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d-frag.de :: Helden der Phantasie

Helden der Phantasie

von mo · 16. Januar 06 ·

Wir sind ja hier des öfteren lehrerlastig. Weil es sonst kaum jemand macht, müssen wir uns eben der Randgruppen unserer Zivilisation (Lehrer, Schüler, Studenten, das ganze Pack eben) annehmen. Wir sind hier auch des öfteren musiklastig. Das ergibt sich so mit drei mehr oder weniger ernsthaften Musikern im Team. Und wenn wir jetzt beides miteinander kreuzen wie Gregor Mendel einst Erbsenarten, was kommt dabei heraus? Musikunterricht! Die Neue Elbland Philharmonie bietet Ende Januar orchestralen Unterricht unter anderem mit Musik aus Videospielen an. Und das finde ich ziemlich schlau.

»Helden der Phantasie« heißt das Programm, das Schulklassen vom 25. bis 27. Januar präsentiert wird. Laut Presseinfo wird die eine Hälfte des Programms mit Auszügen aus Sergej Prokofjews Peter und der Wolf bestritten werden, während die andere Hälfte aus Musikstücken bekannter – natürlich jugendkompatibler – Videospielklassiker wie Super Mario Bros., Sonic oder Final Fantasy besteht. Weil das nämlich gar nicht so einfach ist, Kindern und Jugendlichen im Zeitalter von Tokio Hotel oder Prussian Blue so etwas vermeintlich total verstaubtes wie orchestrale Musik näher zu bringen, muss man sich schon überlegen, wie man die Kids hinter ihrem iPod hervorlockt.

Mit Musik aus Videospielen klappt das wahrscheinlich eher als mit anderer Orchestermusik, mag die auch noch so schön oder eingängig sein. Die Hemmschwelle für Kinder (und für viele Erwachsenenen) ist heute oft sehr hoch. Da muss man nämlich so ein bisschen zuhören, anstatt sich bloß bedudeln zu lassen. Und sich ganz nebenbei die Funktionsweise von Instrumenten (so richtig echten ohne Strom) erklären zu lassen klappt mit Mario vielleicht besser als mit einem alten verknöcherten Professor. Da fällt mir ein: Ich habe mir das ja von einem alten verknöcherten Professor erklären lassen müssen. Aber das ist eine andere Geschichte.

»Helden der Phantasie« findet vorerst nur an drei Tagen statt, und vorerst nur ziemlich weit im deutschen Osten. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass Musiklehrer und Schüler ab neun Jahren mitlesen, gebe ich mal schnell die Daten durch:

25. 1., 9.30–10.30: Theater Meissen, 01662 Meißen.
26. 1., 9.30–10.30: Stadthalle Stern, 01587 Riesa.
27. 1., 9.30–10.30, 11.00–12.00: Schloss Großenhain, 01558 Großenhain.

Micha meint:
Ach, das liegt nur an den Eltern (also den Leuten, die hier schreiben :P ;) :D) - die haben ihre Kinder als Babys, wo sie sich noch nicht wehren konnten, nicht genug mit Orchester-Musik bedudelt und prompt interessieren sie sich jetzt gar net dafür.

Meiner einer musste/durfte sich noch mit der Wolga bedudeln lassen, hat Peter und der Wolf zugehört und war von der Zauberflöte fasziniert und was nicht alles ... ich würde mir das in meiner Freizeit jetzt freiwillig zwar auch nimmer unbedingt anhören, aber ich kenns und habs schätzen gelernt :).

Nettes Lehrprogramm mit guter Idee isses allemal :)
· 16. Januar 06 · 08:37
Anis meint:
Ich bedudele meine Tochter mit klassicher Musik jeden Tag. Manchmal wehrt sie sich dagegen. Aber sonst geht es, ist auch eine Gewöhnungssache.
· 16. Januar 06 · 08:53
chris [d-frag.de] meint:
@Micha: Mit der Wolga? Du meinst nicht zufällig "Die Moldau" aus Smetanas "Mein Vaterland"? :o)

Dass die Hemmschwelle so hoch ist, liegt, denke ich, nicht nur an den Eltern, sondern z.T. auch am Musikunterricht an den Schulen. Ich weiß, dass man das nicht verallgemeinern sollte, aber nach dem, was ich bei den Kindern meiner Bekannten und Verwandten sehe, sind Musik und Bildende Kunst mit Abstand die Fächer, die am häufigsten ausfallen. Davon, was im Musikunterricht tatsächlich stattfindet, mal ganz zu schweigen. Am erstaunlichsten fand ich Folgendes: Die Staatsoper in Berlin bietet für Schulklassen sowohl Führungen durchs Opernhaus als auch die Möglichkeit, mal für eine halbe Stunde an einer Probe teilzuhaben und zu schauen, was dort tatsächlich passiert. Meine Schwestern fanden das sehr interessant, haben das in ihren jeweiligen Klassen vorgeschlagen. Allein, es fand sich an der Schule kein Musiklehrer, der dazu bereit gewesen wäre. Okay, verallgemeinern gilt nicht, und ich bin auch sehr froh, dass unsere morgendlichen Schulkonzerte in Leipzig (zu denen wirklich ausschließlich Schulklassen mit ihren Lehrern kommen) in der Regel voll sind. In den Saal passen immerhin 1900 Leute.

