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d-frag.de :: Deus ex Machinima

Deus ex Machinima

von mo · 6. Juli 05 ·

Machinima, schon mal gehört? Machinima ist Digitalpunk: Filmemachen mit Computerspielen, Ausdrucksform mit eigener Ästhetik, Dreharbeiten auf virtuellen Sets und nicht zuletzt Subkultur. Wer ist schon Seinfeld? Wir machen unsere eigene Sitcom. Viele Spiele liefern virtuelle Filmstudios, Schauplätze und Stars gleich mit. Man muss sie nur nutzen. Und dafür benötigt man keine Millionen Dollar, bloß Fantasie und Geduld.

Eigentlich erfordern 3D-Animationen teure Programme und absurde Hardware. Fotorealistische Haare und Hautporen wollen berechnet werden, damit Nemo am Ende gefunden wird. Doof, denkt man da, für hingerotzte Musik braucht man schließlich auch kein sündhaft teures Tonstudio. Und genau hier setzt Machinima an: Filmschnipsel, Musikvideos oder längere Animationen kann man nämlich ziemlich einfach mit preiswerter Spielesoftware erstellen.

Wenn Leute an 3D-Cartoons denken, stellen sie sich immer einen Raum voller Computer, lange Renderzeiten und hohe Kosten vor. Wenn wir an 3D-Cartoons denken, denken wir an drei Laptops und einen Server, der so am Limit arbeitet, dass wir ihn in den Kühlschrank stellen müssen.
(Frank Dellario, ILL Clan)

Machinima schleift heute bereits eine lange Tradition hinter sich her. Deswegen lasse ich Historie, technische Grundlagen, Produktion, Rechtslage und akademische Bedeutung von Machinima hier geschmeidig außer Acht. Andere haben bereits viel besser und ausführlicher darüber doziert. Zum Beispiel Karin Wehn auf Telepolis. (Und das wahrlich nicht zu knapp!) Oder Paul Marino, Machinimist erster Stunde, der gleich ein ganzes Buch dazu erzählt: The Art of Machinima. Nein, ich präsentiere nur einen unbedeutenden Schnupper-Leitfaden für diejenigen, die bisher nichts oder nur wenig von diesem komischen Machinima gehört haben. (Übrigens spricht man das »Maschinima« aus und betont es je nach griechischem Bildungsgrad mal hier, mal da.)

Empfehlungen, unvollständig

I’m Still Seeing Breen (5:25 min, Link oben rechts)
Die Charaktere von Half-Life 2 labern dank FacePoser schön lippensynchron. Aber singen? Ja. Paul Marino himself lässt den G-Man »So Cold« von Breaking Benjamin singen und fabriziert damit ein beeindruckendes Musikvideo, das schon auf MTV2 gezeigt wurde. Hintergrundinfos in seinem Blog: [1] [2] [3].

Dance, Voldo, Dance (4:27 min)
Zwei Tage lang Choreografie austüfteln, fünf Tage Training. Zwei Voldos tanzen im Dreamcast-Spiel Soul Calibur zu Nellys »Hot in heer«. Live, ohne Tricks, ohne Scripting. Um es mal ganz nüchtern zu sagen: Wahnsinn! Chris Brandt erklärt auf seiner Homepage anschaulich die Entstehung (»Msr. M. didn't even watch the screen, reading directly from my notes. Each day we only had about five hours of play before Msr. M. was too drunk to continue.«) und das folgende rechtliche Gezetere. Die daraufhin erforderliche Neuvertonung kann man sich auch bei ihm herunterladen.

Iron Edge’s Trip to Stormwind (2:40 min), Can’t Touch This (4:28 min)
Was liegt näher für Musikvideos als World of WarCraft? Eigentlich fast alles. Schnell die eingebauten Emotes zu putzigen Tanzschritten aneinander reihen – fertig. Iron Edge covert Monty Pythons »Knights of the Round Table« aus dem Film Ritter der Kokosnuss. Die Orks von JuniorX tanzen zu MC Hammers »Can’t Touch This«. Und das ist dann schon ziemlich witzig.

