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d-frag.de :: Kleine Fluchten

Kleine Fluchten

von kai · 6. April 06 ·

deutsch.punktNeues aus der Schule: Klett gibt ein Deutschbuch für die 7. Klasse heraus, das sich in einem eigenen Kapitel mit dem Thema »Computerspiele« beschäftigt. Unter dem Titel »Kleine Fluchten – Umgang mit Medien« werden in dem Buch deutsch.punkt 3 Themen wie Alterseinstufung bei Spielen, Geschlechterbilder und (natürlich) Computerspielsucht behandelt. Das geschieht ausgewogener, als man befürchten konnte, was möglicherweise auch daran liegt, dass man sich mit Klaus-Peter Gerstenberger bereits eine kompetente Person ins Haus geholt hat. Zumindest beim Thema Jugendschutz hat sein Crashkurs sicherlich Anregungen gegeben.

Die Reihe beginnt mit einer Betrachtung der Spieleverpackungen (gab es neulich schon bei Spieler Vier). Mein Fachleiter frohlockte wohl bei dem Arbeitsauftrag zur Text-Bild-Kombination. Die Schüler sollen an dieser Stelle bereits Spiele klassifizieren und Altersangaben diskutieren. Erfahrungen werden aber eher im Mittelpunkt stehen. Ich würde den Schülern darum mehr Raum geben, um erst einmal Erfahrungen und Meinungen auszutauschen. Unerfahrenere Lehrer können so einen Einblick in den Alltag der Spiele gewinnen und sich einen besseren Überblick über das Vorwissen verschaffen. Vermutlich würden auch schon weitere Schwerpunkte für die Reihe deutlich.

Das Deutschbuch präsentiert als nächstes eine Spielerezension zu einem 2004 erschienenen Sportspiel aus der ComputerBild Spiele. Eine andere Quelle, ein aktuelleres Spiel wären besser. Allerdings rechtfertigt der folgende Arbeitsauftrag den Text: »Der Zeitungsartikel wendet sich an Erwachsene [sic]. Schreibt ihn so um, dass jugendliche Leserinnen und Leser angesprochen werden, und berücksichtigt auch fehlende [sic] Gesichtspunkte.« Ein Liste nennt dann auch Gesichtspunkte, die man bei der Spielvorstellung beachten müsse.

Nun folgt der in meinen Augen schwächste Teil der Reihe: Spielesucht. Damit wird das Medium stigmatisiert. Oder gibt es Deutschbücher, die »Lesesucht« ansprechen (um die man sich im 18. Jahrhundert wirklich Gedanken machte!)? Der Abschnitt beginnt mit einem Auszug aus dem Jugendbuch Die Stadt der Kinder von Andreas Schlüter. Dieses Buch ist grottenschlecht, völlig bescheuert und hat mit echten Computerspielen aber auch gar nichts zu tun. Die Handlung ist absurd, konstruiert, moralisierend und langweilig. Im Textauszug geht es um die Aufregung, die ein Junge verspürt, als er ein neues Spiel zum ersten Mal startet. Man findet im Netz bessere Texte zur »Spielesucht«, wenn man dies überhaupt thematisieren möchte. Ein »Dr. Mark Griffith«, den Google nur aus einer Mailingliste kennt, stellt 7 Fragen zum eigenen Spielverhalten. Beantwortet man 5 mit ja, so »könnte man abhängig sein«. Die Klasse soll nun anhand der Fragen 7 Tipps gegen die Abhängigkeit formulieren. Außerdem gibt das Buch zwei Berichte von Spielern wieder und fordert zur Diskussion auf.

Die Rollenleitbilder in Spielen werden wieder mit Bildern besprochen. Gezeigt werden die Verpackungen von Harry Potter, Die Sims 2, Siedler, Myst IV und noch ein Screenshot aus den Sims, auf dem man eine Wissenschaftlerin erkennt. In Gruppen sollen die Schüler (nach der Kritik der Bilder) eigene Figuren entwerfen, mit denen sich Mädchen (und nur Mädchen!) identifizieren können. Ein Artikel von Florian Rötzer (»Computerspiele - oft nichts für Mädchen«) soll zusammengefasst werden und auf ein abschließendes Streitgespräch vorbereiten.

Ich habe einmal eine 9. Klasse unterrichtet, die sich das Thema Computerspiele für eine Pro&Contra-Argumentation wünschte - damals lief gerade die Counter-Strike-Debatte. Ich bat die Klasse zunächst darum, mir per Handzeichen zu zeigen, wer Computerspiele eher ablehnte und wer sie eher befürwortete. Die zwei Gruppen mussten dann in der Diskussion jeweils den Standpunkt einnehmen, der nicht der eigene war. Das bedurfte einer intensiveren Vorbereitung und führte zu einer tieferen Diskussion.

Im letzten Abschnitt der Reihe informieren sich die Schüler mit diesem Text über die Entwicklung von Spielen und sollen eine Wandzeitung erstellen. Zusätzlich gibt es ein Interview mit »Frau Eringfeld«, die bei einer »Softwareschmide für Computerspiele im Ruhrgebiet« arbeitet.

