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d-frag.de :: Trashman

Trashman

von kai · 13. März 06 ·

TrashmanWo gehobelt wird, fallen Späne. Wo konsumiert wird, entsteht Müll. Den sieht man besonders dann, wenn die Müllabfuhr wie derzeit in einigen deutschen Bundesländern streikt. In den Achtzigern trug der verbrauchsorientierte Young Urban Professional (kurz: Yuppie) sicherlich zur Erhaltung von Arbeitsplätzen in dieser Branche bei. Egal ob alleine oder mit der gesamten Vorstadtfamilie, in deren Welt das Spiel Trashman angesiedelt ist. Zu Beginn des Spiel wird eine Stellenausschreibung präsentiert. Die Stelle ist unserem Helden sicher, wir müssen ihm nur noch einen Namen geben.

TrashmanEin Blick auf den Ort der Handlung: Wir schauen auf einen Ausschnitt eines typischen Suburbs inmitten der typischen Suburbia. Die Straßen gerade und sauber angelegt, Hecken umgeben die rechtwinkligen Grundstücke. Aufgeräumte Vorgärten und Häuser eines einzigen Baustils. Wer American Beauty gesehen hat, weiß, in welcher Welt wir uns befinden. Müll gibt es hier natürlich nur in den extra aufgestellten Eimern. Die sind weiß.

TrashmanUnser Held kommt ins Spiel: Ein verheirateter Mann mit drei Kindern, der sich auf eine Stelle beworben hat, die folgendermaßen ausgeschrieben war: »muss aufmerksam sein, leichtfüßig und seinen Drink halten können«. Er ist sicher kein Bewohner des Bezirks, in dem er arbeitet. Zuerst soll er in der Staunton Lane fünf Tonnen leeren, die er an den Häusern einsammeln und zu einem Müllauto bringen muss, das ihn bei seiner Arbeit begleitet. Der Fahrer des Wagens verhält sich allerdings nicht sehr kollegial und fährt auch schon mal los, wenn sich der Held gerade mit einer schweren Tonne Müll mühsam nähert. Schafft es der Müllmann, die Tonne wieder an ihren Platz zu stellen, ohne dass sein Fuß den schmalen Weg durch die Grünflächen der Vorgärten verlassen hat, zeigen sich die erfreuten Bewohner des Hauses in der Tür und locken ihn mit einer (in Bonuspunkten) bezahlten Zusatzaufgabe ins Haus. Oft jedoch erweist sich das verlockende Angebot als Enttäuschung für unseren Helden.

TrashmanDie Bewohner zeigen sich bei diesen kurzen Kommunikationssituationen als wohlhabende spießige Bürger, die ihr Fernsehgerät nicht reparieren können, ihren verrückten Sohn wahlweise vorführen oder von einem süchtig machenden Computer (einem C64!) befreien wollen oder selbst Hilfe bei einem Adventure brauchen. Die Grünflächen sind Hauptschauplatz der Müllmannerziehung. Zum einen zeigen sich die Bewohner nur dann, wenn ihr kostbarer Rasen nicht betreten wurde, zum anderen gibt es einen satten Punkt- (und man darf vermuten: auch einen Gehalts-)abzug, wenn der Vorgarten doch einmal unachtsam zertreten wurde.

TrashmanDie Autoren des Spiels nennen sich New Generation Software. Wahrscheinlich lebte diese neue Generation in Vororthäusern, denn die Distanz des Erzählers zu der Hauptfigur ist groß. Bereits der Text der Stellenanzeige (»able to hold his drink«) macht deutlich, was nach Meinung des Erzählers von dem Berufsstand des Müllmanns zu halten ist: er ist der Verlierer der Konsumgesellschaft, der konsequent auch nur eine einzige Chance (ein Leben) hat, sich noch einmal in der Vorstadt zu bewähren. Sein Tod wird sogar noch ironisch kommentiert, indem seine posthume Nominierung zum »Trashman of the Year« bekannt gegeben wird. Streiken kann der Trashman nicht.

Die »New Generation« zeigt im Spiel das Publikum, das sie erreichen möchte: Es sind die verrückten Söhne, die tagelang vor dem C64 sitzen und deswegen Konflikte mit ihren Eltern haben. Während sie Trashman spielen, läuft draußen der Müllmann ums Haus und entsorgt in existenzieller Not ihre Pizzaschachteln.

Spaß hatten sie bestimmt mit dem Spiel.

Anis meint:
Habe ich damals 1984 nicht gespielt, werde ich auch nie spielen. Dafür ist mir hoffentlich noch großer Rest meiner Lebenszeit zu teuer.
Ne, vielleicht in der Gefängnis, in der Einzelzelle, unter strengen Blicken des Wächters...
Die Grafik von dieser Sorte hat eine beruhigende, abtumpfende Wirkung, genau richtig, um Zeit tot zu schlagen.
· 14. März 06 · 08:27
Aulbath meint:
Das muss ich mir mal angucken - allein die Grafik! Sehr schick!
· 14. März 06 · 09:31
Anis meint:
Dann bist du "ein waschechter Spieler". Sie zocken gnadenlos alles, was sie in die Finger kriegen mit allen daraus folgenden schwierigen Konsequenzen...
· 14. März 06 · 11:57
Niko meint:
Anis, gebe dir vollkommen recht, was dein kommentar zu gnadenlosallesnichtwissenwohinmitihrerzeizzockern angeht. den passenden artikel zu diesem phaenomen finden wir genau hier ;)
· 14. März 06 · 18:10
Niko meint:
· 14. März 06 · 18:15
Aulbath meint:
Oh, erstaunlich... dafür lässt mich aber gut 80-90% der aktuellen Software kalt... und verdammt, die Optik da oben ist wirklich schick.

Wie kommt ihr zu eurer Annahme das ich alles spielen muss? Ich hasse Sportspiele, mag keine Racer, und Shooter zocke ich auch nur selten... das passt doch nicht.
· 15. März 06 · 17:36
Anis meint:
@Aulbath. Das war eine reine Provokation von mir, ich gebe es zu und nehme meine Annahme zurück...
Du bist nicht so... Nein, wirklich, wenn du so was wie Trashman gut findest... kannst du vielleicht deine Vorstellungen zu dieser "schiken Optik" ausfühlicher beschreiben?
· 16. März 06 · 11:55
kai [d-frag.de] meint:
Die Optik ist wirklich gelungen und passt wie der Deckel auf die Tonne, denn sie zeigt tatsächlich den Vorort so sauber, wie er sein will.
Die Schatten und Details (Schornsteine, Mülltonnen, Gartenzaun, Hecken) gefallen mir auch.
· 27. März 06 · 13:04
Fabian meint:
Ich fand's super. Allerdings waren die blitzschnellen Mopeds total imba.
· 11. April 06 · 22:42
kai [d-frag.de] meint:
Das muss hier noch hin:
http://www.wdrmaus.de/lachgeschichten/muellmaennerlied/index.phtml
· 14. Mai 06 · 23:25

Kommentare sind für diesen Beitrag geschlossen.

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