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d-frag.de :: Dreamfall - The Longest Journey

Dreamfall - The Longest Journey

von chris · 7. August 06 ·

DreamfallThe Undreaming is unchained. Wow. Es ist fast drei Uhr nachts, vor zwei Stunden flimmerte der Abspann von Dreamfall über meinen Bildschirm. Seitdem sitze ich hier und versuche, mir auf all das einen Reim zu machen. Versuche, mich an Details des Vorgängers zu erinnern und suche nach Antworten auf die vielen Fragen, mit denen uns Ragnar Tornquist dieses Mal zurücklässt. Die Dichte an Querbezügen und Verweisen, manchmal nur ein Satz, ein Wort, ein Bild, zwischen beiden Werken ist geradezu unheimlich. Unheimlich genial.

Beginnen wir am Anfang: Zoë Castillo wächst im Casablanca des Jahres 2219 auf. Von dort aus macht sie sich auf die Suche nach April Ryan, der Heldin des Vorgängerspiels The Longest Journey, die vor zehn Jahren das Gleichgewicht zwischen der Science-Fiction-Welt Stark und der mittelalterlichen Fantasywelt Arcadia wieder herstellte. Das Spiel hat mich zu dem Zeitpunkt, als Zoë auf ihrer Reise Venice erreicht. Es hat mich einfach. Venice in Newport war der Startpunkt des ersten Spiels und nun all die Orte wieder zu besuchen, die sich teils erheblich verändert haben, gleicht einer Reise in die eigene Gamer-Vergangenheit. Schließlich ist The Longest Journey auch schon knapp sechs Jahre alt. Das Studentencafé The Fringe ist nun eine exklusive Bar und kaum wiederzuerkennen, Aprils altes Studentenwohnheim dagegen nur noch eine heruntergekommene Ruine und inzwischen unbewohnt.
Zumindest fast.

Zugegeben, eigentlich ist das gar nicht der Anfang. Schon in The Longest Journey wurde die Haupthandlung von einer Nebenhandlung umrahmt, der Erzählung Lady Alvanes. Interessant übrigens, in welchem Zusammenhang dieser Name in Dreamfall auftaucht, obwohl die alte Lady diesmal gar keinen Auftritt hat. Dreamfall hat gleich mehrere dieser Rahmen. Der zum ersten Prolog gehörende Epilog erscheint erst nach den Credits und wird deshalb vermutlich gerne übersehen, beide zusammen beleuchten Ereignisse, von denen uns in TLJ bereits beiläufig erzählt wurde. Sie bilden den Hintergrund einer Figur, die in der Haupthandlung selbst nur am Rande vorkommt, nähren aber den Verdacht, dass es mit dieser Figur mehr auf sich haben könnte, als es den Anschein hat. Der zweite Rahmen bettet die Haupthandlung als Rückblende ein, ähnlich wie es Lady Alvanes Erzählung im ersten Teil tat.


Von der Haupthandlung selbst will ich nicht allzu viel verraten, nur eine Tendenz: Die Geschichte ist komplex, mit unzähligen Haupt- und Nebencharakteren, und gerade in den letzten Spielstunden zaubert Tornquist eine Menge überraschender Storywendungen aus dem Hut. Die Geschichte erlaubt etwas, was man bei den meisten Storys heutiger Computerspiele, aber auch vieler Bücher und Filme, oft lieber vermeiden möchte – nachzubohren. Zu groß ist oft die Gefahr, in übergroße Logiklöcher zu stolpern, die einen nachträglich den Spaß am Spiel vermiesen. Nicht so bei Dreamfall. Hinter den Charakteren, den verschiedenen Handlungssträngen und den Dialogen steckt häufig viel mehr Hintergrund, als man vermuten würde.

