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d-frag.de :: Out of Heldenheim

Out of Heldenheim

von ben · 19. Juli 05 ·

City of HeroesMit Helden ist das so eine Sache. Online-Rollenspiele sind voll davon, jeder Spieler ist ein Held oder gleich mehrere. Doch Legolas und Gimli würden sich zu Tode erschrecken, begegneten sie den Firandils, Thalamirs und Falins, die Azeroth und all die anderen Spielwelten bevölkern. Allein der Anblick einer beliebigen hochstufigen Spielerfigur aus irgend einem Online-Rollenspiel sollte die Vorbilder in ungläubiges Erstaunen versetzen: übermannsgroße Schwerter, ausufernde Schulterpanzerung, jeder zweite reitet auf einer Battlecat. In Stormwind schaut es aus, als sei der Zirkus in der Stadt und selbst Gandalf wird blass neben einem gnomischen Level-60-Magier, der mit einem Klick ganze Landstriche mit überwältigender Bildgewalt von Gewürm und Gezücht befreit. Das ist eine Ungereimtheit, die den meisten Spielern – mich eingeschlossen – wenig Sorgen bereitet. Immerhin ist es ein Riesenspaß, einen ganzen Haufen Monster mit einem Zauber zum Schweigen zu bringen.

City of HeroesBatman hingegen würde sich wenig wundern, wenn er Pandaboy träfe. Gut, Batman hat von Pandaboy noch nie etwas gehört, genau wie die meisten Menschen. Aber ansonsten ist Pandaboy ein ganz normaler Superheld: eine Statur wie Hulk, ein hautenges Trikot wie Batman (nur eben im schwarzweißen Pandabärenlook), eine Kapuze wie Dr. Doom, aus der das Gesicht eines Sumo-Ringers freundlich lächelt und – ganz wichtig – Klingen wie Wolverine. Pandaboy entstammt allerdings nicht, wie seine Vorgänger, der Feder eines Comiczeichners, sondern dem Heldenbaukasten von City of Heroes. Und der lässt kaum Wünsche offen. Um der Wahrheit die Ehre zu geben: er ist mein Lieblingsfeature im Spiel. Die Vielfalt der Gestaltungsmöglichkeiten ist so groß, dass es eine Weile dauert, bis man sie beherrscht.

Mach mir den Helden

City of HeroesWählen kann man zwischen drei Grundtypen, nämlich Frau, Mann und Ding, wobei »Ding« zumindest mal männlich gewesen zu sein scheint. Schon diese Grundtypen lassen sich in mehreren Dimensionen variieren. Höhe, Breite der Schultern, Brustumfang, Taille, Hüfte oder Länge der Beine. Wählt man eine Frau, kann man über den Faktor »Brust« tatsächlich den Schönheitschirurgie-Effekt bewundern: kleine Brüste –> mittlere Brüste –> Atombusen. Hat man den Heldenrohling fertig, geht’s zum »all you can eat«-Buffet des Baukastens. Gesichter, Helme, Hüte, Masken, Trikots, Jacken, Arme, Hosen, Accessoires. Dazu kann man von der Haut- und Haarfarbe über die Trikots bis hin zu den Schuhen alles per Farbpalette und einer Vielzahl von Mustern quietschebunt gestalten. Die geräumige Funktionalität ist auch wichtig, denn in Mittelerde mag es noch angehen, dass zwei Elfen mal gleich aussehen, aber in Paragon City, der Stadt der Helden, darf das nicht passieren. Das Outfit definiert den Superhelden. In der Tat haben alle Spielerfiguren ein sehr eigenes Aussehen. Grandios, wirklich.

City of HeroesWie wir das von den großen Comic-Vorbildern kennen, kommen im Laufe des Superheldenlebens weitere Outfits dazu. Als Belohnung quasi. Noch einmal in den Baukasten. Juhu! Und als Content Update gibt es inzwischen sogar Capes. Leider wurde die gute Idee, Capes als Belohnung zu verteilen, durch Die Unglaublichen etwas torpediert. Denn seit Pixars Superhelden-Persiflage wissen wir ja, dass Capes den Tod bringen, den Guten wie den Bösen. Apropos »die Bösen«: selbst wenn man mit dem Superhelden-Baukasten finster dreinblickende Helden erstellen kann, sind und bleiben es doch Helden. Stets kämpft man auf der guten Seite, da kann auch das beste Rollenspiel und die finsterste Verkleidung nicht viel ändern. Diese bizarre Konstruktion hat Methode: der logische Nachfolger City of Villains ist bereits in Mache. Und ich wette, der Superhelden- Superschurken-Baukasten ist noch umfangreicher und eine Augenweide der dunklen Seite.