Not Just Another Love Story (15:25 min)
Noch einmal Word of WarCraft, dieses Mal mit einer Liebesgeschichte. Die Schöne und das Biest meets Emmanuelle in Bangkok. (Amerikaner würden hier NSFW schreiben, aber ich bin ja kein Amerikaner.) Für das romantische Feuerwerk hat Tristan Pope extra zwei Gnome angeheuert: »they were hidden behind a bush, gotta love gnomes...«

Die drei ??? und das Grüne Tentakel (13:05 min)
Video: Maniac Mansion, C64. Audio: Ausschnitte aus diversen Hörspielen mit den Drei ???. Das klingt nicht nur abgefahren, das isses auch. ’nuff said.

Father and Sin (3:53 min)
Außergewöhnlich. Klaus Neumann überlässt die Sims (Inkarnation 2) sich selbst und filmt sie dabei. »Es gab kein Drehbuch, keine Regieanweisungen.« Wer nach Anschauen dieses Kurzfilms immer noch die Ausdrucksstärke rechnergenerierter Werke bezweifelt, dem ist nicht mehr zu helfen. (Und klar, ich bin Björk-Fan: ich kann gar nicht anders, als mich in diesen Film zu verlieben.)

Sitcoms

Rooster Teeth sind King im Ring der Machinima-Sitcoms. Ihre legendäre Serie Red vs Blue spielt im Blood Gulch Canyon von Halo, ist inzwischen bei Episode 57 angelangt, auf DVD erschienen und so verdammt gut, dass sie TV-Sitcoms Konkurrenz macht. Für eine vollständige Sammlung aller Folgen muss man ein wenig im Netz herumsuchen (bei Rooster Teeth selbst, auf archive.org, in Tauschbörsen) oder am besten gleich die DVDs kaufen. Das lohnt sich nämlich. Wikipedia lesen lohnt sich auch, denn dort werden alle Episoden und Charaktere ausführlich erklärt.

The Strangerhood heißt das neue Baby von Rooster Teeth (sechs Episoden jung) und parodiert TV-Sitcoms und Reality Soaps. Acht archetypische Serienfiguren (Party Dude, Yuppie, Schlampe, Blondchen – alles da) wachen in Die Sims 2 auf, ohne genau zu wissen, wo und wer sie sind. Ja, so müssen sich echte Sims auch fühlen. Ich will gar nicht wissen, welche Qualen die Macher während jeder Folge erleiden müssen, denn die Produktion – inklusive Sprecher und Lacher vom Band – ist perfekter als so manche Cutscene in teuren Spielen.

Weiter geht’s

Hunger auf mehr? Da draußen warten Gigabytes.

Und wenn Peter Molyneux endlich mal ein Spiel nicht verhaut und sein neues The Movies ganz, ganz großartig wird, dann werden wir in neue Machinima-Galaxien vorstoßen – where no one has gone before...

Torg meint:
Bekommt man die DVDs von Red vs Blue auch hierzulande?
· 6. Juli 05 · 14:53
mo [d-frag.de] meint:
Ein europäischer Vertrieb ist mir leider nicht bekannt. Per Kreditkarte oder Money Order kann man zumindest im Online-Shop weltweit einkaufen. Ja, umständlich :(
· 6. Juli 05 · 17:24
Torg meint:
mift! dabei konnte ich bisher immer vermeiden, mir eine kreditkarte zuzulegen...
· 6. Juli 05 · 19:10
Philip meint:
Ich verstehe nicht ganz, warum ihr z. T. die Seiten nicht direkt verlinkt, sondern so merkwürdige Kurz-URL-Dienste benutzt. Wenn diese Services morgen oder irgendwann offline gehen, gehen die ganzen Links verloren.
· 7. Juli 05 · 00:56
mo [d-frag.de] meint:
Sorry Philip. Das habe ich gemacht, weil es hier manchmal höchst sonderbare Anzeigen bei einigen URLs gibt. Wenn ich den Fehler gefunden habe, werden die Links wieder geändert.

[Update: ist gefixt. War ein Fehler der internen Antispam-Liste.]
· 7. Juli 05 · 01:04
Knusper meint:
Ganz großer Beitrag.. Danke dafür... Hab zwar immer schonmal gehört, dass es sowas gibt, aber so richtig vorstellen konnt ich mir das nie...

Werd ich gleich morgen Trackbacken... Ich danke vielmals!
· 8. Juli 05 · 00:58
mo [d-frag.de] meint:
Nachtrag: eine sehr schöne Adaption einer Szene aus A Few Good Men (dt. Eine Frage der Ehre), gedreht in Half-Life 2: A Few Good G-Men. [via wirres]
· 14. Juli 05 · 16:44

Kommentare sind für diesen Beitrag geschlossen.

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