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d-frag.de :: Plauderei mit Nobuo Uematsu

Plauderei mit Nobuo Uematsu

von mo · 4. September 06 ·

Nobuo UematsuWahrscheinlich kennt fast jeder Konsolenspieler die Musik von Nobuo Uematsu, wissend oder unwissend. Seine Soundtracks zu Final Fantasy sind so berühmt, dass sie sich als CDs, Konzerte und sogar als gedruckter Notensatz gut verkaufen. Einen Tag nach dem Eröffnungskonzert der Games Convention hat uns Herr Uematsu ein paar Minuten seiner Zeit für ein kleines Gespräch geopfert. Da meine sehr freie deutsche Übersetzung der charmanten Plauderei leider nicht gerecht wird, sollte man sich das Gespräch auch im Original anhören, das überhaupt erst durch die polyglotten Fähigkeiten von Frau Kanako Böcker ermöglicht wurde. Die leichte Unterhaltungsmusik im Hintergrund liefert dieses Mal das Parkhotel Leipzig.

Plauderei mit Nobuo Uematsu · 17:19 · 7,9 MB.

d-frag: Erste und einfache Frage: wie gefiel Ihnen das Konzert gestern?

Nobuo Uematsu: Außer der langen, langen Rede war alles wunderbar und perfekt.

d-frag: Oh ja, die Rede war sehr lang und sehr langweilig. [Anm.: Ministerialdirigent Hans-Ernst Hanten hielt eine inhaltlich unangemessene und viel zu lange Eröffnungsrede.]

N.U.: Um die Wahrheit zu sagen: ich bin eingeschlafen.

d-frag: Ja, viele im Publikum sind eingeschlafen.

N.U.: Aber bis auf diesen Punkt war alles perfekt und hat meine Erwartungen voll erfüllt.

d-frag: Ich habe in einem Interview gelesen, dass Sie sich darauf gefreut haben, Ihr »Dancing Mad« live auf der Orgel des Gewandhauses zu hören. War es so, wie Sie erhofft hatten?

N.U.: Ja, bloß ist mir aufgefallen, dass vielleicht etwas am Arrangement nicht ganz gepasst hat. Als die Orgel ihr Solo spielte, konnte ich ein paar kleine Fehler hören.

d-frag: Okay, da gab es ein paar Fehler, aber es war trotzdem großartig, oder?

Nobuo UematsuN.U.: Ja. Wir haben »Dancing Mad« einmal mit den Black Mages [Anm.: die Rockband von Herrn Uematsu] aufgeführt, daher weiß ich, wie schwierig, schnell und kompliziert dieser Teil zu spielen ist, eben weil ich die praktische Erfahrung habe. Ich habe sehr genau hingehört, und die Fehler sind genau da passiert, wo ich sie mir gedacht hatte, da es so schwer zu spielen ist. Weil ich die vielen Details kenne, konnte ich diese Kleinigkeiten hören, aber die Person neben mir war sehr gerührt und fand es großartig.

d-frag: Also haben Sie genau diese Fehler erwartet?

N.U.: Ja. (lachend)

d-frag: Und die Dame musste ja auch noch hoch und runter laufen! [Anm.: Solistin Daniela Kosinova spielte sowohl Orgel auf der Empore als auch Klavier und Flügel auf der Bühne und musste daher öfters schnell viele Höhenmeter überwinden.]

Das Eröffnungskonzert der Games Convention 2003 war das erste sinfonische Spielemusik-Konzert außerhalb Japans. Warum war Japan das erste Land, in dem Spielemusik-Konzerte stattfanden, was glauben Sie?