Nehmen wir als Beispiel die recht häufig verwendeten Begriffe WATI, Eingana und Alchera. Ihren eigentlichen Ursprung haben sie in der Mythologie der Aborigines und interessant ist es, ihre ursprüngliche Bedeutung mit der in Dreamfall zu vergleichen. Die Vorstellung der Aborigines von der Traumzeit, in der alles seinen Anfang nahm und die doch mit allem in der Gegenwart verknüpft ist, deckt sich durchaus zu einem gewissen Teil mit der Art, wie das Universum in Dreamfall konstruiert ist und wie es funktioniert.

Die Geschichte ist dabei so wunderschön in Szene gesetzt, dass man viele der Bilder einfach einrahmen und an die Wand hängen möchte. Die Musik ist so famos, dass sie einen eigenen Artikel verdient und ihn im Laufe dieser Woche auch bekommen wird. In spielerischer Hinsicht herrscht jedoch nicht nur eitel Sonnenschein. Die hohe Storydichte ist nämlich teuer erkauft, mit streckenweise fast völlig fehlender Interaktivität. Dass das Spiel im Großen streng linear abläuft, obwohl es im Kleinen unterschiedliche Lösungswege anbietet, die teilweise auch den weiteren Verlauf geringfügig beeinflussen, finde ich bei der erreichten Komplexität äußerst verständlich. Schade nur, dass mich das Spiel oft zu völliger Untätigkeit verdammt. Tornquist hat kein Problem damit, den Spieler auch mal fünf bis zehn Minuten einfach nur zuschauen und genießen zu lassen, ich habe es manchmal aber schon.

In The Longest Journey war das Verhältnis wegen der Rätsel noch ausgeglichener. Zugegeben, sie waren oft sauschwer und stellenweise vollkommen unlogisch, Dreamfall enthält abgesehen von einem TLJ-Gedächtnis-Rätsel mit April in den Höhlen aber praktisch keine schwereren Knobeleien. Dafür mehrere ganz brauchbare Minispiele, beispielsweise um Türen zu knacken, Schleicheinlagen, die durchweg banal sind, ebenso wie ein missratenes Kampfsystem. Diesen versuchten Mix aus verschiedenen Genres haben wir in Beyond Good and Evil auch schon besser gesehen. Die Steuerung per Tastatur ist unterdurchschnittlich geraten, wirklich schlimm ist das allerdings nicht, da sich Dreamfall sowieso am Besten von der Couch aus mit Blick auf einen großen Bildschirm spielt. Und dort macht man es sich im Idealfall mit einem Gamepad bequem.

Sehr schön ist, dass sich neben der deutschen auch die englische Sprachfassung auf der DVD befindet. Dabei ist die deutsche Übersetzung über weite Strecken sehr gut gelungen, nur selten gibt es mal kleinere Übersetzungsfehler oder spürbar falsche Betonungen der Sprecher. Warum einige früher übersetzte Eigennamen wie Krähe, Gleichgewicht und Hüter, diesmal unübersetzt geblieben sind (Crow, Balance, Guardian), ist mir allerdings ein Rätsel.

Fazit

Was bleibt, ist die Story. Sie ist, zusammen mit der Präsentation, der ultimative Grund, Dreamfall zu spielen. Wie so häufig bei Trilogien lässt sich die Qualität des Mittelteils allerdings schwer beurteilen, ohne das Finale zu kennen. Und der abrupte Schluss, mit dem uns Tornquist hier vorerst entlässt, ist heftig und wird nicht jedem gefallen.

Trotzdem bin ich guter Hoffnung für The Longest Journey 3 oder Dreamfall 2 oder wie immer auch der letzte Teil dereinst heißen mag. Bislang wirkt das Ganze – mit all den Vorausdeutungen auf Teil 3, die schon enthalten sind – einfach zu gut durchdacht, um Ragnar Tornquist und Funcom nicht eine famose Auflösung zuzutrauen.

Wir werden sehen. The Undreaming is unchained.

