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d-frag.de :: Ursachenforschung

Ursachenforschung

von chris · 9. Mai 06 ·

RaubkopienRaubkopien sind kein ganz neues Phänomen. Trotzdem gehen die Meinungen über die Ursachen genauso weit auseinander wie die über Lösungsansätze wie Kopiersperren und Werbekampagnen. Um etwas Licht ins Dunkel zu bringen, hat die GameStar nun eine große Umfrage zum Thema gestartet. Leider wurden die Fragestellungen offenbar vom Praktikanten in der Mittagspause erdacht.

Schon die erste Frage lässt den geneigten Umfrageteilnehmer stutzen: »Halten Sie Raubkopieren für eine Straftat?« Die Frage ist müßig, denn was Straftatbestand ist und was nicht, ist gesetzlich klar geregelt und keine Frage der persönlichen Meinung. Ich warte auf den ersten Meinungsforscher, der von mir wissen möchte, ob ich Angela Merkel für die Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland halte. Interessanter wäre gewesen zu erfahren, ob und mit welchem Strafmaß Raubkopieren nach Meinung der Umfrageteilnehmer bestraft werden sollte. Gerne auch konkretisiert in Hinsicht auf die ursprünglich geplante und später wieder verworfene Bagatellklausel im 2. Korb der Urheberrechtsnovelle (»Nicht bestraft wird, wer rechtswidrig Vervielfältigungen nur in geringer Zahl und ausschließlich zum eigenen privaten Gebrauch herstellt.«).

Frage 3 geht in die gleiche Richtung: »Was halten Sie davon, dass einige Firmen hart gegen Raubkopierer vorgehen?« Man hat nun die Möglichkeit auszuwählen, ob man das für übertrieben oder genau richtig hält oder ob man gerne härtere Strafen sehen würde. Keine Möglichkeit zur Differenzierung, nicht einmal im Hinblick auf die Bagatellklausel, denn, so Michael Graf im GameStar-Forum: »Nach dem neuen Urheberrecht gibt es keine Bagatelldelikte mehr, deswegen fehlt diese Antwortmöglichkeit.« Abgesehen davon, dass diese Klausel derzeit überhaupt nicht existiert und mit dem 2. Korb erst eingeführt werden sollte, finde ich es sehr irritierend, dass von den Gesetzesvorlagen abweichende Meinungen offenbar gewollt keine Berücksichtigung in der Umfrage finden.

Die nächste Frage, »Wovon machen Sie bei Spielen Ihre Kaufentscheidung in erster Linie abhängig?« krankt erheblich daran, dass bei den vorgegebenen Antwortmöglichkeiten zur Qualität des Spieles, zum Kopierschutz, der Verpackung und dem Preis weder eine Mehrfachnennung noch eine Gewichtung der einzelnen Punkte möglich ist. Kein Spieler wird in seiner Kaufentscheidung derart auf einen dieser Punkte fixiert sein, wie es die Fragestellung voraussetzt.

Zum Abschluss wird nach dem wichtigsten Grund gefragt, der Spieler nach Meinung des Umfrageteilnehmers zum Raubkopieren brächte. Die vorgegebenen Antwortmöglichkeiten sind meine persönlichen Top 4 der dämlichsten Raubkopier-Ausreden aller Zeiten. Wenn mangelnde Qualität des Spiels, zu hoher Preis oder zu wenig Extras den Kauf nicht rechtfertigen, dann sollte man gefälligst auch die Folgen seines Nicht-Kaufs tragen: Besagtes Spiel nicht spielen zu können. Und wer jetzt mit dem Beispiel des Schülers kommen möchte, der sich all die Spiele, die er spielen möchte, gar nicht leisten könne, der möge sich doch bitte einmal bei seiner Eltern- bzw. Großelterngeneration danach erkundigen, worauf diese während ihrer Kindheit verzichten mussten.