Nobuo UematsuN.U.: Dafür sind zum einen die Produktionen von Nintendo verantwortlich und zum anderen hat die japanische Spielekultur wohl eine längere Tradition. Soweit ich weiß, hat das Spiel Dragon Quest [Anm.: Dragon Warrior in den USA] damals die erste große Explosion in Sachen Spielemusik ausgelöst, aber das ist wahrscheinlich in Europa nicht so bekannt. Der Komponist Koichi Sugiyama hat relativ einfache Musik komponiert, die klassischer Musik ähnelt. Deswegen war es möglich, seine Spielemusik zu orchestrieren und in einem Konzert aufzuführen.

In Japan spielen die Menschen lieber Rollenspiele als Actionspiele, und für Rollenspiele kann man eher dramatische, gefühlvolle Musik komponieren. Deswegen konnten in Japan wohl eher emotionalere, melodischere, eben schönere Musikstücke für Spiele komponiert werden, die einfacher in Konzerten gespielt werden können.

d-frag: Was ist Ihrer Ansicht nach der Hauptzweck von sinfonischen Spielemusik-Konzerten wie diesem?

N.U.: Ganz einfach, um all den Fans etwas zu bieten, die diese Musik hören wollen, und um die Aufmerksamkeit der Kinder zu erhalten. Auch ist orchestrale klassische Musik nicht mehr so populär wie früher, aber vielleicht können wir mithilfe von Spielemusik wieder mehr junge Menschen für Orchestermusik begeistern.

d-frag: Sie sind schon sehr lange in der Branche tätig. Was hat sich seit Ihrer Anfangszeit geändert?

N.U.: Wie man vielleicht schon erraten kann, gab es zu meiner Anfangszeit nur drei Audiokanäle, für die man komponieren musste, und heute kann man einfach alles aufnehmen und in den Computer übertragen, sodass die Zuhörer dieselbe Qualität wie die von live gespielter Musik hören können.

d-frag: An welchen Projekten arbeiten Sie im Moment?

N.U.: Derzeit arbeite ich an einem Spiel namens Lost Odyssey für die Xbox 360.

d-frag: Sie spielen auch in einer Rockband. Gibt es Pläne für eine Show demnächst in Europa?

N.U.: Wer auch immer mit mir in Kontakt treten und uns einladen möchte, wir würden uns jederzeit sehr freuen!

d-frag: Thomas! [Thomas Böcker, Konzertorganisator, wird unfreiwillig ins Gespräch eingebunden.] Wie wär’s? Das Konzert wäre ausverkauft. Also wären Sie wirklich interessiert?

N.U.: Aus den USA und aus Taiwan gab es bereits Anfragen, aber leider sind vier der sechs Bandmitglieder fest angestellt, deswegen ist die Zeitplanung schwierig.

d-frag: Vor einiger Zeit haben Sie für das Famitsu-Magazin geschrieben. Schreiben Sie heute noch oder haben Sie ein Weblog?

N.U.: Seit der Arbeit am Blue Dragon-Projekt habe ich kaum noch Zeit, deswegen brauche ich jetzt eine Pause. Aber eigentlich mag ich es, Artikel zu schreiben, deswegen würde ich gerne irgendwann wieder schreiben.

d-frag: Das fände ich klasse.

N.U.: Aber ich fürchte, Sie könnten es nicht lesen.

d-frag: Ach, er [Thomas Böcker] wird es übersetzen.

N.U.: Alles macht Thomas. (lachend)

d-frag: Letzte Frage. Ich habe irgendwo gelesen, dass Sie Ihr eigenes Bier brauen. Ist das wirklich wahr? Erzählen Sie mal.

N.U.: Das ist schon eine ganze Weile her. Vor vier oder fünf Jahren habe ich selbst gebraut, ja. Aber wegen der Wetterverhältnisse in Japan gibt es keine konstanten Temperaturen und Bier benötigt sehr stabile Bedingungen, die es vielleicht im Frühling und im Herbst gibt. Außerdem ist es schwer, sich die ganze Zeit darum zu kümmern. Jetzt, nachdem ich es ein paar Jahre versucht habe, habe ich eine Lösung gefunden: ich gehe einfach in eine professionelle Kneipe und kaufe es.

d-frag: Weil wir hier in Deutschland sind, dachte ich, es wäre interessant zu hören, da es ein Bierland ist…

N.U.: Jetzt habe ich eine Frage, weil Deutschland ja eine Bierkultur besitzt: gibt es viele Menschen, die hier ihr eigenes Bier brauen?

d-frag: Oh, ich weiß nicht. Manche tun es vielleicht, aber ich glaube nicht.

