlecht zu erklären, ist die Sache an sich aber überhaupt nicht kompliziert, das kapiert jeder, wenn man es ihm z.B. auf dem Klavier mal in der Praxis vorführt.

Das Handbuch von Elektroplankton beschreibt die Sache übrigens genauso: » …die Lichtringe werden größer. Mit jedem Mal steigt der Ton um eine Oktave an.«

Wie gesagt, ich kann es auch nicht leiden, wenn jemand unnötig mit Fachbegriffen um sich wirft, obwohl sich dieselbe Sache umgangssprachlich viel einfacher erklären lassen würde. Und ich versuchs zu vermeiden, versprochen.
· 29. September 06 · 11:51

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