Sinnvolle Antworten wie der Hinweis auf mangelndes Unrechtsbewußtsein, weil es immer noch zu einfach ist, an Cracks heranzukommen und weil die Anzahl der Gelegenheits-Raubkopierer so hoch ist, dass die Leute nach dem Motto »Wenn es jeder tut, ist es okay« verfahren, sind dagegen nicht vorgesehen. Die erlaubten Antworten suggerieren durch das Fehlen dieser Alternativen, die Existenz von Raubkopierern sei ein ausschließlich von der Industrie selbst verschuldetes Phänomen.

Kein Wunder, dass sich viele Leser im GameStar-Forum darüber beschweren, ihre Meinung im Rahmen dieser Umfrage nicht adäquat wiedergeben zu können. Schade, denn eine mit mehr Sorgfalt und einer differenzierteren Herangehensweise erstellte Umfrage hätte sicherlich einige interessante Einblicke in das Thema liefern können. So ist sie nutzlos.

suicide meint:
Also die Umfrage ist ein Witz. So etwas hätte ich von einem Blatt erwartet, dass sich nicht jeden Monat mit Spielen auseinander setzt. Aber das ist mal wieder ein Beweis der Gamestar lieber aus dem Weg zu gehen.
Ich ärgere mich jetzt richtig an der Umfrage teilgenommen zu haben. Schließlich will man ja am eigenen Leib erfahren was die veranstalten. Ärgerlich...
· 9. Mai 06 · 17:22
Sibelius meint:
Die gute alte Gamestar... scheint sich ja nicht verändert zu haben :)

Kann die d-frag Mannschaft mitsamt der GEE Truppe den Laden nichtmal übernehmen? Dann könnte man das Blatt auch kaufen ohne sich ob des Inhalts und der Covergestaltung schämen zu müssen :D
· 9. Mai 06 · 21:03
Fred Freundlich meint:
Sibelius, dann lies doch gleich GEE, Edge und Gameface.
· 9. Mai 06 · 21:19
kai [d-frag.de] meint:
@Sibelius:
Du schämst dich nicht für das Cover der neuen GEE-Ausgaben? Da ist ja die Abo-Ausgabe der Gamestar inzwischen geschmackvoller ...
· 9. Mai 06 · 22:02
chris [d-frag.de] meint:
Ich muss auch sagen, ich hab bei der GEE schon Cover gesehen, die an Geschmacklosigkeit selbst die misslungensten GameStar-Cover in den Schatten stellen....
· 9. Mai 06 · 23:34
alphager meint:
An dieser gesammten Diskussion nervt mich vor allem eins: der Begriff "Raubkopierer".
Raub ist ziemlich klar definiert (eine Waffe spielt dabei eine ziemlich große Rolle).

Die Industrie sollte aufhöhren, die Kopiererei als so schrecklich böse hinzustellen. Es ist Teil des Lebens, dass digitale Daten so einfach kopiert werden können und auch werden.

Ich bin Softwareentwickler; meine Software wird kopiert & gecrackt.
So what ? Die Leute, die das tun, hätten sie sich so oder so nicht gekauft.

Gute Spiele verkaufen sich gut, auch ohne Kopierschutz und Gefängnissspots (man erinnere sich zB an Starcraft).
· 10. Mai 06 · 03:09
chris [d-frag.de] meint:
Richtig, Raub ist eben nicht einfach nur Diebstahl, sondern Diebstahl im Zusammenhang mit Nötigung oder gar Körperverletzung. Wer sich den Begriff "Raubkopie" überlegt hat, hatte echt nen Hang zur Übertreibung.

"Gute Spiele verkaufen sich gut, auch ohne Kopierschutz": Kann man, denke ich, so pauschal nicht sagen. StarCraft zählt ja für viele zu den besten Spielen aller Zeiten. Ich denke, es gibt die wirklich überragenden Spiele, die sich auch ohne Kopierschutz verkaufen, die wirklich miesen Spiele, die sich selbst mit Kopierschutz nicht verkaufen, und dazwischen ein riesiges weites Feld. Darauf u.A. auch gute und spaßige Spiele, die aber nicht zur Topliga gehören. Die wird es, vermute ich, am ehesten treffen. Weil sie für unsere besonderen Freunde zwar gut genug sind, um mehrere Stunden ihrer Freizeit damit zu verbringen, aber auch wieder nicht gut genug, um dafür tatsächlich was zu bezahlen. Die Spiele, bei denen man mit so dummen Ausreden kommen kann wie in Frage Fünf der obigen Umfrage.

