Warum eigentlich zur Games Convention? Zur Bestätigung des eigenen Verfalls? Es gibt schlechtere Gründe. Spiele anschauen, zum Beispiel. Das kann ich nämlich daheim dank Previewvideos und Demos viel besser und bequemer. Die paar Titel, die auf der Messe exklusiv vorgestellt werden, ruckeln in frühesten Versionen (Gothic 3) über den Monitor. Neue Konsolen teste ich dann, wenn sie verkauft werden, im Geschäft. Also: warum?
Wegen der Messebabes, Schlüsselbänder und anderen Gimmicks? Eine Nintendoluftwurst habe ich, zugegeben, eingesteckt. Ebenso ein Ponyhofheftchen mit Glitzeranhänger. Das funkelt zwar, ist aber auch kein Glanzlicht.
Meine Attraktion der Messe sind Spieler, die von Budokai Tenkaichi schwärmen oder neben EA-Titeln sonst eigentlich alles eigentlich geil finden. Die sich aus Leidenschaft zum Spiel die Füße mit Blasenpflastern bekleben. Die ihren PC pimpen, bis sie kein Geld mehr für ein Auto haben. Ich traf in Leipzig Quake III Arena-Clanspieler, die »nebenbei« jedes MMORPG, von dem ich je gehört habe, seit der frühesten Beta-Version spielen. Ich habe mit erwachsenen Männern gesprochen, die beim Chat mit 12jährigen Mädchen ihre feminine Seite entdecken.
Freaks? Nintendo- und Möchtegern-VIPs, Fanboys, Studenten, Pr0gamer, Mütter, Petra Schmitz. »Carnaval Triste« und »We Real Cool«.
Und das alles auf Video. (DivX, 78 MB, 7:18 Minuten)
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