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d-frag.de :: N

N

von daibo · 6. September 06 ·

NNinja 1 stürzte in den Tod.
Ninja 2 trat in eine Tretmine.
Ninja 3 bekam einen Stromschlag.
Ninja 4 erschoss man hinterrücks.
Ninja 5 floh nicht schnell genug vor einer Lenkrakete.
Ninja 6 sank im Kugelhagel nieder.
Ein Laser zerschnitt Ninja 7.
Ninja 8 lief in eine Wachdrohne.
Ninja 9 wurde von einem fallenden Block zermalmt.
Ninja 10 starb grundlos. Seine Lebenszeit war abgelaufen.

In N spielt man einen Ninja. Ein Ninja, so die »Story« des Spiels, hat gottgleiche Geschwindigkeit, Sprungkraft und Reflexe, sowie eine natürliche Lebensdauer von 90 Sekunden und das unstillbare Verlangen nach Gold. Und Gold findet man hauptsächlich in Räumen voller gefährlicher, ninjatötender Roboter.

N ist ein Jump’n’Run. Im Gegensatz zu manchen Genregenossen, die durch diverse Spezialfähigkeiten eher Jump’n’Walk ’n Crouch’n’Hover’n’Roll ’n Whack’n’Run sind, nimmt N den Namen Jump’n’Run ernst: Springen und Rennen. Mehr kann ein Ninja nicht.

NDas Design ist ähnlich minimalistisch: Der Hintergrund ist hellgrau, Boden, Decke und Plattformen sind dunkelgrau. Die Drohnen-Gegner sind achteckig in verschiedenen Farben, dazu kommen noch Lenkraketen, Sprungplattformen Geschütztürme und Kontaktminen, haupsächlich in Schwarz und Grautönen, mit klaren Linien. Und trotzdem sieht das ganze nicht langweilig aus. Dazu kommt noch ein unerwartetes Feature, das aber hier einfach perfekt passt: Physik. Dadurch werden ausgefallene Sprünge und Gegenstände möglich, zum Beispiel die Sprungplattformen in alle Richtungen oder Blöcke, die in der Luft schweben und als Trampolin benutzt werden können. Und auch die Leichenteile fliegen nach einem Tod physikalisch korrekt durch die Gegend.

Um ein Level von N zu schaffen, muss man nur zum Ausgang kommen, der vorher mit einem speziellen Schalter geöffnet wird. Schafft man fünf Level am Stück – eine Episode – so wird die nächste Episode freigeschaltet. Insgesamt gibt es 500 Level in 100 Episoden. Doch reicht Springen und Rennen, um Level voll fieser Gefahren zu überleben, mit denen jede Berührung tödlich endet? Nur sehr, sehr selten.

Tod gehört zum Spiel. Jede Berührung mit einem Gegner endet tödlich. Fehler enden tödlich. Unkonzentriert zu sein ist tödlich. Die Entwickler haben zu dem Thema anscheinend eine Art Galgenhumor entwickelt: im Highscores-Menü kann man unter anderem ablesen, von welchem Gegner man am häufigsten getötet wurde. Und als Hintergrund für das Hauptmenü wurden Replays von verschiedenen Leveln eingebaut – Replays, die tödlich enden.

Ninja 11 sprang auf eine Mine, kurz vor dem Levelausgang.
Ninja 12 sprang auf eine Mine, kurz vor dem Levelausgang.
Ninja 13 sprang auf eine Mine, kurz vor dem Levelausgang.
Ninja 14 sprang auf eine Mine, kurz vor dem Levelausgang.
Ninja 15 sprang auf eine Mine, kurz vor dem Levelausgang.
Ninja 16 wich einer Mine kurz vor dem Levelausgang aus und wurde von einem herabfallenden Steinblock zerschmettert.

Ein weiterer Aspekt hängt eng damit zusammen: Frust. Es passiert oft, dass man an einer Stelle festhängt und dutzende Male am selben Hindernis stirbt.

NUnd hier glänzt N, denn die Entwickler haben in Sachen Motivation wirklich alles richtig gemacht, in einem Bereich, in dem man so viel falsch machen kann. Es gibt keine Leben, man kann jedes Level wiederholen, so lange man Lust hat. Es gibt keine lange und nervige Sterbeanimation, man ist tot und kann sofort weiterspielen. Zufall gibt es auch nicht, das Verhalten jedes Gegners ist vollkommen voraussagbar. Am Ende jeder Episode wird automatisch gespeichert, kein Frust durch verlorene Spielstände. Man hat zehn verschiedene Startepisoden zur Auswahl, Episode 0, 10, 20 bis 90, sodass man immer eine andere Episode ausprobieren kann, wenn man auf die aktuelle keine Lust hat. Es gibt eine Übersicht, auf der man sehen kann, welche Level man schon geschafft hat und welche noch fehlen. Und sogar an freischaltbare Extras wurde gedacht: Schafft man alle 10 Episoden einer Spalte (also 0-9, 10-19 usw.) kann man eine neue Farbe für den Ninja auswählen.

Das Beste ist allerdings die Internet-Bestenliste. Die weltweit besten zwanzig Zeiten für jedes Level und für jede Episode sind hier gespeichert und können abgerufen werden. Allerdings nicht nur die Zeiten, das wäre langweilig, sondern auch die Replay-Dateien. Man kann also mit offenem Mund zugucken, wie das Level, in dem man gerade eine Stunde festgehangen ist, in irrsinniger Geschwindigkeit von einem irgendeinem irren Geek geschafft wird.

Auch wenn kein »normaler« Spieler eine Chance haben dürfte, einen Platz auf der Bestenliste zu erringen, ist es doch sehr beruhigend zu wissen, dass jemand anders noch weitaus länger am selben Level gesessen hat.