Gut, empirisch belegen kann ich das nicht. Das wär mal ne lohnenswerte Aufgabe für so eine Untersuchung, herauszufinden, welche Genres und welche Titel in welchem Umfang von Schwarzkopien betroffen sind.
· 10. Mai 06 · 10:11
Anis meint:
Ein Raubkopierer brennt ein Killerspiel! Ui-ui...

Diese mittelmäßigen Spiele, die besonders von den Kopierer gefährdet sind, haben nichts besseres verdient. Sie sollen konsumiert werden.

Diese ganze Umfrage finde ich überflüssig. Hier geht's ums Geld, wie man aus dem Fließbandprodukt mehr Gewinn ausschlagen kann. Hauptsache, die Kunden schlucken es.
· 10. Mai 06 · 11:17
Torg meint:
Ich sag ja, wir müssen wieder zurück in die 80er und frühen 90er, in denen sich die leute die Speile schon allein deshalb gekauft haben, weil die die ganzen Goodies haben wollten, die eigentlich nicht direkt mit der Funktion der Software zu tun hatten (schöne Karten, die gleich noch als Kopierschutz dienten, sehr schöne Handbücher, "Don't Panic" Buttons usw....)

Aber mal ernsthaft: prinzipiell ist das Problem doch das gleiche wie bei der Musik: es gibt Sammler, die sich in jedem Fall die CD kaufen. Dann gibt es die Gelegenheitshörer, die sich die Musik erstmal so anhören und dann die CD freiwillig kaufen, wenn sie nicht ztu teuer ist ( und wenn die Musik so gut ist, dass man sie auch am nächsten Tag noch hören kann, ohne kotzen zu müssen, was ja heute oft nicht der Fall ist), und dann gibt es die Leute, die sich die CD in keinem Fall kaufen, egal wie billig oder wie gut die Musik ist.
Ich halte die Diskussion um "Raubkopien" (die ja eigentlich Schwarzkopien heißen müssten, ergo "Schwarzkopierer sind Vergeher") für eine Scheindebatte, mit der nur verschleiert werden soll, dass die grossen Musikkonzerne (und weniger die kleinen Labels und Künstler) einfach nur gierig sind und am liebsten die Musik umsonst bekommen (von den Künstlern) und für jede Nutzung extra kassieren möchten. Reine Profitmaximierung. Das gleiche gilt für die Spieleindustrie.
Es mag ja sein, dass pro Jahr 400 Milliarden CD und DVD Rohlinge verkauft werden, aber ich halte es doch für wenig wahrscheinlich, dass auch nur der überwiegende Teil für Schwarzkopien genutzt wird, und für noch weniger wahrscheinlich, dass dieser Anteil dann der Industrie an Verkäufen tatsächlich verloren geht. Wenn ich im Monat 10 CD und 5 Filme und 10 Spiele schwarz kopiere, heisst das noch lange nicht, dass ich überhaupt dazu in der Lage wäre, sie mir zu kaufen....
· 10. Mai 06 · 14:55
Spielkind meint:
Als hauptberuflicher Sozialwissenschaftler, der schon mehr als einmal an diversen Fragebögen gebastelt hat, möchte man bei dem Ding eigentlich permanent den Kopf irgendwo draufhauen. Könnte man eigentlich an der Uni gebrauchen - da sind alle Fehler und Ungenauigkeiten drin, die man so machen kann. Jedes Ergebnis, das auf Basis dieses Fragebogens zustande kommt, kann man komplett in die Tonne kloppen.

Das ist natürlich auch kein ganz einfaches Thema - besonders das Stichwort "soziale Erwünschtheit" spielt hier eine Rolle. Denn man fragt die Leute nunmal nach ihren Erfahrungen mit (auch selber gemachten) Straftaten, und da muss man schon damit rechnen, dass Wahrheit und gegebene Antwort da nur begrenzt was miteinander zu tun haben. Da gäbe es Tricks, um das auszuhebeln oder zumindest zu minimieren. Aber davon sieht man hier nix.

