Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/defrag/b2evocore/_class_settings.php on line 36

Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/defrag/b2evocore/_class_settings.php on line 36

Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/defrag/b2evocore/_class_settings.php on line 36

Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/defrag/b2evocore/_class_settings.php on line 36

Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/defrag/b2evocore/_class_settings.php on line 36

Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/defrag/b2evocore/_class_settings.php on line 36

Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/defrag/b2evocore/_class_settings.php on line 36

Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/defrag/b2evocore/_class_settings.php on line 36

Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/defrag/b2evocore/_class_settings.php on line 36

Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/defrag/b2evocore/_class_settings.php on line 36

Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/defrag/b2evocore/_class_settings.php on line 36

Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/defrag/b2evocore/_class_settings.php on line 36

Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/defrag/b2evocore/_class_settings.php on line 36

Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/defrag/b2evocore/_class_settings.php on line 36

Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/defrag/b2evocore/_class_settings.php on line 36
d-frag.de :: Chernobyl

Chernobyl

von mo · 26. April 06 ·

Tschernobyl-ReaktorHeute vor genau 20 Jahren in Prypjat, ukrainische sozialistische Sowjetrepublik: Im benachbarten Atomkraftwerk Tschernobyl ereignet sich eine Kernschmelze mit anschließender Explosion. Die 48.000 Einwohner werden erst 36 Stunden später darüber informiert. Bedienfehler, Konstruktionsmängel und Missachtung von Vorschriften waren wohl die Ursachen der Katastrophe. Hätte sie verhindert werden können? Im Spiel Chernobyl von Paul Norman aus dem Jahr 1988 kann man genau das versuchen.

ChernobylBevor ich womöglich lange spannungsaufbauend kunstvoll Text verschwurble, zerstöre ich lieber gleich jeglichen Spannungsbogen: Chernobyl ist ein unerträgliches Nichtspiel. Ja, man hätte einiges über die Arbeitsweise eines Atomkraftwerks vermitteln können, hätte man hinter der umständlichen Steuerung per Textkommandos, den kaum zu überschauenden technischen Prozeduren und den Hunderten Regelanzeigen ein Hauch Spielspannung versteckt. Doch so bleibt dem Spieler bloß übrig, die Anweisungen der Anleitung genau zu befolgen. Hochfahren, Betrieb, Abschaltung. Langweilige Statustexte lesen. Kommandos geben, die man aufgrund fehlender Ingenieurskenntnisse kaum versteht. Entweder kann man den GAU verhindern – oder eben nicht. Der Spieler wird zur Passivität verdammt, denn es liegt auf der Hand, dass man im textbasierten Kontrollzentrum eines AKWs kaum Handlungsspielraum besitzen kann.

ChernobylSchweifen wir deswegen von Chernobyl in die Gegenwart ab: die Zahl der Spiele, die historische Ereignisse erspielbar machen, ist Legion. Oft halten vermeintlich wichtige militärische Schlachten und Operationen als Sujet her, manchmal darf man sogar Saddams Söhne töten oder Vietnamesen verbrennen. Das Gegenteil aber, nämlich Gewalt oder Katastrophen zu verhindern, ohne Gewalt auszuüben, findet man kaum. Klar. Haut spielspannungsmäßig nicht so vom Hocker. Und schließlich will man ja so richtig gewalttätig sein dürfen, weil man es in der Realität nicht darf. Auch klar. Aber mal fernab kommerzieller Erwägungen und designtechnischer Hürden: könnte so ein modernes Katastrophenverhinderungsspiel nicht doch sehr, sehr großartig sein?

ChernobylAls heutzutage notwendige Zutaten wären vorhanden: starkes Handlungsmotiv (die Welt retten natürlich, nur eben nicht vor Orks oder Irakern, sondern vor radioaktiver Strahlung), Raum für nonlineares Handeln (weil Katastrophen nicht so einfach bekämpft werden können, wie Chernobyl uns weismachen möchte), Verknüpfung vieler Genres (Deus Ex plus System Shock plus SimCity plus Theme Hospital), rasanter Spannungsbogen (langsamer und gut planbarer Beginn, später immer weniger Zeit für immer mehr Entscheidungen), emotionale Bindung ans Spielgeschehen (hunderttausend Tote, wenn DU versagst!), viel Freiheit für audiovisuelle Bells’n’Whistles und ein sehr erhabenes und edles Erfolgsgefühl im Falle des Sieges. Denn möchte man nach all den martialischen Schlachten nicht auch mal gefeierter Held sein, der die Explosion eines Reaktors in allerletzer Sekunde verhindert, die Verstrahlung riesiger Landstriche, den qualvollen Tod vieler »freiwilliger« Liquidatoren?