Die dunkle Seite

City of HeroesDieser Umfang-Reichtum hat allerdings auch seine eigene dunkle Seite: schon der bisherige Baukasten erlaubt es, den eigenen Charakter so zu gestalten, dass er bekannten und durch Copyright geschützten Superhelden ähnlich wird. Verdammt ähnlich. Für jeden amerikanischen Anwalt ein ausreichender Grund für eine Klage und für die einflussreichsten Superheldenschmieden erst recht. Wie gut das geht und worum es geht, erklärt uns Steve Bowler in »City of Copies«.

Ein Problem teilt City of Heroes allerdings mit der Mehrheit der MMORPGs. Die Welten sind voller Helden. City of Heroes mag ein bisschen ehrlicher sein, aber das ändert nichts daran, dass die Verhältnisse von Spielerhelden zu Nichtspieler-Nichthelden ganz anders aussehen als in allen Vorlagen – von der Realität ganz zu schweigen. In Azeroth oder sonst wo fällt das zwar auch auf, doch dort man kann immerhin vorgeben, ein »normaler« Bewohner jener Welt zu sein. In Paragon ist das nicht möglich. Lustiger wäre es, neben dem Superheldendasein noch die bürgerliche Identität auszuleben, die ich bei den Unglaublichen so lieben gelernt habe. Leider ist und bleibt man nur Superheld. Basta. Zusammen mit all den anderen irritierend vielen Superhelden.

Wenn alle super sind, ist keiner mehr super

Ich stelle mir gerne vor, wie Pandaboy zusammen mit Shark Steel, Female Flame und noch ein paar anderen ausgestiegenen Superhelden in einem Motel in der Wüste bei Palms Springs rumhängt, tagsüber unter’m Ventilator liegend durch Talkshows zappt, abends am Pool faulenzt, Dosenbier mit seinen Klingen öffnet und alle sich gegenseitig Geschichten über die immer schneller werdende Kultur der Superhelden erzählen.

stefan meint:
ja, mit dem "ankleiden" kann man in city of heroes stunden verbringen, aber das spiel selbst ist dann doch eher nicht so toll. ich hab da immer neue helden erfunden und ewig an denen rumgefeilt, aber dnach kaum gespielt ;)
· 20. Juli 05 · 00:30
ben [d-frag.de] meint:
kommt mir bekannt vor ;]
· 20. Juli 05 · 11:10
tröööt meint:
Gibt es auch eine Test-Version des Spiels oder muss man es kaufen?
· 21. Juli 05 · 00:37
jan-gerd meint:
Erinnert mich ein bisschen an Robot Arena. Das Spiel war für die Tonne, aber im Mehrspielermodus die komischsten Roboter gegeneinander antreten zu lassen war super. Da gab es Tonni, eine stehende Säule mit rotierenden Messern, Kasti, ein leerer Kasten, der darauf hoffte, das die anderen von der Platform fallen, und NoName, der auf beiden Seiten fahren konnte und sich allein auf seinen Rammbock verlassen musste... Herrlich. Es gibt sogar eine Demo auf http://www.robotarena.com/
· 21. Juli 05 · 00:46
ben [d-frag.de] meint:
@tröööt: oh, ja... das hatte ich vergessen, das war ja auch der Anlass für mich, das mal zu spielen: in der PCGames 7 / 2005 war das Spiel mit 14 Testtagen dabei...
· 21. Juli 05 · 08:44
Micha meint:
Interessant finde ich vor allem die Vermarktungsstrategie - City of Villains dürfen nämlich nur die Spieler Beta-Testen, die lange bei City of Heroes dabei sind resp. also viel Geld dafür ausgegeben haben.

Und man kann auch als Super-Bösewicht gegen die Super-Helden antreten, aber nur in kleinen Arealen ... um quasi die "komplette" Spielwelt nutzen zu können, sollte man dann doch bitte schön beide MMORPGs besitzen und finanzieren ... hach ja, das nennt man doch mal Marketing-Strategie ... *roll*
· 25. Juli 05 · 19:05

Kommentare sind für diesen Beitrag geschlossen.

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