Und davon abgesehen ist das Ding auch noch fachlich schlecht. Wie kann man nur so dusselige Praktikanten einstellen?
· 10. Mai 06 · 15:01
Wasabi meint:
Hmm... ist das nur bei mir so, dass wenn ich dem Link auf der GameStar-Seite folge, die Meldung erscheint "die Umfrage wurde nicht aktiviert"?
· 10. Mai 06 · 16:10
suicide meint:
Ne ist bei mir jetzt auch. Entweder hat Gamestar d-frag gelesen und schämen sich jetzt oder sie haben schon genug Antworten ;)
· 10. Mai 06 · 17:49
chris [d-frag.de] meint:
Vielleicht haben sie auch einfach ihr eigenes Forum gelesen...

@Spielkind: Freut mich, dass der Fachmann das bestätigt. Ich kann mich über die Fragestellungen dort nur wundern, habe andererseits aber auch noch nie selbst eine solche Umfrage erstellen müssen.

@Torg: Völlig richtig, besonders "Schwarzkopierer sind Vergeher". *g* Ein Verbrechen ist das bestenfalls, wenn man die Kopiererei gewerblich betreibt. Deine Meinung zur Musikindustrie teile ich auch.
· 10. Mai 06 · 19:03
Torg meint:
Anekdote am Rande: ich habe mir gerade die neue CD von Suicide Commando gekauft, eine in der Gothic/EBM-Szene sehr bekannten Band, die bei einem kleineren Label sind. Und was habe ich entdeckt, als ich die CD in meinen Compi einlegte, um die Tracks auf meinen MP3-Player zu rippen? Auf der CD sind nicht nur die CD-Audio-Tracks (CDA), sondern auch noch die Tracks im WAV,-, MP3- und OGG-Format.
Ist das cool oder was?
· 12. Mai 06 · 20:33
Torg meint:
Argl.... sorry, Falschmeldung. Das war ein Feature der KDE, das ich noch nicht kannte: die Tracks werden zwar angezeigt, aber erst beim Kopieren on-the-fly encodiert.
Allerdings hätte ich es SC auch zugetraut, die Tracks gleich so bei zu packen...
· 12. Mai 06 · 20:46
alphager meint:
@chris:
Mir ist noch kein Kopierschutz bekannt, der nicht geknackt worden ist. Gamer, die eine Schwarzkopie haben wollen, bekommen sie. Welcher Gamer hat noch nie von Cracks und Bittorrent&Co gehört ?

Ein Kopierschutz bringt imho keinen spürbaren Verkaufsboost. Der Schutz ist spätestens 2 Wochen nach Release (wenn nicht schon vor dem Release) geknackt.
· 17. Mai 06 · 14:30
chris [d-frag.de] meint:
Mmh, ich hab doch nichts Gegenteiliges behauptet, oder? Wo liest du das heraus?

Allerdings muss ich zugeben, dass ich keine Ahnung habe, wie einfach oder schwer das Kopieren inzwischen ist. Da ich die Originale der von mir gespielten Spiele im Schrank stehen habe, bin ich eher selten auf der Suche nach Cracks. :)

Dass der Schutz früher oder später immer geknackt wird, ist, denke ich, den jeweiligen Firmen schon bekannt. Wenn man es schafft, dass ein Crack, wie du schriebst, erst zwei Wochen nach Release verfügbar ist, und dann möglicherweise nur für die bugverseuchte Version 1.0 des Spiels, während die Verkaufsversion inzwischen zwei Patches weiter und deshalb spielbar ist, dann hat er seinen Hauptzweck doch erfüllt.
· 17. Mai 06 · 15:27
alphager meint:
Die große Frage ist: bringt das höhere Verkaufszahlen ?
Ich glaube, dass dem nicht so ist.
· 18. Mai 06 · 11:22
chris [d-frag.de] meint:
Beweis es. :)
· 18. Mai 06 · 13:47
Avenger meint:
Also ich halte es mit dem "Schwarzkopieren" so, dass ich das quasi zum "testen" benutze.
Gefällt mir das Spiel gut, bin ich auch bereit die Scheine dafür hinzulegen. Schließlich wollen die Leute, die Monate daran entwickelt haben, auch bezahlt werden.
(OK, wenn ich ganz ehrlich bin, dann nur meistens und nicht immer... Muss meine Willensstärke beim nächsten Lvl-Up erhöhen :)