Nobuo UematsuN.U.: In Japan haben einige Kaufhäuser einzelne Sektionen, die erklären, wie man Bier selber braut. Aber ich kenne außer mir niemanden, der das mal ausprobiert hat.

d-frag: Ich kenne auch niemanden sonst. Wahrscheinlich gibt es hier so viel Bier, dass man es erst gar nicht selber braut.

N.U.: Aber wenn Bier so bekannt in Deutschland ist, warum sind die Leute nicht daran interessiert, wie man es braut?

d-frag: Ich habe mal irgendwo gelesen, wie man Bier macht, aber das ist eher ungewöhnlich.

N.U.: Und Bier wird ja aus den gleichen Zutaten gemacht wie Brot.

d-frag: Ja, auf deutsch sagt man auch »flüssiges Brot«.

N.U.: Wenn man Bier liebt, sollte man meiner Meinung nach auch mal selber welches brauen.

d-frag: Ich werd’s gelegentlich mal versuchen.

N.U.: Laden Sie mich dann bitte ein?

d-frag: Ich wäre sehr froh darüber!

Jetzt haben wir schönes Wetter, haben Sie heute schon etwas von Leipzig gesehen?

N.U.: Das ist mein dritter Besuch in Leipzig, und heute war ich wieder in der Thomaskirche. Dort hat ein Herr Orgel gespielt…

d-frag: …die berühmte Orgel…

N.U.: Ich wünschte, dass dieser Herr für mich mal »Dancing Mad« spielen würde.

d-frag: Ich fürchte, dieser Herr spielt nur Stücke von Johann Sebastian Bach.

N.U.: Ja, das stimmt.

[An dieser Stelle giggeln Nobuo Uematsu und Übersetzerin Kanako zusammen. Vielleicht über mich! Wer weiß das schon.]

d-frag: Vielen Dank für dieses Interview.


Und als Bonus hier die Black Mages live mit »Dancing Mad«.

Joachim meint:
Im Parkhotel Leipzig war ich schon mal :-)
· 4. September 06 · 07:29
chris [d-frag.de] meint:
Hehe, klasse Typ. Und nachdem ich jetzt das Video gesehen habe, weiß ich genau, welche schweren Passagen er meint. *hust*

"...die berühmte Orgel..." ist gut. Welche von beiden? :)
· 4. September 06 · 09:54
jetsetradio meint:
Jau, sympathischer Typ, super Interview und lustige Fotos... inklusive einem Mo, mit mehr Haaren auf dem Kopf! Mehr davon! Also mehr solcher Interviews. Die Haare reichen.
· 4. September 06 · 10:45
GameGod meint:
Ganz grosse Klasse. Muss man sich wirklich im Original anhoeren - ohne das Gekicher der beiden macht das doch ueberhaupt keinen Spass.

Schoen!
· 4. September 06 · 11:47
Anis meint:
Die Musik sollte bleiben, wo sie war, nämlich im Spiel..!
· 4. September 06 · 11:57
DocTriv meint:
Hey, tolles Interview! Cool, dass er so freimütig über die ätzend lange Eröffnungsrede lästert (Will Wright hätte die mal halten sollen ;-).
Uematsu scheint ein sehr sympathischer Kerl zu sein.
· 4. September 06 · 15:47
Micha meint:
und er hat eine lustige perücke auf :D
· 5. September 06 · 12:29

Kommentare sind für diesen Beitrag geschlossen.

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