Ich muss auch ehrlich sagen, dass ich die Musikauswahl dessen, was man Kindern an klassischer Musik vorsetzt, oft unnötig begrenzt finde. Okay, Peter und der Wolf, Bilder einer Ausstellung, die Moldau, sind tolle Stücke. Die aber ausgewählt werden, weil es einfach ist, sich zu der Musik bildlich etwas vorzustellen, weil der Zugang dort vermeintlich besonders leicht ist. Im Gewandhaus werden zu Beginn jeder Spielzeit von einer Jury aus Schülern und Studenten die Highlights des kommenden Jahres ausgewählt. Ihnen werden verschiedene Ausschnitte vorgespielt, die diese dann bewerten, ohne zu wissen, um welche Werke es sich handelt. Unter den Favoriten dieses Jahres befinden sich auch ne Menge Werke, die ohne Programm (also irgendeine Art "Hintergrundgeschichte") auskommen.

@Anis: Das täglich zu machen, finde ich ehrlich gesagt übertrieben. Besonders wenn sie es einmal nicht hören möchte. Klassik ist auch nur Musik, kein Allheilmittel, das Kinder zu besseren Menschen macht.
· 16. Januar 06 · 13:21
Anis meint:
Es läuft bei uns nebenbei: mal auf CD, mal aus dem Klassik-Kultur-Radio, mal sogar aus dem Fernsehen. Ich bin damit so aufgewachsen und finde es nicht schlimm. Klar, schalte ich aus, wenn es ihr und mir zu viel wird.

Ich benutze Klassik auch ganz gezielt, nich nur zu Entspannung, z.B. wenn ich mich auf einer bestimmten Sache konzentrieren möchte.
· 16. Januar 06 · 13:54
tanja meint:
Der Film "Rhythm is it!" hat mich vor etwa einem Jahr umgehauen.
Vermutlich läuft er nicht mehr im Kino, ist aber inzwischen auf DVD zu haben und wer sich wirklich für die Frage interessiert, wie man auf die irre Idee kommen kann, zu versuchen, die heutige dummbatzige Jugend mit klassischer Musik und Ballett aus ihrer asozialen Sickergrube zu locken, dem sei dieser Film von Herzen ans selbige gelegt.

Sir Simon Rattle dirigiert Strawinskys 'Le sacre du printemps' mit den Berliner Symphonikern, während ein faszinierend hässlicher, zahnloser Royston Maldoom heldenhaft und mit mitreissender Autorität (ja, endlich!!) 250 Berliner Unterschichtenkinder (links den Lolli, rechts die Kippe) aus 25 Nationen dazu zu bewegen versucht, sich dazu zu bewegen.

Und das ist am Ende wirklich bewegend!
· 16. Januar 06 · 23:07
chris [d-frag.de] meint:
Nee klar, Anis, Klassik Radio oder MDR Figaro läuft bei mir auch oft. Hab dich falsch verstanden, ich dachte, du würdest ihr da ganz gezielt die Kopfhörer aufsetzen. :) Gibt ja Leute, die der Meinung sind, ihr Kleinkind brauche täglich 2 Stunden Mozart.

Näheres zu "Rhythm is it!" der Berliner Philharmoniker gibts übrigens hier. Danke für den Tipp, Tanja.
· 17. Januar 06 · 00:53
Micha meint:
Großer ... ähm ... also ... ich versuche gerade festzustellen welche Drogen ich gestern früh genommen ... also in welchem Zustand geistiger Umnachtung ... wie komm ich denn auf Wolga?? Ich hab an Moldau gedacht, ich schwörs ... bäh ... ich glaub ich geh erstmal für ne Woche nimmer ins Blog hier, dat is mir nu zu peinlich. *bäh* :(

Und joah, wenn die Musik-Lehrer schon schlapp machen, dann is natürlich auch blöd.
· 17. Januar 06 · 08:24
Anis meint:
He uchnjem ! (Lied der Wolgaschlepper), vielleicht?

Hey, wir krächzen! :)
· 17. Januar 06 · 08:54
geiler titel für guten artikel
· 17. Januar 06 · 23:29
mo [d-frag.de] meint:
Für den Titel kann ich nichts, denn so lautet das Programm der Neuen Elbland Philharmonie.
· 17. Januar 06 · 23:41

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