Ein Grund für mich trotzdem bei Gamecopyworld vorbeizuschauen obwohl ich das Original im Regal stehen habe sind die Gängeleien:

- Daemon Tools oder ähnliches installiert? Erst mal deinstallieren sonst läuft das Programm nicht?? Lächerlich!

- Ich spiele öfter so 5-6 games hintereinander. Jedesmal CD/DVD rauskramen und wechseln nervt einfach... dann doch lieber Crack drauf...

Hmmm... das war's eigentlich so ziemlich...
· 18. Mai 06 · 14:08
Aramir meint:
An all diejenigen, die sich über die „unprofessionelle“ Meinungsumfrage der Gamestar mokieren : Ist Euch eigentlich schon einmal in den Sinn gekommen, dass die Gamestarumfragen eigentlich nur der Unterhaltung dienen?

Ähnlichen den psychologischen Persönlichkeitsstest, die man in jedem zweiten Fernsehheftchen findet, sind diese meist nur darauf ausgelegt, der Leserschaft bestenfalls ein kleines „aha“ zu entlocken. Jedenfalls nehmen sie nicht für sich in Anspruch, in irgendeiner Form wissenschaftlich fundierte, repräsentative Aussagen zu liefern.

Von dem her finde ich es auch amüsant, wenn hier sogar einige mit Begriffen der empirischen Forschungsmethodik der Sorte „soziale Erwünschtheit“ antreten, um ihren Unmut über die Umfrage Luft zu machen. Hätte die Gamestar allerdings die Ergebnisse dieser Umfrage in einem Raubkopiererreport oder sonst wie mit einem seriösen Anspruch verwendet, dann wäre das natürlich eine ganz andere Sachlage, die scharfe Kritik wirklich verdient hätte. So wie es jetzt allerdings aussieht, ist die Umfrage für mich einfach nicht mehr der Rede wert, ganz egal wie diskussionswürdig das eigentliche Thema Raubkopien dabei ist.
· 20. Mai 06 · 13:01
chris [d-frag.de] meint:
Mit den normalen GameStar-Umfragen alla "Hat Ihnen die E3 gefallen?" oder mit diesen niedlichen Persönlichkeitstests in der Bravo hatte diese Umfrage hier allerdings nichts zu tun. Der Witz bei solchen Spaß-Umfragen ist, dass man die Ergebnisse bzw. den aktuellen Umfrage-Stand direkt nach der Teilnahme angezeigt bekommt. Das war hier nicht der Fall.

Und nun, Aramir, da man bei einer Zeitschrift wie der GameStar wohl voraussetzen kann, dass es das Ziel solcher Umfragen ist, die Ergebnisse irgendwann zu veröffentlichen, und da die Ergebnisse noch nicht veröffentlicht wurden: Ist Dir eigentlich schon einmal in den Sinn gekommen, dass eine geplante Verwendung in einem Raubkopiererreport oder sonst einer Berichterstattung mit seriösem Anstrich eigentlich die wahrscheinlichste Variante ist?

Für mich ist die Umfrage inzwischen auch nicht mehr der Rede wert, weil sie relativ schnell abgeschaltet wurde und in der Versenkung verschwand. Ich gehe nicht davon aus, dass wir die hier gewonnenen "Ergebnisse" jemals in irgendeiner Form im Internet oder in der GameStar sehen werden.