Und vielleicht könnte man im Laufe des Spiels wirklich ein wenig über die Arbeitsweise eines Atomkraftwerks lernen. Über die Macht der Kernspaltung, die mal eben das Dach des Reaktorblocks 4 völlig vaporisieren kann (wir reden hier von 1000 Tonnen Materie). Über Macht und Ohnmacht verantwortlicher und verantwortungsloser Protagonisten. Über die Lernunwilligkeit von kleinen und großen Zahnrädern in Politik und Wirtschaft.

Wer nicht auf dieses Spiel warten und lieber jetzt schon lernen möchte, kann sich mit der C64-Version von Chernobyl selbst quälen. Läuft mit allen gängigen Emulatoren. Besser: sich den detaillierten Ablauf der Katastrophe von Tschernobyl anschauen, den Bericht eines Teams von Quarks&Co vor Ort lesen oder Elena Filatovas (teilweise leider inszenierten) Fotos aus der verbotenen Zone betrachten.

Am 1. Mai 1986 sollte in Prypjat übrigens ein neuer Rummelplatz eröffnet werden. Das Riesenrad steht heute noch dort. Unbenutzt.

Kopf meint:
Es gibt doch da einen Shooter, der in Tschernobyl spielt. Ich weip natürlich weder Namen noch Story, kann mir aber kaum
vorstellen, dass es um die bekämpfung der
Katastrophe geht. Eher Terorristen.

(Nur mal so nebenbei: Google will mir grade ganz kontextsensitiv
"Atom ab 0,01€" verkaufen. Gibt es was, dass es nicht gibt?)
· 26. April 06 · 08:31
Anis meint:
Schaut euch die Screenshots zu einem noch nicht fertigen Spiel: STALKER Shadow of Chernobyl, an! Sie sind jetzt überall im Netz, ihr wisst, wo man sucht... Im voraus gesagt, löscht ihr bitte zuerst alle Monster, Soldaten und Waffen aus der Sicht. Sie stören nur...

Die ukrainischen Entwickler waren selbst am Ort. Bilder wirken wie ein Doku. Mehr noch, die Natur rum herum, die verlassenen Blockbauten, das Lenindenkmal und das Riesenrad ist dort auch zu sehen! Und der unkrainischen EINZIGARTIGEN Himmel... Wollt ihr wissen wie er aussieht?
Genau so... Ich war in dieser Gegend, 11 Kilometer von der Zone etfernt. Es ist dort trotz Kontamination ( vielleicht deswegen?) überwältigend schön ruhig...
· 26. April 06 · 09:01
Besux meint:
nette utopie matthias. aber auf derart gehaltvolle spiele warten wir sicher noch ein paar jährchen
· 26. April 06 · 11:37
Stefan meint:
So ganz stimmt das ja nicht. natürlich gibt es spiele, wo man katastrophen verhindern/bekämpfen kann. spontan fallen mir da simcity (das eher schlechtere beispiel), emergency (3+4) und fire department ein. man rettet zwar nicht immer die welt, aber zumindest manchmal halbe städte. das ist doch auch schon was, oder?
· 26. April 06 · 11:48
mo [d-frag.de] meint:
Kopf: siehe Antwort von Anis. Und Anis, Stalker habe ich hier bewusst nicht erwähnt, da im Spiel die Katastrophe als bereits gegeben vorausgesetzt und nur als Setting benutzt wird. Die echten Fotos und die Screenshots kenne ich, ja. Übirgens auch das wirklich sehenswerte Projekt Radiating Places.