DocTriv meint:
TLJ habe ich nicht sehr weit gespielt, weil mir die Rätselstruktur etwas dämlich daherkam: Wie Du sagst, völlig unlogisch und manchmal auch nicht klar.
Insofern habe ich nicht viel von der Story mitbekommen, sodass mich Df kaum reizt (auch wegen dieser üblen Action-Elemente).
Auch finde ich, dass endlose Zwischensequenzen (und Gespräche - ächz, wenn ich da an manche aus TLJ denke) nicht unbedingt sein müssen.
Diese Querverweise, die Du erwähnt, find ich aber gut. Allzu oft führen ja Nachfolger vieles aus den Prequels ad adsurdum oder ignorieren es...

PS: Netter Artikel :)
· 7. August 06 · 16:10
chris [d-frag.de] meint:
Danke. Allzu viel kann ich ja leider nicht verraten, naturgemäß sind die besten Clous diejenigen, die für ein Review viel zu sehr spoilern.

Gerade die Gespräche finde ich persönlich eigentlich sehr gut, weil sie zwar lang, gleichzeitig aber immer irgendwie von Belang sind, sei es wegen der Story an sich oder weil sie Hintergrund für die Charaktere liefern. Kein Vergleich zu den streckenweise ebenfalls ellenlangen Dialogen in KotOR, die ihre Länge ihrer unsäglichen Redundanz verdanken.

· 8. August 06 · 16:18
Philip meint:
Ich habe TLJ gerade die letzten Tage durchgespielt (hab ich damals nicht gespielt und mir daher als Vorbereitung gekauft, um dann irgendwann mal auch Dreamfall anzugehen) und war auch anfangs eher gelangweilt, weil dort etwa die ersten zwei Kapitel sehr mühselig/unlogisch und auch nicht besonders spannend sind. Aber ich habe nicht aufgegeben und bin war spätestens in dem Moment, wo Arcadia ins Spiel kam, sehr angetan. Das hat dann auch die letzte Woche etwas meinen Schlafrhythmus gestört.

Aber danke für die Spielbesprechung hier, dann werde ich mir Dreamfall auch mal ansehen (sobald ich eine Grafikkarte hat, die das mitmacht, ähem).
Nur in einem Punkt bin ich anderer Meinung: Adventure per Gamepad spielen? Wer macht denn sowas? =) Zugegeben, ich bin kein Konsolenspieler, aber sowas ohne Maus... nääh.
· 9. August 06 · 01:55
Philip meint:
(und ein bißchen schade, dass meine Homepage wohl irgendeinem Filter bei euch nicht gefällt... jedenfalls kann ich nur kommentieren, wenn ich das Feld "WWW" leer lasse)
· 9. August 06 · 01:56
chris [d-frag.de] meint:
Adventure per Gamepad: Bin ich eigentlich auch überhaupt kein Freund davon. Nur ist es leider wirklich so, dass die Gamepad-Steuerung einwandfrei funktioniert und die Steuerung mit Tastatur und Maus ganz schön hakelig ist. Wie bei Baphomets Fluch 3.

(Homepage: Das tut mir leid, eigentlich sollte sowas nicht passieren und ich kann auch nicht ganz nachvollziehen, wie es dazu kommt. Schick mir doch deine Webadresse bitte mal per E-Mail.)
· 9. August 06 · 08:22
paxos meint:
Das Spiel reizt mich auch schon eine ganze Weile. Leider habe ich den Vorgänger nicht gespielt.

Was ist deine Meinung: Ist es notwendig oder nicht?
· 14. August 06 · 11:53
chris [d-frag.de] meint:
Ich denke nicht, dass man den Vorgänger unbedingt kennen muss, um an Dreamfall Spaß zu haben. Aber es werden dir halt doch viele Anspielungen und Details entgehen, leider.
· 14. August 06 · 17:39
suicide meint:
Abrupter Schluss? Och nöö, nix für mich. Nicht bei einem Adventure. Gefällt mir gar nicht. Neee, wirklich nicht. Ich warte auf Teil 3 und lege dann bei Teil 1 los ;)
· 19. August 06 · 17:07
chris [d-frag.de] meint:
Tjaja, betrachte dich hiermit als gewarnt. :)

Vielleicht gar keine üble Idee, zu warten. Den Vorgänger gibts ja jetzt schon in Special Edition auf DVD, läuft unter XP problemlos. Da ich mir das Original damals nur von Mo geliehen hatte, hab ich nun also nochmal zugeschlagen. Hat echt was, das erste TLJ. Hat echt was.