In dem Zusammenhang ganz interessant, weil es Deinem ersten Absatz widerspricht: "Die Redaktion GameStar macht monatlich zahlreiche Umfrage unter Abonnenten, Heftkäufern und Usern von gamestar.de. Diese dienen der Erforschung der Zielgruppe." - Zitat aus der GameStar/dev (sehr lesenswertes Heft, übrigens), in der just diese Spaß-Umfragen dann seriös verkauft werden.
· 20. Mai 06 · 15:23
Aramir meint:
Deine Schelte muss ich mir wohl gefallen lassen, chris, es sieht so aus als ob die Gamestar das ganze wohl doch ein bischen seriöser geplant hatte, als es bei mir zuerst den Eindruck erweckt hat.

Man wird halt mittlerweile so häufig mit pseudoseriösem Journalismus bombardiert, dass man es teilweise schon für befremdlich hält, wenn Leute diese Auswüchse überhaupt noch ernst nehmen. Da ist es letztendlich wenig verwunderlich, dass selbst die Gamestar/dev, die auch ich für eine sehr interessante Zeitschrift halte, nicht ganz von dieser „trendigen“ Pseudoseriösität frei gehalten werden kann. Zumindest bleibt die begründete Hoffnung, dass wir von den Ergebnissen dieser offensichtlich missratenen Umfrage verschont bleiben, womit wohl allen am besten gedient ist.
· 20. Mai 06 · 22:13
m.a. meint:
Mich wundert eine ganz anderes Sache ... am Anfang war die Bewegung, die ich hier mal flapsig als "new gaming journalism" bezeichnen möchte mit einem relativ klaren Ziel aufgebrochen: "Wir machen das besser, was uns bei der Profipresse stört".

Es wurde nicht ellenlang darüber diskutiert, was einen an der profipresse stört - jeder wusste, daß (um nur mal ein einfaches Beispiel zu wählen) Zahlenwertungen, die die immer gleichen Kategorien auf jedes Spiel anwenden, inhärent fehlerhaft sind. Musste man nicht erwähnen, konnte man auch so besser machen...

Und jetzt, nach knapp einem bis anderthalb Jahren (je nachdem worauf man sich bezieht) stelle ich hautpsächlich eines fest: das ganze bewegt sich immer mehr vom "wir wollen es besser und interessanter machen" weg und immer mehr zum "kuckt mal wie schlecht die sind" hin.

Who the fuck cares ob eine Umfrage bei der Gamestar oder Gamepro oder GEE oder was auch immer wissenschaftlich fundiert oder auch nur sinnvoll ist? Macht doch bitte euer eigenes Ding aber hört mit der blöden Fingerzeigerei auf, denn das schmeckt ziemlich schal...

Oder wars das mit NGJ? Hat der Ideenvorat dann doch nur für diese kurze Zeit erreicht,?
· 21. Mai 06 · 14:10
ben [d-frag.de] meint:
@m.a.: Oh, ja hmm... nicht ganz unrichtig der Punkt. Indeed... auf der kalten Schulter erwischt.
· 21. Mai 06 · 14:55
chris [d-frag.de] meint:
Nun gut, eine eigene Umfrage zu diesem Thema ist auf Grund unserer begrenzten Reichweite hier nicht besonders sinnvoll. Die Dinge, die wir unserer Meinung nach tatsächlich besser machen könnten, versuchen wir auch weiterhin einfach besser zu machen, ohne mit dem Finger irgendwohin zu zeigen.

Über Prozentwertungen und Ähnliches wurde meines Wissens schon immer lang und breit diskutiert, vor zwei Jahren, als Kieron Gillen den Begriff New Games Journalism prägte, auch vor einem Jahr, als wir hier starteten. New Games Journalism bedeutet übrigens keineswegs "wir machen besser, was uns an der Profipresse nicht gefällt", Mr. Gillen beschreibt in seinem Manifest schon sehr genau, um welche Art von Reviews es ihm geht. In das Schema passen auch nur wenige unserer Besprechungen.

d-frag haben wir von solchen Diskussionen von Anfang an freigehalten, weitgehend, aber nicht völlig. Die Tendenz, die du da siehst, fällt mir nicht ins Auge. Vielleicht sticht es nur so raus, weil in letzter Zeit wirklich erschreckend wenig Besprechungen aktueller Spiele hier erschienen sind?

