Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/defrag/b2evocore/_class_settings.php on line 36

Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/defrag/b2evocore/_class_settings.php on line 36

Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/defrag/b2evocore/_class_settings.php on line 36

Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/defrag/b2evocore/_class_settings.php on line 36

Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/defrag/b2evocore/_class_settings.php on line 36

Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/defrag/b2evocore/_class_settings.php on line 36

Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/defrag/b2evocore/_class_settings.php on line 36

Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/defrag/b2evocore/_class_settings.php on line 36

Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/defrag/b2evocore/_class_settings.php on line 36

Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/defrag/b2evocore/_class_settings.php on line 36

Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/defrag/b2evocore/_class_settings.php on line 36

Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/defrag/b2evocore/_class_settings.php on line 36

Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/defrag/b2evocore/_class_settings.php on line 36

Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/defrag/b2evocore/_class_settings.php on line 36

Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/defrag/b2evocore/_class_settings.php on line 36
d-frag.de :: Jane Jensen

Jane Jensen

von mo · 16. Dezember 05 ·

Jane JensenIch war nie in New Orleans. Doch als New Orleans live in den Fluten versank, war mir die Stadt seltsam vertraut. Nicht die kleinen topografischen Details natürlich, aber die Stimmung der Stadt. Falls eine Stadt so etwas überhaupt haben kann. Ihre Musik, ihre Stereotypen und sogar ihre Gerüche: Cajun-Küche. Dasselbe Gefühl der Vertrautheit absurderweise dann, wenn ich Schloss Neuschwanstein sehe. Auch dort war ich nie. Gabriel Knight und Grace Nakamura waren statt meiner dort. Jane Jensen hat beide erfunden.

Jane JensenOb ein Job als Informatikerin bei Hewlett-Packard besonders zum wilden Fantasieren über Okkultismus, Werwölfe, schwule bayrische Könige, Vampire oder Geheimbünde anregt, weiß ich nicht. Jane Jensen jedenfalls steigt irgendwann Ende der Achtziger von Systemprogrammierung aufs Fantasieren um. Anfangs nur ein bisschen im Hintergrund bei Roberta Williams’ Sierra. Schließlich schreibt sie 1992 als Co-Autorin neben der Chefin persönlich King’s Quest VI. Doch Jane Jensens Name wird kaum mit der märchenbunten Königswelt in Verbindung gebracht, weil sie ein Jahr später auf die Seite des Okkulten und der Schatten wechselt. Erzählerisch natürlich nur.

Ihr Schattenjäger heißt Gabriel Knight und abenteuert sich 1993 mit Kollegin Grace durch den okkulten Sumpf von New Orleans in Gabriel Knight: Sins of the Fathers. Klassisches Point’n’Click, Gabriel spricht mit der Stimme Tim Currys, gleich zwei Spielfiguren hören auf des Spielers Befehle. Dazu massig Lokalkolorit: Krimskramsladen in New Orleans, Friedhof-Graffiti im französischen Viertel, Bluesmusiker im Park. Lokalkolorit kann man in allen drei Spielen der Reihe beinahe fühlen. Details von der bayrischen Aussprache in München im zweiten Teil bis hin zum pittoresk französischen Städtchen im dritten. Zum dritten Teil kann ich übrigens – oh schreck – gar nicht viel sagen, da ich ihn nie komplett gespielt habe. Die eckige 3D-Grafik, die zeitabhängigen Rätseleien und die seltsame Steuerung haben mich davon abgehalten.

Gabriel KnightAber zu Teil zwei! The Beast Within von 1995, ähnlich detailverliebt wie sein Vorgänger, überrascht mit einer der albernsten deutschen Synchonisationen der an sich schon albernen Videosequenzen mit albernen Schauspielern. Sehr schade, denn die großartige Geschichte im tiefsten Mittelalter Bayern um den mysteriösen Tod von Ludwig II., eine verschollene Wagneroper und Werwölfen hätte eine bessere Umsetzung verdient. Deutsche Historie. Von einer Amerikanerin! Ausgerechnet! Und damit wir uns richtig verstehen: schlecht finde ich The Beast Within wahrlich nicht, nein nein, nur die albernen Videos, die albernen… aber siehe oben.

Vielleicht fand Frau Jensen ihre Geschichte ebenfalls zu gut für ein Ruckelvideospiel und hat sie genau deswegen nochmal veröffentlicht, nämlich als Roman. Wie schon Sins of the Fathers zuvor. 1999 erscheint ihr erster Roman, der nicht Buch zum Spiel ist: Millennium Rising, der später in Judgment Day umbenannt wird. Mythologie und Okkultes auch hier, vermischt mit der heute putzig anmutenden Paranoia zum Ende des Jahrtausends. Dante’s Equation, ihr jüngster Roman, dreht sich um die Kabbala, theoretische Physik und Spionage. Hat sich Frau Jensen damit endgültig von Spielen verabschiedet? Es sieht so aus. Ihre Enttäuschung kann man auch aus ihrem Liebesbrief an Sierra herauslesen. Schade.

