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d-frag.de :: Lazy Jones

Lazy Jones

von kai · 6. August 05 ·

Lazy JonesIch mag Spiele über Spiele. 1984 erscheint die erste Anthologie der Arcade: Lazy Jones von David Whittaker. Zum ersten Mal tritt ein Computerspieler selbst in einem Spiel auf. Der Spieler steuert sein Alter Ego durch ein dreigeschossiges Gebäude mit Aufzug. Diese Figur namens Jones schlurft »lazy« durch die Gänge und kann doch nie stehen bleiben. Hinter 14 der 18 Räume stehen übergroße Spielkonsolen, an denen Jones jeweils einen Klon eines Arcade-Klassikers spielen kann (Frogger, Space Invaders, Breakout – ihr wisst schon). Hinter den restlichen Türen verbergen sich Toilette, Abstellkammer, Bar (Ort eines »realen« Spiels) und Bett. Außer Jones leben ein blau-weiß gekleideter Mann im oberen Geschoss, ein ähnlicher Mann, der nur als Schatten erscheint, im unteren Stockwerk, ein rot-braunes Männchen an der Bar und der Barkeeper. Ein Putzwagen fährt im mittleren Geschoss hin und her. Jones muss den Kontakt mit den Männern und dem Putzwagen durch Sprünge vermeiden.

Ein Spiel über Spiele: Es vereinigt, wie man es von einem Best-Of-Album erwartet, Klassiker der jüngst vergangenen Zeit und gibt damit einen Überblick über das, was war und nicht mehr ist. Übrigens auch musikalisch: unter anderem fliegen »99 Luftballons« durch den Soundtrack. (Nena ist leider noch.)

Lazy JonesAber Lazy Jones erzählt außerdem als erstes Spiel etwas über die Welt der Computerspiele und Computerspieler. Whittaker stellt Jones als antriebslosen jungen Mann dar, der ohne Körperspannung von Spiel zu Spiel trottet, ständig auf der Suche nach neuer Unterhaltung. Das einzige, was ihn abgesehen vom Spielen noch interessiert, ist die Bar. Er scheut den Kontakt mit anderen Menschen und auch der Arbeit, dargestellt durch den Putzwagen, geht er aus dem Weg. Andere Menschen sehen aus wie Agenten oder Bürokraten, die ihn fangen wollen: Die grauen Herren. In welcher Welt spielt Lazy Jones? In einer Spielhalle mit Übernachtungsmöglichkeit?

Hier kann man weit ausholen, was ich jetzt einfach mal mache (Achtung Überinterpretation!): Bei einem Haus mit drei Ebenen liegt es nahe, die drei Etagen als Instanzen der Spielerpsyche zu verstehen und die in ihnen ansässigen Objekte als deren Verkörperung: Über-Ich im obersten Stockwerk, Ich in der Mitte, Es im Erdgeschoss. Die Figur Jones ist die Immanation des Spieltriebs. Die gesamte Person ist erfüllt von Gelegenheiten zum Spielen – etwas Raum bleibt noch für die elementaren Bedürfnisse, doch selbst die Nahrungsaufnahme in der Bar wird zum Spiel.

Im ächten Manne ist ein Kind versteckt: das will spielen.
(Friedrich Nietzsche)

Lazy JonesDas Ich des Alltags legt den Spieltrieb durch die Arbeit lahm, das Über-Ich zeigt sich in reiner Weste und verdammt den »faulen« Jones, der nur ans Spielen denkt. Das schattengleiche Es ist der Gegenpart, der ihn am Weiterkommen hindert, Jones Ängste, die ihm die Lust zum Spielen nehmen. Jones muss sprichwörtlich über den Schatten springen. Eine andere Auseinandersetzung mit dem Es erlebt Jones im Traum, in dem ihn der Schattenmann aus dem Erdgeschoss verfolgt. Die Ängste tanzen vervielfacht durch seinen Traum und lösen sich erst auf, als sie in eine geordnete Reihe gelangen.

Jones ist in einer Endlosschleife gefangen. Hat er alle Spiele gespielt, fängt alles wieder von vorne an. Seine Tätigkeit ist ein scheinbar sinnloses Kontinuum. Aber einen Spieler wird das ja nicht stören.

Lazy Jones zeigt den Spieler, wie er in den Achtzigern verstanden wurde. Lazy, unsexy, durchschnittlich und triebbeherrscht. Das wissen wir natürlich heute besser.

Micha meint:
Wissen wir?

Und schade - da sagst du, du willst weit ausholen, und dann ist nach 3 kurzen Absätzen schon wieder Schluß ... aber gut, wer weiß, wieviel sich dazu sagen lässt, ohne sich zu wiederholen.
· 6. August 05 · 18:33
kai [d-frag.de] meint:
Micha, davon kannst du dich ja dann auf der Games Convention überzeugen ;)

Ich hätte den Ansatz noch weiter ausfüheren können, stimmt schon. Aber bei solch "akademischen" Themen sträuben sich unserem Redaktionsigel rasch die Stacheln. Darum lieber kurz & knapp.
· 14. August 05 · 11:21

Kommentare sind für diesen Beitrag geschlossen.

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