Tut mir ja auch leid, wir hätten gerne mehr. Mir persönlich wäre ein d-frag vom Ausmaß eines filmszene.de ja auch lieber, das, obwohl ein Fanprojekt, die meisten aktuellen Kinofilme auf sehr niveauvolle Weise bespricht.
· 21. Mai 06 · 20:24
Anis meint:
Mein Vorschlag: kommentiert doch die "Da Vinci - Spiele" (ein von zwei ist schon raus), den Film "Da Vinci Code" und das Buch "Sakrileg" zusammen, mediengerecht und subjektiv...Was hat ein Medium, das anderes Medium nicht hat?
· 22. Mai 06 · 08:38
m.a. meint:
Mal abgesehen davon, daß mir der Name Kieron Gillen nix sagt (ich habe den verlinkten Artikel jetzt bewusst nicht vorher gelesen, um wertneutral zu bleiben) und ich, wie gesagt, den Begriff "new gaming journalism" eher flapsig verwende, weil ich es eher für eine emotionale denn eine messabre Entität empfinde ... so muss ich doch wohl nochmal explizit darauf hinweisen, daß es mir hier nicht ausdrücklich nur um euch geht.

Es gibt ja noch diverse andere Webseiten (siehste, ich hab extra das böse Wort "Weblog" nicht benutzt! :) die ich in die breite gestreute Gruppe "Leute die mehr oder weniger professionell was über Spiele schreiben" einordnen würde. Grindthatauthority, Antigames, Penny-Arcade etc. etc. ... und bei den allermeisten stelle ich halt zunehmend eine Tendenz fest, weniger ihr Ding zu drehen als auf die Druckpresse einzuhauen. Schlechte Tendenz, meiner Meinung nach. Nicht unterhaltsam genug. Schal. But then that's obviously just me...

Daß ich mich ausgerechnet bei euch dazu gemeldet habe liegt halt an dem Status den ich euch zugewiesen habe - unter all den Seiten die ich lese schient ihr mir die, die am durchdachtesten, ausgewogenste und am wenigsten polemisch schreibende Gruppe zu sein. Und wie es halt so ist - je höher jemand im Ansehen steht desto tiefer fällt derjenige, wenn er sich "fehlverhällt". Ich sag nur, wie ich es empfinde...
· 22. Mai 06 · 13:28
mo [d-frag.de] meint:
Wir werden unser Ding wieder drehen, versprochen, wenn wir unser neues Make-Up tragen. Und Herr m.a., Sie können da dann gerne mit dran drehen. :)
· 22. Mai 06 · 15:42
chris [d-frag.de] meint:
@m.a.: Okay, ich habs in den falschen Hals gekriegt. Generell lese ich auch lieber Kritiken zu Spielen als Kritiken zu Kritiken, that's not just you.

Und, öhm, danke für das Lob.

@Anis: Der sehr guten Filmkritik auf filmszene.de habe ich eigentlich nichts hinzuzufügen. Und ob jemand von uns das Spiel spielen wird, nach den Kritiken, die es anderswo ja schon bekommen hat, wage ich zu bezweifeln. :)
· 22. Mai 06 · 16:47
Anis meint:
:-( Ich schätze Spiele von Kheops Studio sehr. Sie haben "The Secrets of Da Vinci" fertig gestellt. Es hat mit "Da Vinci Code" nichts zu tun, ich fürchte, dass "The Secrets" geht wegen "The Code" unter... Schade...