Die Reihe schließt mit der Aufforderung, einen Artikel über Spiele für die Schülerzeitung zu verfassen, mit Anregungen zu Spieleabenden und einer Ausstellung über Spiele und mit einem ausführlichen Vorschlag, wie man ein eigenes Spiel entwicklen kann. Dabei handelt es sich allerdings um ein Würfelspiel.

Fazit: Für eine 7. Klasse in Ordnung, prinzipiell eine kleine Revolution. Wer so etwas mal ausprobieren möchte, sollte aber seine Schüler stärker an der Planung der Reihe beteiligen. Ich bin sicher, dass sie noch bessere Ideen haben.

Anis meint:
Soviel ich verstanden habe eine praktische Übung "Spielen" ist in der Reihe nicht vorgesehen. "Spieleabende" außerhalb des Unterrichts werden in die "Spielorgien" ausarten, denke ich.
Ich hätte die Klasse in Gruppen verschiedene Sequenzen von einem Spiel ca. 20 Min. im Unterricht spielen lassen. Dann aber analysieren: Inhalt, Grafik, Sound usw... Und der Projekt "Computerspiel selber machen" finde ich gut, aber nur in Rahmen des Unterrichts. Da werden einige Schüler sich wundern, dass "Computer spielen" auch manchmal "lernen" bedeutet!
Ich stelle mir, so was, wie ein regulerer Computerspiele/Filme/Comics-Unterricht, also Bildmedienunterricht vor. Es ist wichtig. Unsere Kultur macht ein Wandel von Text zu Bild durch... Die Jugendliche spüren das, sie haben bessere Antennen, als Erwachsene...
Computerspiele in der Schule, tolle Idee, mach weiter Kai!
· 6. April 06 · 08:48
ugh meint:
Spielen im Unterricht - dazu bräuchten wir erst eine Lehrerfortbildung (meinetwegen die ganzen Sommerferien lang ;-) ). Ich schlage folgende Selbsterfahrungsspiele vor:

Wie wäre es mit den Schulsims, die sich zu einer Deutschstunde in der Schule treffen und eine Unterrichtsreihe über Computerspiele durchgehen? Der didaktische Stil kann im Auswahlmenu eingestellt werden.

Oder der "Schooltycoon", bei dem jeder vernetzte Mitspieler einen Vertreter aus der Kultusministerkonferenz nachspielt... eine Art Echtzeitstrategie: Latein- gegen Informatiklobby - wer macht das nächste Schulgesetzt?
Das wären doch mal schultaugliche Computerspiele mit Realitätsbezug...

Für Referendare: Der Lehrerkonferenzmanager. Die eingebrachen Anträge müssen durch vorheriges impfen von bestimmten Gruppen in der Schule durchgebracht werden.
Bonusfeature: Die Lehrerkonferenz in Zeitraffer - wahlweise 2,3 oder 5 fach verlangsamt und aus 7 verschiedenen Kamerapositionen, damit man alle Details mitverfolgen kann. Das Spiel käme bestimmt bald auf den Index, da es die Jugend demoralisiert.

Oder zur Demonstration des Sprachenproblems: ein Lehrer der chinesisch spricht und man soll dem Matheunterricht folgen und muss als Endgegner die Mathearbeit besiegen, die nur aus chinesischen Textaufgaben besteht.

Klasse Artikel, Kai. Vor allem ist es schön zu sehen, dass in der Schule Bewegung ist. Lang lebe Klett!
Allerdings möchte ich gerne bei manchem Kollegen Mäuschen spielen, wie er das Thema in seinem Unterricht behandelt. Ich stelle mir das mitunter vor wie Aufklärungsunterricht bei Nonnen.
· 7. April 06 · 05:21
kai [d-frag.de] meint:
Hallo ugh :)

Den Schooltycoon gibt es schon:
http://www.gamershell.com/pc/school_tycoon/screenshots.html

· 7. April 06 · 13:31
Robin S. a.k.a. MakeAMillYen meint:
Ich hatte da mal so n Spiel, da konnte man die Namen seiner Lehrer eingeben und dann als grobpixelige Figuren abknallen, wegsprengen, verbrennen und so weiter. Hat tierisch Spass gemacht, wenn auch nur fuer 15 Minuten. Aber vergessen hab ich's augenscheinlich nicht.
· 7. April 06 · 18:52
Draugr meint:
Jenes Spiel war "Teacher Busters" auf dem C64. Eins jener Spiele, die man nur rauskramte wenn die Eltern weg waren oder die Tür zum Kinderzimmer fest verschlossen... man ahnte ja schon was das für Diskussionen zur Folge gehabt hätte. ;)

@Topic
Generell wirklich eine kleine Revolution, als ich in der 7. oder 8. Klasse war, war unser Deutschlehrer schon eher einer der "jungen Wilden" weil er uns die Wahl ließ welches Buch wir durcharbeiten und die Klausur darüber schreiben wollen, zwischen u.A. Stephen Kings "Cujo" und dem Tagebuch der Anne Frank. Spiele? Sind das nicht diese kleinen haarigen Biester mit Fühlern, die Krankheiten übertragen?
· 7. April 06 · 21:38
mo [d-frag.de] meint:
· 8. April 06 · 00:22

Kommentare sind für diesen Beitrag geschlossen.

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