Doch trotz allem kann es passieren, dass ein Level so hart ist, dass Frust aufkommt. Meine persönliche Grenzerfahrung war Level 9:2, »Dodgem«. Vom ersten Anschein her kein besonders schweres Level, ausserdem brauchte ich nur noch diese Episode, um eine neue Farbe für den Ninja freizuschalten, und so begann ich voll motiviert mit dem Spielen. Nach den ersten ein bis zwei Stunden fing ich an, wütend auf das Level zu werden. So schwer konnte das doch nicht sein!

Danach die Verzweiflung. Es war wie verflucht: Ich kannte jedes Element des Levels auswendig, aber ich schaffte es einfach nicht, einmal bis zum Ende durchzukommen.

NNach der Verzweiflung die Gleichgültigkeit. Nach etwa fünf Stunden Spielzeit hatte ich auch nicht mehr die Energie, um mich zu konzentrieren, ich spielte einfach weiter, weil ich nicht aufhören wollte. Denn Aufhören hieße Aufgeben und Verlieren, und ich war stur und stolz. Und dann, nach sieben Stunden, der Durchbruch.

Plötzlich war ich wieder hochmotiviert, denn nur zwei weitere Level trennten mich noch vom Abschluss der Episode. Und wieder folgte eine Ernüchterung. Auch die nächsten Level waren nicht unbedingt leichter. Doch aufhören konnte ich einfach nicht mehr, denn das hätte bedeutet, 9:2 noch einmal zu spielen.

Und so starb ich stumpfsinnig Stunde um Stunde, hatte keine Lust mehr, mich darüber zu ärgern, sondern zwang mich einfach zum Weiterspielen. Und schließlich, nach 14 Stunden Dauerspielen, nur von Essenspausen unterbrochen, war die Episode komplett.

Vier Uhr morgens, ich fuhr den PC runter, ging ins Bett und rührte das Spiel das nächste Vierteljahr nicht mehr an. Ich fühlte mich wie ein Marathonläufer, nur ohne die Endorphine.

Später erfuhr ich dann von einem Freund, dass er dieselbe Episode in knapp unter einer Stunde geschafft hatte.

Jedes andere Spiel hätte ich wahrscheinlich nie mehr angerührt nach so einem Erlebnis. Allerdings kann man sich N nur schwer entziehen. Immerhin musste ich doch wenigstens die neue Farbe anschauen. Und mal eine neue Episode probieren. Und, und, und…

Auch wenn ich das Spiel nie wieder mit solchem Energieeinsatz gespielt habe, zwischendurch habe ich immer mal wieder einzelne Episoden versucht und geschafft. Und jede geschaffte Episode verstärkt natürlich die Lust auf eine weitere, ein positiver Teufelskreis. Zuletzt war es Episode 58.

Zeit: Drei Stunden, 21 Minuten, abgelenkt von Chatten und Musik hören. 298 Ninjas, 293 davon tot. Hauptgefahr waren die Minen, mit 82 Kills, dicht gefolgt von den blauen Drohnen.

Eine recht leichte Episode.

Ninja 8451 überlebte.


N ist 2005 von Metanet Software veröffentlicht worden und darf kostenlos heruntergeladen werden. Gastautor Benno Evers geht in Hannover zur Schule und ist der zweite Sieger unseres Preisausschreibens.

Tas meint:
Klingt interessant. Und da es erfreulichweise eine Linux-Version gibt werde ich es gleich mal testen. :-)
· 6. September 06 · 11:19
Torg meint:
Ich hatte ähnliche Erlebnisse mit Jagged Alliance 2. Aber nach 4 Jahren (mit langen Pausen natürlich) habe ich letztendlich doch den Abspann gesehen. Meine Sturheit war einfach stärker als die Frustration *g*
· 6. September 06 · 11:29
m.a. meint:
Ich muss diesem Artikel nun das wohl größte Lob aussprechen das man einem Artikel über ein Spiel aussprechen kann: ich hatte N schon früher gespielt und relativ schnell gelangweilt zur wieder gelöscht. Aber dieser Artikel hat mich dazu verführt es nochmal runterzuladen und mit Begeisterung zu spielen... seufz. Und eigentlich müsste ich arbeiten. Fluch.
· 6. September 06 · 11:44
Sevi meint:
Ich hänge immer noch an 09:2 ... Aber immerhin weiss ich jetzt, dass ich nicht einfach völlig untalentiert bin...
Argh.
· 6. September 06 · 12:48
DocTriv meint:
Ich hatte "N" auch schon länger auf meinem PC (ist ja so ein typischer Internet-Geheimtipp) und damals auch etwas gespielt. Irgendwie finde ich aber die Steuerung in Verbindung mit der Physik nicht so dolle, keine Annung.
Na ja, in den letzten Tagen hab ich mal wieder meine regelmäßige Suche nach Updates etc. vollzogen und mir auch die neue N-Version besorgt.
Vielleicht spiele ich diesmal mehr, aber meine Frustschwelle ist arg niedrig!

PS: Das fand ich auch ganz witzig: http://foon.co.uk/farcade/ssb
· 6. September 06 · 15:58
Benno meint:
Erinnert mich ein wenig an Lode Runner, aber ehrlich gesagt hat mir ein rundenbasierter Platformer dann doch zu wenig Action ;o)
· 6. September 06 · 23:43
lalala meint:
hilfe ich versuch schonseit einem monat diesen level zu schaffen. "N" ist so frustrierend.
· 10. September 06 · 01:10

Kommentare sind für diesen Beitrag geschlossen.

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