Der erste Teil hat übrigens auch kein offenes Ende, der steht sehr gut für sich selbst.
· 19. August 06 · 22:03
Martin meint:
Das Spiel ist unbedingt zu empfehlen!!!
Ungeachtet der Steuerung und der Baby-Rätsel, ungeachtet der langen Dialog-Passagen!
Ich hab es in 2 Tagen durchgespielt und zum Schluss hab ich wirklich (und das ist bei einem Spiel bei mir noch nie vorgekommen) Rotz und Wasser geheult.
Ich hoffe nur, die Hersteller lassen sich mit dem dritten Teil nicht allzu viel Zeit! Aber wenigstens weis ich durch diesen Artikel jetzt, dass es einen 3. Teil geben wird. Ich war schon etwas geschockt, als mich das Ende so aus der Bahn geworfen hat *g*
· 22. August 06 · 16:53
chris [d-frag.de] meint:
Ich fürchte, die werden sich etwas Zeit lassen. Laut Ragnar Tornquists Blog nimmt das Team nämlich nicht direkt als nächstes den dritten TLJ-Teil in Angriff, sondern widmet sich erst einem anderem Spiel. Leider kann ich dir nicht sagen, um was es sich handelt...
· 22. August 06 · 19:21
Dreamfall ist auf jedenfall ein klasse Spiel.

Hab mich zwar seit Monkey Island 3 nicht mehr an Adventures gewagt,
Weil ich zwischenzeitlich sehr von den actionlastigen Titel des Genres
angetan war. Da aber Gothic 3 letztendlich Inhaltlich so arm ausgefallen
ist, Hab ich mir dann mal das TLJ2 geholt.

Troz längerer Adventureabstinenz (Gothic1/2/3; Oblivin; Spellfore; Vampire Maquerade Redemption & Bloodlines) sind ja mehr schon Action RPG'S statt Adventures)
Das durchspielen hat nicht lange gedauert...1 Urlabstag :)
Die Rätsel sind alle recht simpel aber Unterhaltsam.
Sie dauern scheinbar zum erhalten der Spannung und Atmo nicht allzu lange. Mit Monkey Island 2 verglichen, sind die Rätsel lächerlich leicht. Bei TLJ war es umgekehrt. Immerhin ist jetzt jedes Rätsel offensichtlich und logisch.

Die Überlangen und ausschweifenden Dialoge tragen maßgeblich zur Verdichtung der Atmosphäre und Handlung bei. Sie sind durchweg gelungen und auch in der übersetzten Version beinahe fehlerfrei.
Durch sie lernt man alle Charaktere sehr gut kennen.

Die Steuerung ist für PC's etwas seltsam geraten, aber mit dem Gampad
vom Sofa aus geht es schon ganz gut. Allerdings wirkt das herumlaufen manchmal etwas abgehackt, weil der PlayerCharacter keine weichen Animationsübergänge hat (Interpolation der Animationen die ineinander übergehen) sonder Zickzack läuft, auf grund der Rotierenden kammera und der damit eihergehenden blickrichtungssensitiven Belegung der Tasten, bei der man anfänglich immer wieder anhalten und nachdrehen muss. Nach ca. 10 min kommt man dann gut damit klar.

Schade das man nicht auch herumhopsen kann. Das fehlte mir,
da es wie in vielen anderen Spielen etwas mehr spielerische Freiheit
suggeriert. Außerdem solllte ein tiefer Abgrund auch das herunterfallen
als Möglichkeit für ein vorzeitiges Spielende bieten. Es ist einfach nur albern, wenn ich an eine Kante auf einer Erhöhung stehend, beim weiterlaufen nicht herunter falle sondern hängen bleibe.