Keine revolutionären Spielentwicklungen, keine extravaganten Spielkonzepte und nur dreieinhalb Adventures. Wieso ich trotzdem über Jane Jensen schreibe? Weil ich mich heute noch in ihren beiden ersten Spielen zuhause fühle und sogar an den dort präsentierten realen Orten, obwohl ich sie nie besucht habe.

Richard meint:
Ganz den Rücken zugekehrt hat sie Spielen sicher nicht. Aber es bieten sich halt wenige Chancen für einen Designer eher klassischer Adventures. Vor nicht allzu langer Zeit hatte The Adventure Company mit ihr ein neues Spiel angefangen, das ein Flagschifftitel für die Firma werden sollte. Leider wurde es wenige Monate später wieder eingestellt.

Hat eigentlich mal jemand die Bücher von ihr gelesen? Taugen die was?
· 17. Dezember 05 · 10:08
ryn meint:
Den zweiten Teil habe ich nie angefasst, ganz einfach, weil ich mich nie an Adventures mit Videosequenzen herangetraut habe. Gab es irgendwo Beispiele, wo sowas in nicht peinlich umgesetzt wurde? Auf jeden Fall war ich verärgert. Der erste Teil war wirklich besonders.
· 17. Dezember 05 · 11:32
Anis meint:
Schade, dass Jane Jensen die Flinte ins Korn geworfen hat und eine Romanciére geworden. Dafür hatte sie bestimmt ihre Gründe. Die Entäuschung kann man verstehen, wenn man sich von Bildern auf Wörter umsteigen muss.

Ein bisschen von "theoretischen Reflexion"? (Dürfte ich Sie um Ihres großzügigen Erlaubnis bitten?-Danke!)

Adventure games gleich Interactive stories sind für mich nicht gestorben, solange ich einen Wunsch empfinde, in den unbekannten Orten die ungewöhnliche Dinge zu tun. Wenn man Adventure erleben will, liest man ein Buch, oder kuckt einen Film an. Wenn ich das Abenteuer nicht nur erleben, sondern auch darin handeln will, spiele ich ein Abenteuer-Spiel.

Interaktion hat für mich nur dann einen Sinn, wenn sie in der Verbindung mit der Geschichte steht und einen konkreten Einfluss auf Spiel hat. Ohne Sinn bleibt Interaktion nur leere Spielerei. Das hat auch J.Jansen gesehen.
· 18. Dezember 05 · 14:30
Anis meint:
"Ob ein Job als Informatikerin bei Hewlett-Packard besonders zum wilden Fantasieren über Okkultismus, Werwölfe, schwule bayrische Könige, Vampire oder Geheimbünde anregt, weiß ich nicht."

Vor mir sitzt so einer Informatiker. Ein ganz guter Kerl, (oh, ich liebe ihn!). Er hat keine Phantasie, nimmt alles für bare Münze und versucht mit seinem ausgeprägten Logikmaß sogar an solche Dinge, wie Horror, Kabbala und Exorzismus heranzugehen.
· 19. Dezember 05 · 10:08
mein favorit bleibt schloss linderhof
· 19. Dezember 05 · 10:41
Björn meint:
Stark. Der erste Absatz trifft genau meine Stimmungslage. Seitdem ich vor fast zehn Jahren zum ersten Mal Gabriel Knight gespielt habe, wollte ich immer nach New Orleans fahren und diese Orte, etwa den Jackson-Square und einen der Friedhöfen, mal live sehen. Einfach nur um zu wissen, ob diese im Spiel kolportierte Stimmung der Realität gerecht wird, oder die Realität dem Spiel oder vielleicht auch nichts davon.

Was ich zumindest diesen Sommer gemacht habe, war nach Berg am See fahren und mir die Ludwig-Gedächtniskapelle und das Kreuz im Wasser anzusehen.

Videospieletourismus.

Ich glaube geekiger geht's kaum noch...
· 21. Dezember 05 · 14:00
vibemaster meint:
ich find videospieltourismus super. oft interessiert man sich ja dann auch für dinge, die man aus games kennt und prägt sie sich dadurch besser ein. bei mir was das etwa der marcusplatz (indy 3) oder orientalische architektur (prince of persia).
· 23. Dezember 05 · 02:02
Jens meint:
Ich war zwei Tage lang nicht aus Petra wegzukriegen. Ein Muß für jeden Fan von Indy III.
· 25. Dezember 05 · 02:41

Kommentare sind für diesen Beitrag geschlossen.

Computerspiele. Videospiele. Spielkultur. Oberfläche.

Inhalt

Design auswählen

Suchen

Blog abonnieren