Danke, für Link, Chris.
· 22. Mai 06 · 19:21
m.a. meint:
@mo: ich würde ja gerne, aber wer hat die Zeit und die Energie? Ich kann mich ja kaum aufraffen auf meiner eigenen Müllhalde was zu schreiben, und was Spielekritiken angeht habe ich schon zwei Projekte (zugegebenermassen nicht alleine) in den Sand gefahren, die Erfahrung muss ich nicht ein drittes mal machen ... wenn ich mal einen kreativen Schub habe, dann liefere ich vielleicht mal den vor langer Zeit versprochenen Artikel, aber ... ich würde nicht die Luft anhalten solange.
· 23. Mai 06 · 12:41
alphager meint:
chris:
Genau daran scheitert es !
Was wir brauchen ist eine unabhängige Studie. Wie sowas aufgebaut sein soll, weiß ich nicht. Spiele sind zu unterschiedlich, um wirklich sinnvolle Versuche zu machen.
Fakt ist aber: alle Spiele auf meinem Computer sind gecrackt. Nicht, weil sie keine Orginale sind, sondern weil das CD-Wechseln nervt und das Laufwerk viel zu laut ist.
Deswegen finde ich Steam ziemlich toll. Keine CD= kein Ärger mit der CD.
· 26. Mai 06 · 14:02
xXXXx meint:
alles crackbar? dachte ich früher auch. und dann erschien die 3er-version von starforce. bei den aktuellen nutzt selbst laufwerkabklemmen nichts.
· 26. Mai 06 · 16:20
xXXXx meint:
steam find ich auch ganz doll. für nen singleplayer zwingend internet vorauszusetzen ist schon mehr als unverschämt. naja, so spart man auch geld. :)
· 26. Mai 06 · 16:22
Alphager meint:
xXXXx: Starforce 3 ? Ich habe mal kurz geschaut, ob ich Spiele mit SF3 besitze. Siehe da: X2. Läuft ohne CD. Mit laufendem Daemon Tools. Und das seitdem ich das Spiel gekauft habe (~2 Wochen nach Release).

Es gibt kein ungecracktes Spiel.
· 7. Juni 06 · 13:29
alcyon [d-frag.de] meint:
Wobei man dazu aber auch bemerken muss, dass Egosoft mit dem letzten Patch den Kopierschutz auch entfernt hat. Solltest Du also diesen Patch drauf haben, brauchst Du auch keine Daemon Tools. Siehe auch http://www.egosoft.com/download/x2/patches_en.php
· 7. Juni 06 · 14:30
chris [d-frag.de] meint:
Gut, X2 hat Version 3.3 integriert, das ist von 2003. Gab inzwischen mehrere größere Updates. Irgendwie zu umgehen ist der Schutz sicher immer, aber in vielen Fällen ist das inzwischen trotzdem nicht mehr so trivial wie früher.

Trackmania: Sunrise ist ein gutes Beispiel. Viele haben geflucht, weil Nadeo den Crackern keine Anhaltspunkte liefern wollte und deshalb auch die Demo mit StarForce ausgeliefert hat. Aber die Folge ist halt, dass man mit manipulierten ISOs, mit Daemon Tools, AntiBlacklist-Tools herumhantieren und zusätzlich noch seine CD-Laufwerke abklemmen muss, damits ohne CD läuft. Da wird die Hürde für manche schon zu hoch.

Weil der Schutz halt nur umgangen wird. Ein wirklich funktionierender Crack für das Spiel ist mir nicht bekannt. Aber selbst wenn, denke ich trotzdem, dass die Fraktion derer, die neue Spiele unbedingt immer sofort nach Release haben müssen, groß genug ist, dass es sich schon auswirkt, wenn der Schutz nur 2 Wochen ungeknackt bleibt.

Den Kopierschutz mit einem gewissen Alter des Spiels per Patch völlig zu entfernen, find ich deshalb auch sehr vernünftig. Wird leider von viel zu wenigen Firmen gemacht.

· 7. Juni 06 · 15:39
chris [d-frag.de] meint:
Zumindest bleibt die begründete Hoffnung, dass wir von den Ergebnissen dieser offensichtlich missratenen Umfrage verschont bleiben, womit wohl allen am besten gedient ist.

Gerade erst gesehen: Der entsprechende Raubkopierer-Report befindet sich in der aktuellen GameStar 07/06 auf Seite 184.
· 15. Juni 06 · 10:45
chris [d-frag.de] meint:
... und auf GameStar.de jetzt auch online.
· 16. Juni 06 · 20:52

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