Der Kampfmodus
Was zum herumlaufen mit etwas Übung funktioniert, läßt sich beim kämpfen allerdings nicht wirklich gut gebrauchen. Die Steuerung
treibt einen dann doch mal ab und an zur Verzweiflung, wobei es
Gegener gibt, die man auch mit einer präziseren Steuerung nicht killen könnte, weil sie einfach zu stark sind, und das ist wohl so gewollt.

Zum Glück sind Gegner meist so schlau wie in Gothic 3 und es entscheidet lediglich, wer den ersten Schlag austeilt und weiter
wild mit Maus und Tastatur oder Joypad wild drauflos prügelt,
ob man gewinnt oder verliert.

Die Handlung entschädigt die etwas unglückliche Steuerung welche
niemanden davon abhalten sollte Dreamfall zu spielen.

Der Fokus liegt auf dem Nachforschen und entdecken, Die Kämpfe sind nur zum auflockern des Spielgeschens und mit ein wenig Glück auch problemlos schaffbar. Schade ist nur, daß man vor einem Kampf nicht fliehen kann um dann aus dem Hinterhalt anzugreifen oder etwas ähnliches.
Schön wäre zum Beispiel gewesen wenn man öfter die
Möglichkeit bekommen hätte sich auch etwas alternativer gegenüber bestimmten Personen zu verhalten (drohen - > Kampf oder Worte).
Diese elende Schlange Helena Chang z.B. müsste man am Ende einfach verprügeln können, ist doch sonnen klar wer hier wen verarscht hat,
ab dem Spruch mit der Wanze...gäbe es Schläge! Und vielleicht ein etwas weniger trauriges Ende...

Anmerkung der Red.:
Achtung! Spoiler des gesamten Endes voraus!


Das ist dann auch ein kleiner Kritikpunkt, warum müssen eigentlich alle
sterben. Das Ende ist so verdammt traurig... mir kamen wirklich fast die Tränen. Kein Kinofilm der letzten paar Jahre hatte mich so gerührt.
Weil es da wohl immer ein akzeptables Happy End gab.
Na gut, damit hebt sich das Spiel von 0815 Filmen ab.

Schöner hätte ich allerdings eine weniger linear erscheinende Storry empfunden. So ein wenig wie bei Gothic, egal welchen Weg ich nehme, die Handlung ist im Grunde die selbe, nicht aber im Detail.
Es gibt so oft die Möglichkeit bei Dialogen alternative Fragen und Antworten zu wählen. Es ist nur schade, das es keine wirkliche Auswirkung auf den Handlungsverlauf hat. Ich konnte bisher nur zwei
kleine alternative Handlungsstränge entdecken, Wonkers und Oblivia.
Entweder ich baue Wonkers nach dem holen von Reza's Laptop wieder zusammen, oder lasse es bleiben. Die Endsequenz ist dann mit etwas
längeren Dialogen ausgestattet, ändern tut sich allerdings nichts.
Bei Oblivia ist es ebenfalls unerheblich ob ich sie erst stehen lasse
und direkt zum trainig gehe oder erst mit ihr plaudere. Die Trainerin
textet einen so oder so voll, daß man nicht wirklich oft pünktlich ist.

Wie auch immer,ich hab das Spiel genossen. Die Handlung, Musik und Graphikdesign sind überzeugend gut gelungen. Leider ist es zum Ende hin wirklich nur noch ein Film, der zwar spannend die Geschichte erzählt,
aber kaum noch Möglichkeit zur Interaktion bietet.
Ich will diese Chang verprügeln!!! grrrr...

Wenn bei TLJ3 keine Zoe und April mehr da sind, dann
müssen sie aber mindestens ein paar neue hübsche Char's in die Storryline einbauen. Nach Dreamfall ist die Hauptbesetzung komplett ausgelöscht, bis auf Westhouse und Alvane(Im Knast -> Hinrichtung?).