Stefan, natürlich gibt es solche Spiele, aber es gibt sie eben »kaum«. Und wenn, dann fast nie als groß angelegte GAU-Verhinderung, sondern eher als Simulation des Rettungsalltags. Die waren mir schon immer zu dröge und zu wenig mitreißend.
· 26. April 06 · 15:02
Suicider meint:
Mir fällt spontan auch kein Spiel ein, außer vielleicht Oekopoly. Das ist zwar nicht nur uralt und eine recht trockene Simulation, aber war beeindruckend spannend. Ich weiß jetzt gar nicht, in wie weit das die PC-Version war, es gibt auf jeden Fall einen Nachfolger vom Erfinder Frederic Vester (vor drei Jahren gestorben) namens ecopolicy. Ich kann mir aber vorstellen, dass man irgendwann den Algorithmus raus hat oder so demotiviert das "Spiel" zu Seite legt. Ich würde mir das aber gerne nochmal anschauen, es ist eben mal was anderes zu den ganzen 3D-verseuchten Games.
· 27. April 06 · 01:46
mnem meint:
die google-ads sind tatsächlich ganz zauberhaft:

Kernenergie
Ein unverzichtbarer Bestandteil in einem nachhaltigen Energiemix

vielleicht sollte die mal jemand darauf hinweisen, dass bei artikeln die das wort 'tschernobyl' enthalten, kernenergie-werbung etwas fehl am platz ist. ;)


(aber, mo: kaum zu überschaubare technische Prozeduren?)
· 27. April 06 · 13:35
mo [d-frag.de] meint:
Au. War spät. Nicht gesehen. Und IHR habt das auch alle nicht gesehen! Schande! (Hab's verbessert.)
· 27. April 06 · 13:45
kai [d-frag.de] meint:
Für den C64 gab es auch eine Diskette vom "Informationskreis Kernernergie", die liegt bei mir noch herum.
Hier gibt es ein Diskimage.

Und so sah die aus. Ich frage mich, woher ich sie habe ...
· 27. April 06 · 15:47
Fred Freundlich meint:
Doch, es gab schon ein Spiel, in dem man die Superkatastrophe verhindern musste/konnte, auf dem Amiga: "Aufbau Ost" hiess das.
· 27. April 06 · 19:56
Martin meint:
Whoa ... "Chernobyl" ... das war eins der Spiele, das ich sogar als Original hatte - weils mir Papa damals zu Weihnachten geschenkt hat. Aber trotz Anleitung bin ich nicht durchgestiegen. Außerdem war's für mich als Jungspund verdammt langweilig - wenn man in der Disekttenbox auch Bubble Bobble, Turrican und andere "Leckerbissen" liegen hat ;)
· 28. April 06 · 00:03
Anis meint:
Heute in der Zone leben und arbeiten 7000 Menschen, klar, ohne Kinder.
Gebären ist verboten. Das sind Freiwilligen, mit einem "Stalker-Syndrom", sie können aber sie wollen einfach nicht weg... Ukraine schielt auf Frankreich und will weiter 14 neue Reaktoren bauen! Sie verstehen einfach nicht...!

Und neben dem "Informationskreis Kernenrgie" sollte man einen "Bericht über die wachsende Zahl der Krebserkrankungen bei Kinder seit 1986 der onkologischer Klinik von Kiev" hinlegen. Nur so, um der Objektivität willen... Ihre Schutzmaßnahmen können die Kernenergetiker sich sonst wohin stecken...
· 28. April 06 · 08:34
jmi meint:
Ecopolicy hab’ ich noch irgendwo. Nun ja, mich hat das Spielfieber nie erfasst – das könnte auch an Ecopolicy gelegen haben.
· 28. April 06 · 12:03
teppi meint:
Ich fand das Spiel Sim Copter richtig gut. Menschen aus Notsituationen retten. Feuer löschen. Verkehrsstaus auflösen.

Das Spiel hat richtig Spaß gemacht. Leider war die Grafik schon für damalige Verhältnisse ziemlich komisch. Aber dafür war die Flugphysik umso besser.

· 30. April 06 · 10:25

Kommentare sind für diesen Beitrag geschlossen.

Computerspiele. Videospiele. Spielkultur. Oberfläche.

Inhalt

Design auswählen

Suchen

Blog abonnieren