Troz relativ geringer Polygonanzahl
(Warscheinlich wegen der X-Box Entwicklung)
Zoe schießt in Sachen Aussehen den Vogel ab. Mit Abstand die Computerschönheit 2006, da können Lara Silicon Croft und Co. einpacken. Keine dieser übernatürlich bestückten Superheldinen
hat eine deart liebevoll und detailiert inszenierte Persönlichkeit.
("So I have a thing for pillows". oder "My favorit place. I take the longest shower's. What else.....") herrlich, typisch weibliche Sprüche bezüglich Bett und Dusche. Ich meine sie wirkt von Anfang an lebendig
und hat eine realitätsnahe Persönlichkeit.
Am Ende des Spiels kommt es einem so vor, als kenne man Zoe persönlich, weshalb den meisten Leuten das Finale eine Nummer zu traurig ausfällt.

ALso Los Herr Tornquist,
macht mal Spule! Wir wissen doch das Ihr die Storry schon weiter geschrieben habt. Ab ans Dev-Kit und nen Nachfolger
in Arbeit genommen! Oder sagt uns wenigstens ob Zoe wieder
eine Hauptrolle bekommt, noch gerettet wird. Bitte lasst Sie nicht vollständig sterben!
Wieso stolpert Westhouse im Abspann quer durch den Schneesturm.
Das Ungeträumte hatte ihn doch am Anfang absorbiert. Also muss er in
dessen Interesse handeln. Warum ist er nicht gealtert, bzw. jünger geworden? Wer war die weiße Frau die Faith kurz vor Zoe's letztem Besuch, gesprochen hat. Der weiße Drache ist da schon tot...war es etwa Chang? Hatt sie als deren Mutter die selben Fähigkeiten wie Faith und Zoe? Was ist mit dem echten Reza passiert? Woher kommt der "falsche" zum Schluss? Wird Zoe wie Westhouse....Tot in Stark aber lebendig in Arcadia? Wird sie vom Ungeträumten absorbiert werden?
Fragen über Fragen...

Und bitte bei TLJ3 nicht wieder so ein trauriges Ende, seufz....
· 5. Dezember 06 · 14:01
chris [d-frag.de] meint:
Sehr schöne Beschreibung, danke!

Spoileralarm!

Zur Schlusssequenz: Die gezeigte Szene mit Westhouse im Schneesturm wurde in TLJ1 schon angesprochen und spielt lange vor TLJ1 & 2.

Das traurige Ende hat Dreamfall als Mittelteil der Saga, weils eben nicht wirklich der Schluss der Geschichte ist. Tornquist hat zwar schon mehrfach gesagt, dass Dreamfall "Zoes Teil" der Geschichte ist, weshalb ich nicht glaube, dass sie in einem späteren Teil wieder aufwachen wird.

Speziell bei einer anderen scheinbar gestorbenen Person bin ich mir aber relativ sicher, dass sie nicht wirklich tot sein kann. :) Wir werden sehen.
· 5. Dezember 06 · 19:16
MusicMan meint:
@ Purpur Tentakel: Du hast völlig Recht, was Zoe angeht. Die Frau ist der Hammer. Kennst Du diese Szene in Matrix, wo der Typ die Blonde vorführt? So stelle ich mir das in Games, in denen Frauen mitspielen, auch immer vor. Da lebt so mancher Programmierer und Entwickler seine Fantasien aus. Aber bei Zoe ist das noch etwas spezieller. Sie ist das nette Mädchen von nebenan, in das man sich verknallt, wenn man sie zum ersten mal sieht. Und sie ist nicht so der oversexed-Typ mit dicken Dingern und Blaselippen, sonder einfach dezent perfekt. Wäre ich noch Single, wäre sie meine Taumfrau ;-)(Hoffentlich liest meine Frau das hier nie...)Aber mal zum Ende: Ich habe die ganze Zeit mit offenem Mund dagesessen und gewartet, dass Zoe wieder aufwacht. Aber leider ist es nun mal so, das traurigen Storys glaubwürdiger erscheinen, als die mit Happy Ending. Offensichtlich muss ich mir dann auch den 3. Teil zulegen um zu erfahren, wie es nun zuende geht. Aber Zoe werde ich vermissen...
· 10. Februar 07 · 00:33

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